
Auf der Landesstraße 208 bei Dieblich im Landkreis Mayen-Koblenz stehen umfangreiche Sicherungsarbeiten bevor. Eine Stützwand am Konderbach ist auf einer längeren Strecke beschädigt. Ab Montag, 26. Oktober 2026, wird die Straße deshalb während der Bauarbeiten vollständig gesperrt. Außerhalb der Arbeitszeiten soll der Verkehr mit einer Ampelregelung weiterfließen. Die Sanierung kostet rund 400.000 Euro und soll voraussichtlich im ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden.
Die Arbeiten betreffen die Stützwand am Konderbach entlang der L 208 im Kondertal bei Dieblich. Die Landesstraße verbindet den Bereich an der Mosel mit der Richtung Waldesch führenden Straßenverbindung. Für Autofahrer bedeutet die Maßnahme, dass die Strecke während der regulären Arbeitszeiten vorübergehend nicht durchgehend befahrbar sein wird.
Wie der Landesbetrieb Mobilität Cochem-Koblenz in seiner Mitteilung vom 15. Oktober 2026 erläutert, handelt es sich um eine kurzfristig notwendige Sicherungsmaßnahme. Hintergrund sind erhebliche Schäden unterhalb der Straße und an einer Stützkonstruktion auf der Talseite.
Der Baubeginn ist für Montag, 26. Oktober, angekündigt. Eine genaue Uhrzeit für die erstmalige Einrichtung der Vollsperrung wurde nicht genannt. Auch die beiden unmittelbaren Grenzen des gesperrten Abschnitts, beispielsweise anhand von Einmündungen oder Straßenkilometern, sind in der Ankündigung nicht näher bezeichnet.
Ausgangspunkt der Sanierung sind Untersuchungen, die im Sommer 2026 durchgeführt wurden. Dabei überprüften Fachleute sowohl die verwendeten Baustoffe als auch die Standsicherheit der betroffenen Konstruktion.
Die Ergebnisse zeigten, dass am unteren Teil der Stützwand und im angrenzenden Straßenkörper Material ausgespült worden war. Solche Hohlräume werden fachlich als Auskolkungen bezeichnet. Auf einer Länge von ungefähr 180 Metern wurden abschnittsweise Unterspülungen festgestellt. An einzelnen Stellen reichen diese bis etwa 1,20 Meter tief.
Die Konstruktion soll verhindern, dass der Straßenkörper an der Talseite seine notwendige Abstützung verliert. Durch die festgestellten Schäden besteht nach Einschätzung des LBM die Gefahr, dass Teile der vorhandenen Stützwand weiter absinken oder in den Konderbach gelangen.
Mit der Sanierung sollen die Hohlräume beseitigt und die betroffenen Bereiche gesichert werden. Zugleich sollen zusätzliche Schäden am Straßenkörper vermieden werden. Die Straßenbauverwaltung stuft die Maßnahme deshalb als dringend erforderlich ein.
Die Verkehrsführung ist auf eine möglichst begrenzte Sperrdauer ausgelegt. Während der Arbeiten wird die L 208 im betroffenen Bereich vollständig gesperrt. Die Regelung gilt für beide Fahrtrichtungen.
Eine halbseitige Verkehrsführung während der Bauarbeiten kommt nach Angaben des LBM nicht infrage. Die Behörde begründet das mit der schmalen Fahrbahn, dem unübersichtlichen Straßenverlauf und dem Platzbedarf für die Baustelleneinrichtung. Außerdem müssen ausreichende Sicherheitsabstände für die Beschäftigten gewährleistet bleiben.
Außerhalb der Arbeitszeiten soll die Strecke dagegen eingeschränkt nutzbar sein. Vorgesehen ist eine einstreifige Verkehrsführung mit Ampelregelung, die voraussichtlich ab etwa 16.30 Uhr bis zum folgenden Morgen gegen 8 Uhr gilt.
Auch an den Wochenenden soll die L 208 unter Ampelregelung passierbar bleiben. Damit unterscheidet sich die Verkehrsführung von einer durchgehenden Vollsperrung über die gesamte Bauzeit.
Die genannten Uhrzeiten sind vorläufige Angaben. Einen verbindlichen täglichen Sperrplan hat der LBM bislang nicht veröffentlicht.
Für die Vollsperrungen hat die Straßenbauverwaltung eine Umleitung festgelegt. Wer von der Bundesstraße 49 kommt und die betroffene Strecke in Richtung Waldesch nutzen möchte, wird über die B 411 und die Kreisstraße 69 geführt. Von dort besteht wieder eine Verbindung zur L 208.
In der Gegenrichtung gilt dieselbe Umleitungsstrecke.
Die Umleitung soll während der Bauarbeiten ausgeschildert werden. Der LBM empfiehlt Verkehrsteilnehmern, sich an dieser Beschilderung zu orientieren und den Baustellenbereich während der Arbeitszeiten möglichst großräumig zu meiden.
Eine konkrete zusätzliche Fahrzeit oder eine prognostizierte Staulänge nennt die Behörde nicht. Auch zu einzelnen betroffenen Bushaltestellen oder veränderten Fahrplänen liegen bislang keine veröffentlichten Angaben für diese Maßnahme vor.
Die Planung wurde allerdings bereits mit mehreren zuständigen Stellen abgestimmt. Dazu gehören Polizei, Feuerwehr, die Integrierte Leitstelle Koblenz, der Landkreis Mayen-Koblenz, Vertreter des öffentlichen Nahverkehrs und die umliegenden Kommunen.
Der LBM sieht zudem eine Regelung vor, durch die Einsatz- und Rettungskräfte den Baustellenbereich auch während der Bauarbeiten passieren können. Für den allgemeinen Durchgangsverkehr bleibt die Vollsperrung während der Arbeitszeiten bestehen.
Für die Instandsetzung sind nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität rund 400.000 Euro vorgesehen. Dabei handelt es sich um die Auftragssumme für die beauftragten Arbeiten.
Die Kosten übernimmt das Land Rheinland-Pfalz.
Mit der Ausführung wurde die Firma SW Construct aus Wittlich betraut. Wegen der Dringlichkeit erfolgte die Auftragsvergabe nach Angaben des LBM im Rahmen einer freihändigen Vergabe.
Im Mittelpunkt der Arbeiten steht die Stabilisierung der vorhandenen Stützkonstruktion. Die festgestellten Unterspülungen sollen beseitigt werden, damit der Straßenkörper dauerhaft gesichert werden kann.
Die Maßnahme soll außerdem verhindern, dass weitere Teile der Konstruktion absacken. Eine vollständige Erneuerung der Landesstraße über einen darüber hinausgehenden Streckenabschnitt wurde nicht angekündigt.
Die Sanierung wird sich voraussichtlich über mehrere Monate erstrecken. Als Zeitrahmen für die Fertigstellung nennt der LBM das erste Quartal 2027, also den Zeitraum bis Ende März.
Ein genauer Abschlusstermin steht nicht fest. Nach Behördenangaben hängt die Dauer auch von den Witterungsverhältnissen ab. Ob sich die täglichen Sperrzeiten während der Bauphase ändern, wurde zunächst nicht näher angegeben.
Bis zum Abschluss der Sicherungsarbeiten müssen Verkehrsteilnehmer daher mit der angekündigten wechselnden Verkehrsführung rechnen. Die vollständige Sperrung während der Arbeitszeiten und die eingeschränkte Befahrbarkeit außerhalb dieser Zeiten bilden die Grundlage des veröffentlichten Verkehrskonzepts.
Aktuelle Hinweise zur Verkehrsführung stellt das Land Rheinland-Pfalz im bereit. Der LBM bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Einschränkungen.
Mit dem Abschluss der Arbeiten sollen die Standsicherheit der Stützwand und die Verkehrssicherheit auf dem betroffenen Abschnitt der L 208 wieder vollständig gewährleistet sein.
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