
Die Öffentlichkeitsfahndung Köln im Fall der 2017 getöteten Zare Gyndy wird neu verstärkt. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei suchen mit neuen Fahndungsplakaten nach dem Vater der damals 19-jährigen Frau. Der inzwischen 54 Jahre alte Hassan Fayas Gyndy steht im Verdacht, seine schwangere Tochter am 4. Januar 2017 in Köln ermordet zu haben. Nach Angaben der Polizei Köln ist sein Aufenthaltsort seit Jahren unbekannt.
Die Ermittler haben ihre Suche nach Hassan Fayas Gyndy noch einmal intensiviert. Dazu wurden neue Fahndungsplakate veröffentlicht, die in deutscher und kurdischer Sprache abrufbar sind. Auf den Plakaten sind auch Fotos des Tatverdächtigen zu sehen. Die Öffentlichkeitsfahndung Köln richtet sich ausdrücklich an mögliche Zeugen, die Hinweise zum Aufenthaltsort des Mannes geben können. Die Polizei bittet darum, entsprechende Informationen an das zuständige Kriminalkommissariat weiterzugeben.
Nach Angaben der Polizei soll Hassan Fayas Gyndy nach der Tat in den Irak geflohen sein. Von dort habe er sich bei der Polizei gemeldet und angegeben, wo sich die Leiche seiner Tochter befand. Seitdem fehlt von ihm jede Spur. Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass er sich weiterhin dem Zugriff der deutschen Behörden entzieht. Die Staatsanwaltschaft Köln hat für Hinweise, die zur Ergreifung des Tatverdächtigen führen, eine Belohnung von 5000 Euro ausgelobt.
Die Polizei bezeichnet den Fall in ihrer Mitteilung als sogenannten „Ehrenmord“. Demnach war Hassan Fayas Gyndy yezidischen Glaubens und mit der Lebensführung seiner Tochter nicht einverstanden. Darin könnte nach Einschätzung der Ermittler ein mögliches Motiv liegen. Fest steht nach der vorliegenden Mitteilung, dass sich der Verdacht gegen den Vater der getöteten 19-Jährigen richtet. Über das Verfahren selbst erteilt ausschließlich die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Köln Auskunft.
Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 44 der Polizei Köln unter der Telefonnummer 0221 229-0 entgegen. Außerdem können Informationen per E-Mail an mkzafira.koeln@polizei.nrw.de übermittelt werden. Das Fahndungsplakat und die Fotos des Tatverdächtigen sind über das Fahndungsportal der Polizei Nordrhein-Westfalen abrufbar. Die Ermittler hoffen, dass die erneute Öffentlichkeitsfahndung Köln Bewegung in den seit Jahren offenen Mordfall bringt.
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