Kryptomarkt unter Druck: Hohe US-Inflation belastet Bitcoin und Co.

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der Kryptomarkt hat nach überraschend hohen Inflationszahlen aus den USA eine schwache Handelswoche erlebt. Bitcoin, Ethereum und XRP verloren zeitweise deutlich an Wert. Zum Wochenende am 17. Oktober 2026 hat sich die Lage teilweise stabilisiert. Die weitere Entwicklung hängt auch davon ab, wie die amerikanische Notenbank Fed auf den anhaltenden Preisanstieg reagiert.

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Bitcoin, Ethereum und XRP verlieren an Wert

Die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise am Mittwoch setzte Kryptowährungen unter Druck. Bitcoin fiel im Tagesverlauf unter 82.000 US-Dollar. Ethereum und XRP verloren zeitweise jeweils rund drei Prozent.

Am Samstagmorgen, 17. Oktober, notierte der Bitcoin-Kurs nach Daten von CoinMarketCap bei rund 81.400 Dollar. Ethereum wurde mit etwa 2.425 Dollar gehandelt, XRP mit rund 1,30 Dollar. Damit lagen die Kryptowährungen weiterhin unter ihren Kursniveaus vor der Veröffentlichung der Inflationsdaten.

Besonders Ethereum hatte zwischenzeitlich stärkere Verluste verzeichnet. Neben den Kursrückgängen kam es am Terminmarkt zur Auflösung zahlreicher gehebelter Positionen. Solche Liquidationen können Kursbewegungen zusätzlich verstärken.

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US-Inflation steigt auf 3,7 Prozent

Auslöser der erhöhten Nervosität waren neue Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums stiegen die Verbraucherpreise im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,7 Prozent. Im August hatte die Inflationsrate noch bei 3,4 Prozent gelegen.

Allein gegenüber August erhöhten sich die Preise saisonbereinigt um 0,6 Prozent. Besonders deutlich verteuerte sich Benzin mit einem monatlichen Plus von 9,1 Prozent.

Auch die Erzeugerpreise entwickelten sich stärker als erwartet. Sie stiegen im September gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent und lagen 6,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das verstärkte zunächst die Befürchtung, dass die US-Notenbank ihre Geldpolitik weiter straffen könnte.

Fed hält weitere Zinserhöhung offen

Die Fed hatte ihren Leitzinskorridor bereits im September um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Eine weitere Zinserhöhung könnte die Finanzierungskosten erhöhen und verzinsliche Anlagen gegenüber Kryptowährungen attraktiver machen.

Allerdings haben sich die Erwartungen an einen kurzfristigen Zinsschritt zuletzt abgeschwächt. Fed-Chef Kevin Warsh vermied am Freitag bei einer Veranstaltung in Bangkok eine konkrete Aussage zur nächsten Zinsentscheidung.

Am Freitag rechneten Marktteilnehmer laut dem CME FedWatch Tool mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 83 Prozent damit, dass die Fed die Zinsen im Oktober unverändert lässt. Diese Einschätzung kann sich mit neuen Wirtschaftsdaten verändern.

Zinsentscheidung Ende Oktober rückt näher

Für Anleger bleibt die amerikanische Geldpolitik ein wichtiger Einflussfaktor. Höhere Renditen bei Staatsanleihen können die Nachfrage nach riskanteren Anlagen schwächen. Allerdings hängen die Kurse von Bitcoin und anderen Kryptowährungen auch von Kapitalzuflüssen, Marktliquidität und Entwicklungen innerhalb der Kryptobranche ab.

Die nächste reguläre Fed-Sitzung findet am 27. und 28. Oktober statt. Bis dahin bleibt offen, ob die jüngsten Inflationszahlen bereits ausreichen, um eine weitere Zinserhöhung zu rechtfertigen. Der Kryptomarkt geht damit nach einer verlustreichen Woche in eine Phase anhaltender geldpolitischer Unsicherheit.

Kursstand: Samstagmorgen, 17. Oktober 2026, rund 6 Uhr MESZ. Gerundete USD-Kurse, die sich laufend verändern.

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