
ProSieben setzt heute Abend auf eine der auffälligsten US-Komödien der vergangenen Jahre. Um 20:15 Uhr läuft „No Hard Feelings“ mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle. Der Film aus dem Jahr 2023 erzählt von einer Frau, die kurz vor dem finanziellen Zusammenbruch steht und deshalb einen Auftrag annimmt, der ebenso absurd wie moralisch heikel ist. Was zunächst wie eine derbe Sommerkomödie beginnt, entwickelt sich zu einer Geschichte über Einsamkeit, soziale Gegensätze und das schwierige Erwachsenwerden.
Jennifer Lawrence spielt Maddie Barker, eine Taxifahrerin und Barkeeperin aus Montauk. Ihr Leben gerät aus den Fugen, als sie ihr Auto verliert und damit auch ihre wichtigste Einnahmequelle. Gleichzeitig droht ihr der Verlust des Hauses, das sie von ihrer Mutter geerbt hat. In dieser Lage stößt sie auf eine Anzeige wohlhabender Eltern. Sie suchen eine Frau, die ihren schüchternen 19-jährigen Sohn Percy vor dem College aus seinem Schneckenhaus holen soll. Als Gegenleistung winkt Maddie ein Auto.
Maddie Barker steht wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand. Montauk, ihr Heimatort auf Long Island, hat sich verändert. Wohlhabende Zugezogene, steigende Kosten und offene Steuerschulden setzen sie unter Druck. Als ihr Auto gepfändet wird, kann sie kaum noch arbeiten. Genau in diesem Moment entdeckt sie das ungewöhnliche Angebot der Beckers.
Laird und Allison Becker sind reiche, überfürsorgliche Eltern. Ihr Sohn Percy ist intelligent, freundlich und völlig zurückhaltend. Bevor er nach Princeton geht, soll er nach dem Wunsch seiner Eltern mehr Selbstvertrauen entwickeln und erste romantische Erfahrungen sammeln. Maddie soll diese Aufgabe übernehmen. Für sie ist der Job zunächst vor allem ein Geschäft. Für Percy wird die Begegnung mit Maddie jedoch schnell zu etwas, das sich nicht so einfach in den Plan seiner Eltern pressen lässt.
„No Hard Feelings“ lebt von einem bewusst provokanten Ausgangspunkt. Eine erwachsene Frau soll einen 19-Jährigen verführen, weil dessen Eltern seine soziale Unsicherheit lösen wollen. Der Film spielt mit der Irritation dieser Idee und setzt zunächst auf körperbetonte, peinliche und laut zugespitzte Komik. Maddie geht direkt vor, Percy reagiert überfordert, und aus dem vermeintlich einfachen Auftrag wird eine Kette von Missverständnissen.
Doch der Film bleibt nicht nur bei der grellen Oberfläche. Mit der Zeit verschiebt sich der Ton. Maddie erkennt, dass Percy kein Problem ist, das sich mit einem Trick lösen lässt. Percy wiederum merkt, dass Maddie hinter ihrer schroffen Art selbst verletzlich ist. So entsteht aus der absurden Prämisse eine Freundschaft, die beiden Figuren mehr abverlangt, als sie erwartet haben.
Für Jennifer Lawrence war „No Hard Feelings“ eine sichtbare Rückkehr zur großen Studiokomödie. Nach Dramen, Franchise-Filmen und Prestigeprojekten zeigt sie hier eine sehr körperliche, ungeschönte und mutige komische Seite. Maddie ist nicht als glatte Sympathieträgerin angelegt. Sie ist impulsiv, wütend, manchmal egoistisch und häufig zu direkt. Gerade dadurch bekommt die Figur Energie.
Lawrence trägt viele Szenen über Timing, Mimik und eine Mischung aus Dreistigkeit und Verzweiflung. Die Komik entsteht nicht nur daraus, dass Maddie Grenzen überschreitet, sondern auch daraus, dass ihr Plan nie so funktioniert, wie sie es sich vorstellt. Der Film nutzt ihre Starpräsenz, macht sie aber zugleich bewusst unperfekt. Das unterscheidet „No Hard Feelings“ von vielen harmloseren romantischen Komödien.
Andrew Barth Feldman spielt Percy Becker als deutlichen Gegenpol zu Maddie. Percy ist kein klassischer Teenagerklischee-Charakter, sondern ein junger Mann, der sich in seiner eigenen Welt eingerichtet hat. Er ist höflich, unsicher, musikalisch, klug und sozial unerfahren. Seine Eltern glauben, ihn vor dem Leben schützen zu müssen, und erreichen damit genau das Gegenteil.
Die Stärke des Films liegt darin, Percy nicht einfach lächerlich zu machen. Zwar entstehen viele komische Situationen aus seiner Unsicherheit, doch die Figur bekommt Würde und Eigenständigkeit. Besonders in den ruhigeren Momenten wird deutlich, dass Percy nicht nur von Maddie lernen muss. Auch Maddie muss begreifen, dass sie ihn nicht benutzen kann, ohne selbst mit den Folgen ihres Handelns konfrontiert zu werden.
Matthew Broderick und Laura Benanti spielen Percys Eltern Laird und Allison Becker. Ihre Figuren verkörpern eine Form von Fürsorge, die längst zur Kontrolle geworden ist. Sie wollen ihrem Sohn helfen, überschreiten dabei aber massiv Grenzen. Dass sie eine fremde Frau engagieren, um Percys Entwicklung zu beschleunigen, ist der satirische Kern des Films.
Der Film macht daraus eine zugespitzte Kritik an Helikoptereltern, Statusdenken und der Angst, Kinder könnten ohne permanente Steuerung scheitern. Die Beckers meinen es gut, handeln aber übergriffig. Genau diese Spannung sorgt dafür, dass „No Hard Feelings“ nicht nur als derbe Komödie funktioniert, sondern auch als Kommentar auf moderne Erziehungsunsicherheit.
Regie führte Gene Stupnitsky, der das Drehbuch gemeinsam mit John Phillips schrieb. Die Musik stammt von Mychael Danna und Jessica Rose Weiss, die Kamera führte Eigil Bryld. Der Film wurde von Columbia Pictures produziert und erschien 2023.
Zur Besetzung gehören Jennifer Lawrence als Maddie Barker, Andrew Barth Feldman als Percy Becker, Matthew Broderick als Laird Becker, Laura Benanti als Allison Becker, Natalie Morales als Sara, Scott MacArthur als Jim, Ebon Moss-Bachrach als Gary und Hasan Minhaj als Doug Khan. Jennifer Lawrence war zudem als Produzentin beteiligt.
„No Hard Feelings“ ist kein braver Wohlfühlfilm. Die Komödie arbeitet mit einer gewagten Prämisse, deutlichen Pointen und Situationen, die bewusst unangenehm sein dürfen. Gleichzeitig hat der Film mehr Herz, als die Ausgangsidee zunächst vermuten lässt. Unter der Oberfläche geht es um wirtschaftlichen Druck, soziale Unterschiede, Einsamkeit und die Frage, wie Menschen erwachsen werden, wenn sie ständig aneinander vorbeiplanen.
Für den ProSieben-Abend ist der Film damit ein auffälliges Gegenprogramm zu Krimi, Magazin und klassischen Familienformaten. Wer Jennifer Lawrence in einer ungewohnt komischen, rauen und sehr direkten Rolle sehen möchte, bekommt heute eine Komödie, die zwischen derbem Humor und überraschend leisen Momenten wechselt.
Am Dienstagmorgen hat die Stadtverwaltung Münster die Bänke und Sitzgelegenheiten am Servatiiplatz entfernt. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die Situation in diesem Bereich zu entschärfen, der sich in den letzten Monaten zu einem Hotspot für Drogenhandel und Straßenkriminalität entwickelt hat. Die Bänke sollen erst dann wieder aufgestellt werden, wenn sich die Lage beruhigt hat.
Erst vor einigen Monaten wurden die Bänke im Von-Vincke-Park entfernt, nachdem es dort zu Problemen mit Drogendealern gekommen war. Die Szene verlagerte sich daraufhin zum Servatiiplatz, der sich nun ebenfalls zu einem Brennpunkt entwickelt hat. Die Stadt steht nun vor der Herausforderung, zu verhindern, dass sich die Szene nach dem erneuten Abbau der Sitzgelegenheiten erneut verlagert.
Die Stadtverwaltung und die Polizei werden die Entwicklung am Servatiiplatz eng begleiten und, wenn nötig, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten eingreifen. Die Stadt wird immer dann als Ordnungsbehörde tätig, wenn geltende Regeln verletzt und die öffentliche Sicherheit durch konkrete Verhaltensweisen von Personen gefährdet wird.
Am Servatiiplatz kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Erst kürzlich gerieten dort zwei Männer in einen Streit, der in einer körperlichen Auseinandersetzung endete. Die Polizei konnte die Kontrahenten trennen und hat ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 17-jährigen Tatverdächtigen eingeleitet.
Eine spezielle Ermittlungskommission der Polizei kümmert sich um den Servatiiplatz. In den vergangenen acht Wochen hat diese bereits 25 Strafverfahren eingeleitet. Zudem wurde ein 22-jähriger Tatverdächtiger festgenommen, der im Verdacht steht, über einen längeren Zeitraum am Servatiiplatz mit Marihuana und Kokain gehandelt zu haben.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu