
Die neue deutsche Comedyserie „Jossi“ mit Jannik Schümann und Nilam Farooq feiert am Donnerstag, 12. November 2026, ihre reguläre Fernsehpremiere bei ARTE. Einen Tag später erscheint die sechsteilige Produktion auch in der ARD Mediathek. Im Mittelpunkt steht ein erfolgloser Schauspieler, der für eine begehrte Filmrolle seine jüdische Identität erfindet und dadurch immer tiefer in ein Geflecht aus Lügen und Missverständnissen gerät. Die Serie verbindet eine Geschichte über beruflichen Ehrgeiz mit Fragen nach Herkunft, Zugehörigkeit und kultureller Identität.
Der Veröffentlichungstermin der neuen Serie steht fest. ARTE stellt „Jossi“ ab Donnerstag, 12. November 2026, auf seiner Streamingplattform arte.tv bereit. Für Freitag, 13. November, ist der Start von Jossi in der ARD Mediathek angekündigt. Beide Termine wurden vom Südwestrundfunk bestätigt.
Die erste Staffel umfasst sechs Episoden mit einer durchschnittlichen Länge von rund 30 Minuten. Die Laufzeiten der einzelnen Folgen unterscheiden sich etwas. Insgesamt bietet die Serie knapp drei Stunden Unterhaltung.
Alle sechs Episoden sollen jeweils zum Start in den Mediatheken zur Verfügung stehen. Eine wöchentliche Veröffentlichung ist nicht vorgesehen. ARTE führt sämtliche Folgen bereits mit demselben Verfügbarkeitsdatum auf.
Auch eine klassische Fernsehausstrahlung ist geplant. ARTE zeigt die komplette Serie am 12. November ab 21 Uhr hintereinander. Die sechste und letzte Episode beginnt laut Programmübersicht um 23.25 Uhr.
Im Ersten folgt eine weitere Ausstrahlung in der Nacht von Freitag, 20. November, auf Samstag, 21. November, ab 0.05 Uhr.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Wanja Germann, gespielt von Jannik Schümann. Seine Familie kam vor rund 30 Jahren als russlanddeutsche Migranten nach Berlin. Während seine Eltern ein Restaurant betreiben, versucht Wanja, als Schauspieler Fuß zu fassen.
Der berufliche Durchbruch lässt jedoch auf sich warten. Statt auf großen Filmsets arbeitet Wanja im Escape-Room seines Freundes Assaf. Seine Karriere nimmt erst eine neue Richtung, als er von einem bedeutenden Filmprojekt erfährt.
Der amerikanische Regisseur Sam Rosenberg sucht für seinen geplanten Film einen russischsprachigen Schauspieler. Zugleich soll die Hauptrolle mit einem jüdischen Darsteller besetzt werden. Wanja erfüllt zwar die sprachlichen Anforderungen, ist aber nicht jüdisch.
Um die Gelegenheit nicht zu verlieren, behauptet er kurzerhand das Gegenteil. Seine erfundene Herkunft verschafft ihm tatsächlich die Chance auf ein Casting. Allerdings muss er seine Geschichte anschließend immer wieder gegenüber anderen Menschen aufrechterhalten.
Zusätzlich kompliziert wird die Situation durch Dana Gold. Die erfolgreiche Schauspielerin, verkörpert von Nilam Farooq, arbeitet ebenfalls an dem Filmprojekt und ist selbst Jüdin. Wanja entwickelt Gefühle für sie, während er gleichzeitig versucht, seine Lüge vor ihr zu verbergen.
Aus dieser Ausgangssituation entwickelt sich eine Komödie, in der persönliche Beziehungen, kulturelle Erwartungen und berufliche Interessen miteinander kollidieren.
Neben Wanjas Schauspielkarriere beschäftigt sich „Jossi“ mit dem Alltag seiner Familie. Die Eltern Boris und Sveta führen in Berlin ein Restaurant und haben ihre eigenen wirtschaftlichen und familiären Schwierigkeiten zu bewältigen.
Boris wird von Rezo Tschchikwischwili gespielt, Marina Weis übernimmt die Rolle der Mutter Sveta. Als Wanjas Schwester Mascha ist Irina Kurbanova zu sehen. Sie studiert Jura und verfolgt andere berufliche Ziele als ihr Bruder.
Weitere wichtige Figuren sind Wanjas Freund Assaf, gespielt von Garry Fischmann, sowie der amerikanische Regisseur Sam Rosenberg, den Thomas Loibl verkörpert. Maria Simon übernimmt die Rolle der Produzentin Bettina.
Zur weiteren Besetzung gehören unter anderem Uwe Preuss, Ljuba Krbová und Arnošt Goldflam.
Die familiären Beziehungen bilden einen eigenständigen Teil der Geschichte. Dabei geht es auch um unterschiedliche Vorstellungen von gesellschaftlichem Erfolg, die Erfahrungen einer Einwandererfamilie und das Verhältnis zwischen den Generationen.
Hinter der Produktion steht die Firma Odeon Fiction. Sie realisierte „Jossi“ im Auftrag des Südwestrundfunks und des deutsch-französischen Kultursenders ARTE.
Die ursprüngliche Idee stammt von Schauspieler und Autor Dimitrij Schaad, der unter anderem durch die Netflix-Serie „Kleo“ bekannt ist. Bei „Jossi“ wird er als Creator geführt und war außerdem an der Drehbucharbeit beteiligt.
Als Headautor verantwortete Jonas Zimmermann die Entwicklung der Drehbücher. Weitere Autoren sind Leo Khasin und Andrej Sorin. Die Regie übernahm Wolfgang Groos.
Produzent ist Philip Voges. Die Kameraarbeit lag bei Armin Golisano, die Musik stammt von Helmut Zerlett.
Bereits im September 2025 begannen die Dreharbeiten in Prag und Umgebung. Die Produktion entstand mit einem deutsch-tschechischen Schauspielensemble. Obwohl die Handlung überwiegend in Berlin angesiedelt ist, wurden somit wesentliche Teile außerhalb Deutschlands realisiert.
Eine literarische Vorlage ist nicht ausgewiesen. Die Serie basiert auf der ursprünglichen Idee von Dimitrij Schaad. ARTE führt die Produktion unter dem Titel „Jossi“, der zugleich der Originaltitel ist.
Inhaltlich verbindet „Jossi“ mehrere gesellschaftliche Themen. Die Handlung beschäftigt sich mit kultureller Zugehörigkeit und religiöser Identität, aber auch mit den Erwartungen einer Filmbranche, die bei der Rollenbesetzung auf Diversität achtet.
Die erfundene jüdische Identität des Hauptdarstellers ist dabei der Ausgangspunkt für die satirische Auseinandersetzung. Zugleich spielt die Serie mit den Widersprüchen zwischen öffentlicher Selbstdarstellung und persönlicher Wirklichkeit.
Nilam Farooq erklärte in einem Interview mit SWR1 vom 5. November 2026, dass solche Themen häufig als schwierig empfunden würden. Sie betonte, dass es Leichtigkeit brauche, um darüber zu sprechen und Gespräche zu ermöglichen.
Damit setzt die Produktion auf einen komödiantischen Zugang zu Fragen, die auch außerhalb der Filmwelt eine Rolle spielen. Neben den kulturellen Missverständnissen stehen die persönlichen Beziehungen der Figuren im Mittelpunkt.
Mit sechs Episoden ist die erste Staffel von „Jossi“ vergleichsweise kompakt angelegt. ARTE und die ARD setzen dabei auf unterschiedliche Veröffentlichungstermine, machen die Serie aber bereits vor der späteren Fernsehausstrahlung im Ersten zum Streamingangebot.
Für Zuschauerinnen und Zuschauer ist ARTE somit die früheste Anlaufstelle. Ab dem 12. November sollen sämtliche Folgen auf arte.tv verfügbar sein. Die ARD Mediathek übernimmt die Serie am 13. November.
Die Produktion wird mit Untertiteln angeboten. Ob eine weitere Staffel geplant ist, wurde bislang nicht angekündigt.
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