
Florian Kastenmeier wechselt zu Feyenoord Rotterdam. Was am Nachmittag des 1. September zunächst als Transfermeldung aus den Niederlanden bekannt wurde, ist inzwischen offiziell bestätigt. Der niederländische Erstligist verpflichtete den früheren Kapitän von Fortuna Düsseldorf ablösefrei und stattete den 29 Jahre alten Torhüter mit einem Vertrag für eine Saison aus. Die Vereinbarung enthält nach Angaben von Feyenoord eine Option auf ein weiteres Jahr.
Ausgangspunkt war eine Meldung des niederländischen Fußballportals FR12.nl. Das Medium meldete am 1. September um 16.28 Uhr, Feyenoord habe mit Kastenmeier eine Einigung erzielt und es seien lediglich letzte Formalitäten zu erledigen. Wenige Stunden später, um 20 Uhr, veröffentlichte Feyenoord die Verpflichtung auf der eigenen Vereinsseite. Damit war aus dem zunächst nicht offiziell bestätigten Bericht ein vollzogener Transfer geworden.
Eine Ablösesumme wird nicht fällig. Kastenmeiers Vertrag bei Fortuna Düsseldorf war zum 30. Juni 2026 ausgelaufen. Der Düsseldorfer Klub hatte bereits am 8. Juni offiziell mitgeteilt, dass der Torhüter seinen Vertrag nicht verlängern werde. Fortuna und Kastenmeier gingen damit nach sieben gemeinsamen Jahren getrennte Wege. Eine Zustimmung der Düsseldorfer zu einem späteren Wechsel war nicht mehr erforderlich.
Der Kastenmeier Vertrag bei Feyenoord läuft zunächst für die Saison 2026/27. Anschließend kann die Zusammenarbeit über die vereinbarte Option um ein weiteres Jahr verlängert werden. Der Torwart erhält in Rotterdam wie zuletzt in Düsseldorf die Rückennummer 33. Feyenoord bezeichnete ihn bei der Vorstellung ausdrücklich als erfahrene Verstärkung für seine Torhütergruppe.
Für Kastenmeier bei Feyenoord Rotterdam beginnt zugleich das erste längere Auslandsengagement seiner Profikarriere. Der am 28. Juni 1997 in Regensburg geborene Schlussmann war 2019 vom VfB Stuttgart II zu Fortuna Düsseldorf gewechselt. Insgesamt absolvierte er nach Vereinsangaben 228 Pflichtspiele für die Rheinländer. Darunter waren 17 Bundesliga-Partien, 194 Spiele in der 2. Bundesliga, 15 Begegnungen im DFB-Pokal sowie zwei Relegationsspiele.
Auch in seiner letzten Düsseldorfer Saison blieb Kastenmeier eine zentrale Figur. In der Spielzeit 2025/26 absolvierte er nach den Daten des DFB 32 der 34 Zweitliga-Partien. Hinzu kamen beide Spiele der Fortuna im DFB-Pokal. Damit stand er in 34 Pflichtspielen im Tor. Fortuna stieg am Saisonende aus der 2. Bundesliga in die 3. Liga ab.
Florian Kastenmeier verlässt Fortuna Düsseldorf damit nach einer Saison, in der er nicht nur Stammtorhüter, sondern auch Mannschaftskapitän war. Cheftrainer Daniel Thioune hatte ihn am 8. Juli 2025 zum Nachfolger des ausgeschiedenen André Hoffmann bestimmt. Kastenmeier hatte die Mannschaft zuvor bereits mehrfach als Stellvertreter mit der Binde angeführt. Thioune begründete seine Entscheidung damals mit den Worten: Flo hat sich in den letzten Jahren überragend entwickelt, sowohl sportlich als auch menschlich.
Kastenmeier gab das Kapitänsamt nicht während der Saison ab. Seine Zeit als Spielführer endete mit seinem Abschied nach der Spielzeit 2025/26 und dem Auslaufen seines Vertrags Ende Juni. Am 12. Juli ernannte der neue Trainer Alexander Ende Jorrit Hendrix zum Kapitän für die Drittligasaison 2026/27. Matthias Zimmermann wurde dessen Stellvertreter.
Der Abgang war Teil eines größeren Umbaus bei der Fortuna. Sportvorstand Samir Arabi hatte nach Bekanntgabe der Trennung erklärt: Wir haben uns sehr um Florian Kastenmeier bemüht, um die kleine Chance, dass er bei der Fortuna bleibt, zu nutzen. Nach Vereinsangaben sah Kastenmeier seine sportliche Zukunft jedoch in einer höheren Liga.
Die Düsseldorfer stellten ihre Torhütergruppe anschließend neu auf. Lasse Rieß wurde für die Saison 2026/27 vom Bundesligisten Mainz 05 ausgeliehen und erhielt die Rückennummer 1. Arabi erklärte bei der Verpflichtung, Rieß bringe die Voraussetzungen mit, um bei Fortuna eine tragende Rolle zu übernehmen. Dazu verpflichtete der Drittligist den 22 Jahre alten Louis Lord von Erzgebirge Aue. Lord unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028. Als weiterer Torhüter gehört Milan Czakó zum aktuellen Profikader.
Der Torwart Kastenmeier wechselt ablösefrei also zu einem Zeitpunkt, an dem sein früherer Verein die Nachfolge längst geregelt hat. Fortuna startet mit Rieß, Lord und Czakó in die neue Saison, während Kastenmeier bei einem Champions-League-Teilnehmer eine neue Rolle übernimmt.
Bei Feyenoord trifft Kastenmeier auf einen weiteren deutschen Torhüter. Tjark Ernst war im Juli von Hertha BSC nach Rotterdam gewechselt und unterschrieb einen Vertrag bis 2030. Feyenoord vergab die Rückennummer 1 an den 23-Jährigen. Neben Ernst und Kastenmeier stehen derzeit auch Liam Bossin mit der Nummer 39 und Mannou Berger mit der Nummer 37 im Profikader.
Eine offizielle Einstufung Kastenmeiers als feste Nummer zwei veröffentlichte Feyenoord bei seiner Vorstellung nicht. Der Verein erklärte jedoch, mit ihm die gewünschte zusätzliche Erfahrung in die Torhütergruppe zu holen. Kastenmeier selbst machte deutlich, dass ihm seine Ausgangsposition bewusst ist. Gegenüber den offiziellen Vereinskanälen erklärte er, er kenne seine Rolle und werde bereitstehen, wenn er gebraucht werde.
Seine Verpflichtung ist nicht auf die niederländischen Wettbewerbe beschränkt. Kastenmeier wurde auch für Feyenoords Champions-League-Kader gemeldet. Die UEFA führt ihn mit der Nummer 33 in der Torhütergruppe der Rotterdamer. Damit kann er auch in der Ligaphase des europäischen Wettbewerbs eingesetzt werden.
Dass der Wechsel nach dem Ende beziehungsweise in der Schlussphase der deutschen Sommertransferperiode zustande kommen konnte, hat mit den unterschiedlichen Registrierungsfristen der nationalen Verbände zu tun. Für die Anmeldung eines Spielers bei einem niederländischen Klub ist die niederländische Wechselperiode maßgeblich.
Die KNVB hatte die Sommerperiode für internationale Zugänge im Männerfußball in der Saison 2026/27 vom 22. Juni bis einschließlich 2. September um 23.59 Uhr festgelegt. Kastenmeier unterschrieb bereits am Abend des 1. September bei Feyenoord. Der Wechsel lag damit innerhalb der niederländischen Registrierungsfrist.
Zusätzlich war Kastenmeier seit dem Auslaufen seines Fortuna-Vertrags vereinslos. Es musste daher weder eine Ablösesumme ausgehandelt noch ein laufender Vertrag aufgelöst werden. Für einen internationalen Vereinswechsel gelten dennoch die üblichen Verbandsformalitäten. Die KNVB verweist dabei auf die FIFA-Regeln und das internationale Transferzertifikat des bisherigen Verbandes.
Der Feyenoord Rotterdam Transfer führt Kastenmeier damit von einem deutschen Drittligisten, bei dem sein Vertrag bereits beendet war, zu einem niederländischen Spitzenklub mit Champions-League-Teilnahme. Nach sieben Jahren und 228 Pflichtspielen bei Fortuna beginnt für den früheren Kapitän nun ein neuer Abschnitt seiner Laufbahn.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu