L304 im Westerwald: Acht Monate Baustelle zwischen zwei Orten

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Symbolfoto

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Im Westerwald steht eine längerfristige Straßensperrung bevor. Die L304 zwischen Maxsain und Freilingen wird ab Montag, 2. November 2026, umfangreich saniert. Nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Diez ist die rund 3,6 Kilometer lange Verbindung betroffen. Die Arbeiten erfolgen in zwei aufeinanderfolgenden Bauabschnitten unter Vollsperrung. Insgesamt sind rund acht Monate Bauzeit vorgesehen. Für Autofahrer bedeutet das eine weiträumige Umleitung, die nach einem Bericht der Rhein-Zeitung knapp 30 Kilometer lang ist.

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L304 zwischen Maxsain und Freilingen wird umfassend erneuert

Der Landesbetrieb erneuert den Fahrbahnoberbau sowie die Schutzplanken entlang der Strecke. Auch die Straßenränder, die sogenannten Bankette, werden instand gesetzt. Hinzu kommen Arbeiten an den Entwässerungseinrichtungen, die Wasser von der Fahrbahn ableiten. Wo die Schäden tiefer reichen, wird außerdem der Unterbau der Straße verstärkt. Es geht damit nicht allein um eine neue Asphaltoberfläche, sondern auch um Teile des Straßenaufbaus und der begleitenden Infrastruktur.

Als Ziel nennt der LBM eine höhere Verkehrssicherheit und eine längere Nutzungsdauer der Landesstraße. Die Bauarbeiten finden auf der vorhandenen Straßenverbindung statt. Die Behörde begründet die Vollsperrung mit dem Schutz der Beschäftigten auf der Baustelle und den Anforderungen an eine fachgerechte Ausführung. Eine Verkehrsregelung, bei der Fahrzeuge während der Arbeiten abwechselnd am Baufeld vorbeifahren, ist nicht vorgesehen.

Umleitung führt über Steinen, Herschbach und Selters

Der Verkehr zwischen Freilingen und Maxsain wird großräumig umgeleitet. Die vom LBM festgelegte Strecke führt von Freilingen zunächst über die Bundesstraße 8 nach Steinen. Anschließend geht es auf der Landesstraße 292 nach Herschbach, von dort über die Bundesstraße 413 und die Landesstraße 307 nach Selters. Über die L304 erreichen Fahrzeuge schließlich Maxsain. Für die Gegenrichtung gilt die entsprechende Route in umgekehrter Reihenfolge.

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Die Rhein-Zeitung beziffert die Umleitung auf fast 30 Kilometer. Die amtliche Mitteilung enthält zwar die genaue Abfolge der Straßen und Orte, jedoch keine Kilometerangabe zur ausgeschilderten Ausweichroute. Für die Dauer der Sanierung ist damit nicht nur der unmittelbare Baustellenbereich entscheidend, sondern auch die Verkehrsführung über mehrere Bundes- und Landesstraßen. Eine konkrete Prognose zu zusätzlichem Verkehrsaufkommen oder zu Fahrzeitverlusten veröffentlichte der LBM nicht.

Zürbach bleibt je nach Bauphase von einer Seite erreichbar

Damit der zu Maxsain gehörende Ortsteil Zürbach weiterhin erreichbar bleibt, hat der LBM zwei Bauabschnitte vorgesehen. Zunächst wird der Abschnitt zwischen Maxsain und Zürbach bearbeitet. In dieser Phase ist Zürbach aus Richtung Freilingen erreichbar, jedoch nicht über den gesperrten Teil der Verbindung von Maxsain aus.

Danach wandert die Baustelle auf den Abschnitt zwischen Zürbach und Freilingen. Mit diesem Wechsel ändert sich auch die Anfahrt in den Ortsteil: Zürbach ist dann von Maxsain aus zu erreichen. Aus Richtung Freilingen verhindert der zweite gesperrte Bauabschnitt die direkte Durchfahrt. Konkrete Daten für den Wechsel zwischen den beiden Bauphasen hat die Behörde noch nicht veröffentlicht.

Zusätzlich ist im zweiten Abschnitt eine weitere Straßenarbeit vorgesehen. Auf der Kreisstraße 139 wird die Asphaltdeckschicht erneuert. Betroffen ist der Bereich von der Kreuzung mit der L304 bis kurz vor die Ortseinfahrt Zürbach. Separate Sperrzeiten oder eine eigenständige Umleitung für diesen Teil der Kreisstraße sind in der Ankündigung nicht genannt.

Für den Busverkehr fehlen noch konkrete Baustellenfahrpläne

Die geplante Straßensperrung betrifft eine Verbindung, die auch im veröffentlichten Linienangebot des Verkehrsverbunds Rhein-Mosel vorkommt. Die Buslinie 423 des Unternehmens FriBus führt nach dem regulären Linienplan von Selters über Maxsain und Freilingen nach Hartenfels und Herschbach. Auch der Fahrplan der Linie 431 enthält Fahrten zwischen Maxsain und Freilingen.

Welche Busfahrten ab dem 2. November anders geführt werden, ob sich Abfahrtszeiten ändern oder einzelne Haltestellen zeitweilig nicht bedient werden, ist bisher nicht offiziell konkretisiert. Ein gesonderter Baustellenfahrplan für die Sperrung ist in den bislang veröffentlichten Mitteilungen nicht enthalten. Für den Bahnverkehr nennt der Landesbetrieb keine Einschränkungen im Zusammenhang mit der Straßensanierung.

Rund 2,5 Millionen Euro für die Erneuerung

Für das Projekt sind nach Angaben des LBM Kosten von rund 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Finanziert wird die Baumaßnahme aus dem Landesbauprogramm von Rheinland-Pfalz. Vorgesehen ist, den Ausbau innerhalb von etwa acht Monaten abzuschließen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Sommer 2027 beendet werden. Ein genauer Tag für das Ende der Vollsperrung wurde nicht genannt.

Der Zeitplan steht unter dem Vorbehalt, dass keine unvorhergesehenen Ereignisse eintreten. Für den Start am 2. November hat der LBM ebenfalls keine Uhrzeit veröffentlicht. Verkehrsteilnehmer und Anwohner müssen sich deshalb auf die angekündigte Sperrung und die weiträumige Umleitung einstellen. Die Behörde bittet um Verständnis für die Einschränkungen während der Bauzeit.

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