Brücke bei Görwihl wird an zwei Tagen vollständig gesperrt

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Symbolfoto

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In der Gemeinde Görwihl im Landkreis Waldshut wird die Landesstraße 154 Ende Oktober an zwei Tagen im Bereich der Tiefensteiner Brücke vollständig gesperrt. Betroffen sind Mittwoch, der 28. Oktober 2026, und Donnerstag, der 29. Oktober 2026. An beiden Tagen ist die Brücke jeweils zwischen 8 und 16 Uhr für den Verkehr gesperrt. Das Regierungspräsidium Freiburg lässt das Bauwerk untersuchen und Materialproben entnehmen. Die Arbeiten dienen zugleich als Vorbereitung für einen geplanten Ersatzneubau.

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L154 an beiden Tagen jeweils acht Stunden gesperrt

Die Vollsperrung betrifft die Tiefensteiner Brücke in Tiefenstein, einem Ortsteil der Gemeinde Görwihl im Süden Baden-Württembergs. Nach der Ankündigung des Regierungspräsidiums beginnen die Einschränkungen am Mittwoch um 8 Uhr und enden um 16 Uhr. Für Donnerstag gilt das gleiche Zeitfenster. Insgesamt sind damit an beiden Tagen jeweils acht Stunden für die Untersuchung vorgesehen.

Eine durchgehende Sperrung von Mittwoch bis Donnerstag ist nicht angekündigt. Die veröffentlichten Zeitfenster beziehen sich auf die Tagesstunden. Konkrete Straßenkilometer oder zusätzlich gesperrte Kreuzungen hat die Behörde nicht genannt. Die Einschränkung betrifft den Bereich der Brücke und nicht die gesamte Landesstraße.

Zwei unterschiedliche Umleitungen für Autofahrer

Während der Untersuchungen wird der Verkehr an beiden Tagen umgeleitet. Für Fahrzeuge aus Richtung Görwihl nennt das Regierungspräsidium eine Strecke über die L154, Schachen und weiter nach Albbruck.

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Wer aus Richtung St. Blasien unterwegs ist, wird dagegen über die Kreisstraße 6548 nach Etzwihl geführt. Anschließend verläuft die ausgeschilderte Strecke über die K6549 sowie über die K6589 und die K6588 nach Albbruck.

Die Behörde kündigt ausdrücklich eine Beschilderung der Umleitungsstrecken an. Damit gelten nicht für alle Fahrzeuge dieselben Wegpunkte. Die Verkehrsführung richtet sich nach der jeweiligen Anfahrtsrichtung.

Eine Kilometerangabe zur Länge der Umleitungen oder eine berechnete zusätzliche Fahrzeit enthält die Mitteilung nicht. Auch konkrete Prognosen zu möglichen Staus und Verzögerungen wurden nicht veröffentlicht.

Spezialfahrzeug untersucht die Brücke auch von unten

Für die Bauwerksprüfung kommt ein sogenanntes Brückenuntersichtgerät zum Einsatz. Dieses Spezialfahrzeug ermöglicht es den Prüfern, von der Brücke aus an Bereiche zu gelangen, die bei einer gewöhnlichen Kontrolle schwer erreichbar sind. Dazu gehören insbesondere Bauteile an der Unterseite des Bauwerks. Dort können die Fachleute den Zustand der Konstruktion aus nächster Nähe untersuchen.

Das Gerät muss während der Arbeiten auf der Brücke stehen. Deshalb reicht nach Angaben des Regierungspräsidiums eine teilweise Sperrung nicht aus. Die vollständige Schließung der Fahrbahn ist für die geplanten Prüfungen notwendig.

Zeitgleich sollen Materialproben entnommen werden. Die Untersuchung besteht damit aus einer direkten Begutachtung des Bauwerks und zusätzlichen Arbeiten, die Informationen über die verbauten Materialien liefern sollen.

Untersuchungen liefern Daten für den geplanten Neubau

Die Tiefensteiner Brücke steht auch wegen eines vorgesehenen Ersatzneubaus im Blickpunkt. Nach Angaben des Regierungspräsidiums dienen die Materialproben als Grundlage für die Planung des späteren Abbruchs und des Neubaus. Die zweitägige Sperrung bedeutet jedoch nicht, dass die Abbrucharbeiten bereits Ende Oktober beginnen.

Einen konkreten Starttermin für den Abriss, eine Bauzeit für den Ersatz oder einen Zeitpunkt für die Inbetriebnahme des neuen Bauwerks nennt die aktuelle Ankündigung nicht. Auch die künftige Verkehrsführung während eines Brückenneubaus ist darin nicht festgelegt.

Die für Ende Oktober vorgesehenen Arbeiten sind somit zunächst eine Untersuchung des vorhandenen Bauwerks. Die gewonnenen Daten sollen helfen, die weiteren Schritte für den geplanten Ersatz fachlich vorzubereiten.

Warum auch mögliche Schäden am Spannstahl geprüft werden

Neben der regulären Bauwerksprüfung spielt eine besondere technische Frage eine Rolle: Bei der Tiefensteiner Brücke wird eine mögliche Spannungsrisskorrosion untersucht. Bei diesem Schadensbild kann bestimmter, im Beton eingebauter Spannstahl im Laufe der Zeit spröde werden und Risse bilden. Solche Veränderungen sind für die Bewertung einer Brückenkonstruktion von Bedeutung.

Das Regierungspräsidium beschreibt die Tiefensteiner Brücke als eines der Bauwerke, bei denen dieser mögliche Schadensmechanismus geprüft wird. Das bedeutet allerdings nicht, dass eine Spannungsrisskorrosion an der Brücke bereits amtlich nachgewiesen wurde.

Die Kontrollen und Materialuntersuchungen sollen den Zustand der Konstruktion genauer erfassen. Brücken, bei denen eine solche Problematik besteht oder vermutet wird, werden besonders intensiv überprüft und bewertet.

Brücken an Bundes- und Landesstraßen werden regelmäßig untersucht. Eine umfassende Hauptprüfung ist im Abstand von sechs Jahren vorgesehen. Dabei genügt es nicht, die Konstruktion lediglich aus größerer Entfernung anzusehen. Die Fachleute müssen die zugänglichen Teile aus unmittelbarer Nähe kontrollieren können, damit sie auch kleinere Risse und Veränderungen erkennen.

Die Ergebnisse werden dokumentiert und dienen der Bewertung des Bauwerks sowie der Entscheidung über erforderliche Maßnahmen.

Keine konkreten Angaben zu Änderungen im Busverkehr

Für den Linienbusverkehr enthält die veröffentlichte Sperrmitteilung keine konkreten Angaben zu betroffenen Linien, ausfallenden Haltestellen oder Ersatzfahrplänen. Daher ist bislang nicht offiziell benannt, ob und auf welchen Busverbindungen es während der beiden achtstündigen Sperrungen Änderungen geben wird.

Auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr werden in der Mitteilung nicht genannt.

Fest steht dagegen die Regelung für den Straßenverkehr: Am 28. und 29. Oktober können Fahrzeuge die Tiefensteiner Brücke jeweils zwischen 8 und 16 Uhr nicht passieren. Der Verkehr wird über die vom Regierungspräsidium angekündigten und ausgeschilderten Umleitungsstrecken geführt.

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