
In Apensen im niedersächsischen Landkreis Stade beginnen am Montag, 26. Oktober 2026, umfangreiche Straßenbauarbeiten. Der Kreisverkehr an den Landesstraßen 127 und 130 in der Ortsmitte wird zunächst für etwa zwei Wochen vollständig gesperrt. Anschließend folgen weitere Arbeiten an der Beckdorfer Straße. Insgesamt soll die Sanierung bis zum 13. November dauern. Neben dem Autoverkehr sind auch mehrere Buslinien betroffen.
Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat die Arbeiten am Kreisverkehr in Apensen für Montag, 26. Oktober, angekündigt. Betroffen ist die Kreuzung der beiden Landesstraßen L127 und L130 im Ortszentrum. Die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen führt die Baustelle im Bereich der Stader Straße und Beckdorfer Straße zwischen Beim Untervogt und Zevener Straße.
In der ersten Bauphase wird der Kreisverkehr vollständig für den allgemeinen Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Landesbehörde begründet die Vollsperrung mit den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen für die Beschäftigten auf der Baustelle. Eine Verkehrsführung unmittelbar durch den betroffenen Kreisverkehr ist während dieser Arbeiten nicht vorgesehen.
Für die ersten beiden Bauwochen, vom 26. Oktober bis voraussichtlich 8. November, gelten die weitreichendsten Einschränkungen. Eine genaue Uhrzeit für den Beginn der Vollsperrung wurde nicht veröffentlicht. Die Verkehrsmanagementzentrale führte die Bauarbeiten am 26. Oktober bereits in ihrer Meldung von 6.17 Uhr auf.
Nach dem Abschluss der Arbeiten am eigentlichen Kreisverkehr soll ein Teil der Verbindung wieder befahrbar werden. Vorgesehen ist zunächst die Freigabe zwischen Buxtehuder Straße und Stader Straße.
Die Sanierung wird anschließend im Bereich der Beckdorfer Straße fortgesetzt. Die Arbeiten reichen dort auf der Seite der Classic-Tankstelle bis zur Kreuzung Zevener Straße und Beckdorfer Straße. Auch dieser Abschnitt muss vollständig gesperrt werden.
Für diesen letzten Teil der Maßnahme ist voraussichtlich die Zeit vom 9. bis 13. November vorgesehen. Damit handelt es sich nicht um eine durchgehende dreiwöchige Vollsperrung des gesamten Kreisverkehrs. Vielmehr verändern sich die gesperrten Fahrbeziehungen mit dem Baufortschritt.
Die endgültige Freigabe hängt vom tatsächlichen Verlauf der Bauarbeiten ab. Auch witterungsbedingte Verschiebungen sind nach Angaben der Kreiszeitung Wochenblatt möglich.
Während der Sanierung wird der Verkehr großräumig an der Ortsmitte vorbeigeführt. Für die Arbeiten an der Beckdorfer Straße nennt die Straßenbaubehörde ausdrücklich ausgewiesene Umleitungen über Nindorf, Goldbeck und Beckdorf.
Die Verkehrsführung soll zugleich gewährleisten, dass die örtlichen Gewerbebetriebe erreichbar bleiben. Nach Angaben der Landesbehörde besitzen die Geschäfte während der ersten beiden Bauwochen alternative Zufahrtsmöglichkeiten. In der letzten Bauphase erfolgt die Erreichbarkeit über die ausgeschilderten Umleitungen.
Eine zusätzliche Einschränkung betrifft die Straße Auf dem Brink. Eine vorübergehende Freigabe für den allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr aus Richtung Zevener Straße ist nicht vorgesehen.
Der Landkreis Stade begründete diese Entscheidung gegenüber der Kreiszeitung Wochenblatt mit den baulichen Verhältnissen. Die schmale Straße mit Klinkerpflaster sei nicht für den zusätzlichen Verkehr der beiden Landesstraßen geeignet. Für Linienbusse besteht dagegen eine Ausnahmegenehmigung.
Auch abseits des eigentlichen Baustellenbereichs müssen Autofahrer geänderte Verkehrsregeln beachten. In der Schulstraße gilt vom 26. Oktober bis einschließlich 13. November eine vorübergehende Einbahnstraßenregelung.
Während dieses Zeitraums darf die Schulstraße mit dem Auto ausschließlich von der Neukloster Straße in Richtung Stader Straße befahren werden. Die Einfahrt aus Richtung Stader Straße ist für den allgemeinen Autoverkehr untersagt.
Eine Ausnahme gilt für Linienbusse. Diese dürfen die Schulstraße auch entgegen der vorgegebenen Fahrtrichtung nutzen. Dadurch bleiben bestimmte Umleitungsstrecken des öffentlichen Nahverkehrs möglich.
Nach dem geplanten Abschluss der Bauarbeiten soll die zeitlich begrenzte Einbahnstraßenregelung wieder aufgehoben werden.
Die Straßensperrung wirkt sich auch auf den öffentlichen Personennahverkehr aus. Die KVG Stade hat für die Linien 2035, 2036, 2067, 2724 und 2935 geänderte Verkehrsführungen angekündigt. Die veröffentlichten Regelungen gelten zunächst für die ersten beiden Bauabschnitte bis zum 8. November.
Die Linie 2035 wird über Auf dem Brink und die Fruchtallee umgeleitet. Die Haltestelle Apensen, Beckdorfer Straße entfällt vorübergehend. Als Ersatz dient eine Haltestelle in der Fruchtallee auf Höhe der Hausnummer 6a. Für einzelne Fahrten gelten zusätzliche Abweichungen.
Auf der Linie 2036 führt die Umleitung über die Neukloster Straße und die Schulstraße. Nicht bedient werden die Haltestelle Apensen, Rathaus und die Haltestelle Apensen, Stader Straße in Richtung Buxtehude. Eine Ersatzhaltestelle befindet sich in der Schulstraße an der Kreuzung zur Neukloster Straße. Bei bestimmten Fahrten entfällt außerdem die Haltestelle Beckdorfer Straße.
Die Linie 2067 nutzt je nach Fahrtrichtung unterschiedliche Umleitungswege. Fahrten von und nach Nindorf werden über Schulstraße, Neukloster Straße und Buxtehuder Straße geführt. Für Fahrten von und nach Beckdorf sind unter anderem die Fruchtallee, Auf dem Brink und die Zevener Straße vorgesehen.
Auch die Linie 2724 erhält eine geänderte Streckenführung. Die Haltestellen Beckdorf, Horneburger Kamp und Apensen, Beckdorfer Straße entfallen. Fahrgäste können stattdessen die Haltestellen Beckdorf, Hauptstraße und Apensen, Rathaus nutzen.
Bei der Linie 2935 sind mehrere Umleitungsabschnitte vorgesehen. Unter anderem entfallen die Haltestellen Apensen, Gräfenweg, Apensen, Beckdorfer Straße sowie Apensen, Stader Straße in Richtung Bahnhof Apensen. Auch hier verweist die KVG auf die Ersatzhaltestelle in der Fruchtallee.
Für den letzten Bauabschnitt vom 9. bis 13. November will das Verkehrsunternehmen die entsprechenden Regelungen gesondert aktualisieren. Baustellenfahrpläne stellt die KVG auf ihrer Internetseite bereit.
Hintergrund der Bauarbeiten sind erhebliche Schäden am Straßenbelag des Kreisverkehrs. Nach Angaben der Landesbehörde wird der beschädigte Asphalt erneuert. Zusätzlich werden einzelne Bordsteine und Entwässerungsrinnen saniert.
Ziel der Maßnahme ist es, die Verkehrssicherheit auf den betroffenen Landesstraßen dauerhaft zu erhalten. Für die Sanierung sind Kosten von rund 260.000 Euro vorgesehen.
Die Straßenbaubehörde rechnet während der Arbeiten mit vorübergehenden Beeinträchtigungen für Verkehrsteilnehmer und Gewerbebetriebe. Sie bittet deshalb um besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme im Baustellenbereich.
Planmäßig sollen die Arbeiten Mitte November abgeschlossen werden. Bis dahin müssen Autofahrer die ausgeschilderten Umleitungen und die zusätzlichen Verkehrsregelungen im Ortszentrum berücksichtigen. Fahrgäste der betroffenen Buslinien sollten vor Fahrtantritt die aktuellen Baustellenfahrpläne prüfen.
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