Kitchen Impossible heute: Tim Mälzer und Cornelia Poletto holen ihre Mentoren an den Herd

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
Tech Daily

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Bei VOX wird heute Abend wieder gekocht, geraten, geschimpft und improvisiert. Um 20:15 Uhr läuft „Kitchen Impossible“. Gezeigt wird Folge 2 der zehnten Staffel mit einem besonderen Duell: Tim Mälzer tritt gemeinsam mit Gennaro Contaldo gegen Cornelia Poletto und Anna Sgroi an. Damit bekommt das Format eine persönliche Note, denn beide Hamburger Kochprofis holen sich ausgerechnet jene Menschen an die Seite, die ihr kulinarisches Verständnis stark geprägt haben.

Das Ziel des Abends ist Italien. Das ist in dieser Konstellation keine Überraschung, denn Gennaro Contaldo und Anna Sgroi sind beide in Italien geboren und aufgewachsen. Aus dem üblichen Einzelduell wird damit ein generationenübergreifendes Team-Duell, bei dem Erinnerung, Herkunft und Handwerk eng miteinander verbunden sind. Für Tim Mälzer bedeutet die Reise mit Gennaro Contaldo auch eine Rückkehr zu den Wurzeln seiner eigenen Küche. Für Cornelia Poletto wird das Zusammenspiel mit Anna Sgroi zu einer Reise in jene kulinarische Schule, die sie geprägt hat.

Worum geht es in der heutigen Kitchen-Impossible-Folge?

Die heutige Folge trägt den Titel „Tim Mälzer & Gennaro Contaldo vs. Cornelia Poletto & Anna Sgroi“. Die Teams reisen durch Italien und müssen dort klassische Gerichte nachkochen, ohne ein Rezept zu kennen. Wie immer bei „Kitchen Impossible“ liegt in der schwarzen Box nur das Originalgericht. Die Kandidaten müssen schmecken, riechen, zerlegen, einkaufen, kochen und am Ende hoffen, dass sie möglichst nah an das Original herankommen.

Der besondere Reiz dieser Ausgabe liegt darin, dass die Aufgaben nicht nur technisch anspruchsvoll sind, sondern auch emotional aufgeladen. Es geht um italienische Küche, um regionale Traditionen und um Gerichte, die für die Mentorinnen und Mentoren persönliche Bedeutung haben. Wer Italien nur als Pasta, Pizza und Amalfiküste kennt, bekommt hier eine deutlich präzisere kulinarische Landkarte: Ischia, Minori, Sorrent, Sizilien und Turin werden zu Prüfungsorten.

Tim Mälzer und Gennaro Contaldo auf Ischia

Für Tim Mälzer beginnt die Reise gemeinsam mit Gennaro Contaldo. Die beiden fahren von Neapel nach Ischia. Dort wartet die schwarze Box mit einer doppelten Herausforderung. Sie müssen „Kaninchen all’Ischitana“ nachkochen, ein traditionelles Gericht der Insel. Dazu kommen klassische Fleischbällchen mit einer ihnen unbekannten weißen Creme.

Diese Aufgabe passt perfekt zum Prinzip der Sendung. Ein Gericht wie „Kaninchen all’Ischitana“ lebt nicht nur von Zutaten, sondern von Erfahrung, regionalem Wissen und genauer Zubereitung. Wer die falsche Kräuternote trifft, die Garzeit unterschätzt oder die Sauce nicht richtig aufbaut, liegt schnell daneben. Für Mälzer ist die Situation zusätzlich ungewohnt, weil er an der Seite von Gennaro Contaldo eher in die Rolle des Sous-Chefs rückt. Das Format zeigt ihn dadurch weniger als lautstarken Alleinkämpfer, sondern als Koch, der sich führen lassen muss.

Von Neapel über die Amalfiküste nach Minori

Die zweite Station führt Tim Mälzer und Gennaro Contaldo weiter entlang der Amalfiküste nach Minori, den Heimatort Contaldos. Für Mälzer hat dieser Ort eine besondere Bedeutung. Bereits 2022 wurde er bei „Kitchen Impossible“ nach Minori geschickt. Diesmal kehrt er gemeinsam mit Gennaro zurück.

An einer reich gedeckten Tafel mit Familie und Freunden wartet die nächste schwarze Box. Die Herausforderung besteht aus Cannelloni und der berühmten „Delizia al Limone“. Gerade dieses Dessert ist mehr als eine Süßspeise. Es steht für die Zitronenkultur der Region und für eine Patisserie, bei der Balance entscheidend ist. Säure, Süße, Creme, Biskuit und Duft müssen zusammenspielen. Für Mälzer und Contaldo wird die Aufgabe deshalb nicht nur handwerklich, sondern auch emotional schwierig: Sie kochen in einem Umfeld, in dem jeder am Tisch genau weiß, wie das Original schmecken muss.

Cornelia Poletto und Anna Sgroi in Sizilien

Auch Cornelia Poletto und Anna Sgroi starten mit einer Reise in die Vergangenheit. Ihre erste Aufgabe führt sie nach Motta Camastra auf Sizilien, in die Heimatregion von Anna Sgroi. Dort wartet keine kleine Aufgabe, sondern gleich ein ganzes Paket traditioneller Gerichte. Die beiden müssen unter den Augen der Einheimischen mehrere Speisen nachkochen.

Für Poletto ist diese Station eng mit ihrer eigenen kulinarischen Entwicklung verbunden. Anna Sgroi hat ihr Verständnis italienischer Küche mitgeprägt. In Sizilien wird daraus eine Prüfung, die weit über sauberes Handwerk hinausgeht. Pasta, regionale Techniken und Dessertzubereitung verlangen Gespür für Tradition und Genauigkeit. Das Dorf, die Einheimischen und die Herkunft der Gerichte erhöhen den Druck zusätzlich. In „Kitchen Impossible“ geht es selten nur darum, ob etwas gut schmeckt. Entscheidend ist, ob es so schmeckt, wie es dort schmecken muss.

Turin und das königliche Bollito Misto

Die zweite Herausforderung für Cornelia Poletto und Anna Sgroi führt nach Turin. In der piemontesischen Hauptstadt öffnen sie die schwarze Box auf der Piazza della Repubblica. Darin wartet ein Klassiker aus dem Norden Italiens: Bollito Misto. Das Gericht besteht aus verschiedenen gekochten Fleischsorten und aromatischen Saucen, darunter häufig Salsa Verde.

Bollito Misto wirkt auf den ersten Blick einfacher, als es ist. Tatsächlich verlangt es präzise Garzeiten, gute Brühe, das richtige Fleisch, saubere Schnitte und Saucen mit eigener Balance. Gerade in einem Format wie „Kitchen Impossible“ ist das eine tückische Aufgabe. Wer das Gericht unterschätzt, verliert Tiefe. Wer es überlädt, entfernt sich vom Original. Für Poletto und Sgroi wird Turin damit zum Gegenpol zur sizilianischen Station: andere Region, andere Tradition, andere Aromatik.

Das Konzept: Kochen ohne Rezept, bewertet von Kennern

„Kitchen Impossible“ lebt seit Jahren von einem einfachen, aber wirkungsvollen Prinzip. Profiköche bekommen ein ihnen unbekanntes Gericht serviert, müssen es analysieren und anschließend ohne Rezept nachkochen. Der einzige echte Hinweis ist das, was auf dem Teller liegt. Zutaten, Technik und Abläufe müssen aus Geschmack, Geruch und Optik rekonstruiert werden.

Bewertet wird anschließend von Menschen, die das Original kennen. Genau das macht die Sendung härter als viele andere Kochshows. Eine prominente Jury oder ein neutraler Kritiker entscheidet nicht allein über Stil oder Kreativität. Stattdessen sitzen Menschen am Tisch, die mit dem Gericht Erinnerungen verbinden. Sie erkennen, ob eine Sauce zu flach ist, ob eine Textur nicht stimmt oder ob ein Duft fehlt. Deshalb kann auch ein technisch sehr gutes Gericht scheitern, wenn es nicht das Original trifft.

Warum die heutige Folge besonders ist

Die heutige Ausgabe ist mehr als ein normales Kochduell. Sie verbindet zwei bekannte Gesichter des Formats mit ihren kulinarischen Mentorinnen und Mentoren. Tim Mälzer und Cornelia Poletto treten nicht einfach gegeneinander an, sondern bringen Menschen mit, die für ihre Küchenbiografie wichtig sind. Dadurch bekommt die Folge eine persönliche Ebene, die über den üblichen Wettbewerb hinausgeht.

Zugleich ist Italien ein dankbares, aber gefährliches Ziel. Viele Gerichte wirken vertraut, doch gerade traditionelle italienische Küche verzeiht wenig. Sie lebt von regionaler Präzision, wenigen Zutaten und einer sehr genauen Vorstellung davon, wie etwas schmecken soll. Wer danebenliegt, kann sich nicht hinter Showeffekten verstecken. Deshalb verspricht die Folge einen Abend, an dem Emotion, Erfahrung und handwerklicher Druck eng beieinanderliegen.

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