
An der Guldenbrücke bei Bad Wildbad im Landkreis Calw müssen sich Autofahrer auf eine mehrtägige Straßensperrung einstellen. Von Montag, 9. November, bis voraussichtlich Freitag, 13. November 2026, wird die Landesstraße 351 im Bereich der Brücke für den regulären Autoverkehr gesperrt. Grund sind Bauarbeiten an den Anschlüssen einer bereits montierten Behelfsbrücke. Während Autos über die Bundesstraße 294 umgeleitet werden, können Linienbusse, Rettungsfahrzeuge und Radfahrer die bisherige Brücke weiterhin nutzen. Das teilte das Regierungspräsidium Karlsruhe am 5. November mit.
Die Sperrung der L 351 betrifft den Bereich der Guldenbrücke über die Große Enz bei Bad Wildbad. Das Bauwerk befindet sich beim Lautenhof an der Verbindung in Richtung Enzklösterle. Dort laufen bereits seit Ende August Arbeiten zur umfassenden Sanierung der historischen Brücke.
Am Montag beginnt ein weiterer Abschnitt des Bauprojekts. Die Bauarbeiter sollen die Zufahrten zur neuen Behelfsbrücke an die vorhandene Straße anschließen. Außerdem werden Asphaltflächen hergestellt, die später für die vorübergehende Verkehrsführung benötigt werden.
Die hierfür erforderlichen Arbeiten sollen innerhalb von fünf Kalendertagen abgeschlossen werden. Das Regierungspräsidium nennt Freitag, 13. November, als voraussichtlichen Fertigstellungstermin. Eine genaue Uhrzeit für den Beginn der Sperrung und die anschließende Freigabe wurde nicht angegeben.
Die Einschränkung betrifft damit nicht die gesamte Landesstraße 351, sondern den Baustellenbereich an der Guldenbrücke.
Für Autofahrer ist während der Arbeiten eine Umleitung über die B 294 vorgesehen. Diese Bundesstraße übernimmt bereits einen Teil des Verkehrs, der wegen der laufenden Brückensanierung nicht mehr die L 351 nutzen kann.
Der Lastwagenverkehr wird schon seit Beginn der Baumaßnahme großräumig über die B 294 geführt. Mit der neuen Sperrung müssen nun vorübergehend auch Pkw-Fahrer auf diese Verbindung ausweichen.
Eine gesonderte Umleitungsnummer oder eine Auflistung einzelner Straßenabschnitte enthält die aktuelle Mitteilung des Regierungspräsidiums nicht. Ebenso werden keine konkreten zusätzlichen Fahrzeiten genannt.
Die Landesbehörde bittet Verkehrsteilnehmer und Anwohner um Verständnis für die Einschränkungen. Sollten sich Änderungen im Bauablauf ergeben, will das Regierungspräsidium darüber informieren.
Trotz der angekündigten Vollsperrung bleibt die Straßenverbindung für bestimmte Verkehrsteilnehmer nutzbar. Nach Angaben des Regierungspräsidiums können Linienbusse, Rettungsdienste und Radfahrer weiterhin über die vorhandene Guldenbrücke fahren.
Damit unterscheidet sich die Verkehrsregelung von einer vollständigen Unterbrechung für sämtliche Fahrzeuge. Der reguläre Autoverkehr muss die Baustelle umfahren, während die ausdrücklich zugelassenen Verkehrsarten die bestehende Brücke benutzen können.
Für die Buslinien ist somit die Durchfahrt an der Baustelle weiterhin vorgesehen. Eine zusätzliche Sperrung der Bahnstrecke wird im Zusammenhang mit diesen Arbeiten nicht angekündigt. Konkrete Änderungen an Busfahrplänen oder einzelnen Haltestellen enthält die Mitteilung nicht.
Die Regelung soll während der Herstellung der Straßenanschlüsse an die Behelfsbrücke gelten.
Bereits im Oktober war an der Guldenbrücke eine mehrtägige Verkehrssperrung vorgesehen. Damals sollte die neu errichtete Behelfsbrücke mit einem Mobilkran eingesetzt werden.
Ursprünglich hatte das Regierungspräsidium für die Arbeiten zwischen dem 27. und 30. Oktober eine Sperrung angekündigt. Am 28. Oktober korrigierte die Behörde ihre Planung allerdings. Der Einhub der Behelfsbrücke konnte ohne die zuvor angekündigte Vollsperrung durchgeführt werden.
Die Montage war nach Angaben des Regierungspräsidiums bis zum 30. Oktober planmäßig abgeschlossen. Die nun ab dem 9. November vorgesehene Sperrung ist deshalb keine nachträgliche Verlängerung der ursprünglichen Verkehrsregelung.
Vielmehr betrifft sie die nächste Bauphase. Nachdem die Behelfsbrücke eingesetzt wurde, müssen ihre Anschlüsse an das bestehende Straßennetz hergestellt werden. Erst dadurch entsteht die Grundlage für die spätere Verkehrsführung während der Sanierung der alten Brücke.
Hinter den aktuellen Verkehrsmaßnahmen steht die Sanierung eines rund 140 Jahre alten Bauwerks. Die Guldenbrücke wurde 1886 als Bogenbrücke aus Buntsandstein errichtet.
Bei Brückenprüfungen wurden nach Angaben des Regierungspräsidiums Mängel an der Absturzsicherung und Defizite bei der langfristigen Standsicherheit festgestellt. Die zuständige Behörde sieht deshalb umfangreiche Arbeiten am bestehenden Bauwerk vor.
Geplant ist unter anderem die Erneuerung der Fahrbahntafel einschließlich der seitlichen Bauteile und Schutzplanken. Außerdem soll der Straßenverlauf im Bereich der Brücke verbessert werden. Dafür wird die neue Fahrbahntafel breiter ausgeführt.
Ein vollständiger Ersatzneubau der historischen Guldenbrücke ist nach Angaben des Regierungspräsidiums aus Gründen des Denkmalschutzes nicht möglich. Stattdessen wird das vorhandene Bauwerk ertüchtigt.
Die Behelfsbrücke soll während der eigentlichen Sanierung den Verkehr aufnehmen. Dadurch kann die Verbindung zwischen Bad Wildbad und Christophshof über weite Teile der Bauzeit erhalten bleiben.
Das gesamte Bauvorhaben geht deutlich über die fünf Tage dauernde Sperrung im November hinaus. Die Arbeiten an der Guldenbrücke begannen am 31. August 2026. Auf der Projektseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe wird das voraussichtliche Ende der Gesamtmaßnahme mit Ende 2027 angegeben.
Für die Bauarbeiten nennt die Behörde eine Brückenlänge von etwa 20 Metern sowie Anschlussbereiche mit einer Länge von insgesamt rund 150 Metern. Diese Angaben beschreiben den Umfang der Baumaßnahme und nicht die genaue Länge der vorübergehenden Straßensperrung.
Die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke auf der betroffenen Verbindung wird in den Projektdaten mit 2.817 Kraftfahrzeugen innerhalb von 24 Stunden angegeben.
Während der bisherigen Bauphase wurde der Verkehr im Bereich der Guldenbrücke teilweise durch eine Ampelanlage geregelt. Die fünftägige Sperrung im November stellt somit eine zusätzliche Einschränkung innerhalb der bereits laufenden Sanierung dar.
Für Autofahrer gilt ab Montag die Umleitung über die B 294. Nach dem derzeitigen Zeitplan sollen die Arbeiten an den Straßenanschlüssen am Freitag, 13. November, beendet sein. Aktuelle Verkehrsinformationen und mögliche Änderungen veröffentlicht das Land Baden-Württemberg über VerkehrsInfo BW.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu