
Die Landesstraße 697 in Attendorn-Lichtringhausen wird ab Montag, 19. Oktober 2026, erneut für den Verkehr gesperrt. Grund sind Asphaltierungsarbeiten im Bereich der Ortsdurchfahrt. Die Arbeiten erfolgen in zwei aufeinanderfolgenden Abschnitten mit unterschiedlichen Zufahrtsregelungen. Neben Autofahrern sind auch Fahrgäste der Buslinie 70 betroffen. Mehrere Haltestellen können während der Bauarbeiten nicht angefahren werden.
Die Vollsperrung der L697 in Lichtringhausen ist Teil des bereits laufenden Ausbaus der Ortsdurchfahrt. Nach Angaben der Regionalniederlassung Südwestfalen von Straßen.NRW beginnen die Arbeiten zunächst im Bereich der Berndebachbrücke. Anschließend folgt ein weiterer Straßenabschnitt zwischen Bieke und Alter Dorfstraße.
Der erste Bauabschnitt startet am Montag, 19. Oktober. Im Bereich der Brücke über den Berndebach wird die Landesstraße voraussichtlich zwei Tage lang vollständig gesperrt. Die Asphaltierungsarbeiten beschränken sich dabei auf den Bereich am Ortseingang beziehungsweise Ortsausgang.
Für Anwohner gelten besondere Zufahrtsregelungen. Die Einmündung Am Baukhan bleibt für den Anliegerverkehr geöffnet. Dadurch ist Lichtringhausen während dieser Bauphase weiterhin von Attendorn aus erreichbar. Auch die Verbindung zwischen der Straße Am Berndebach und der Plettenberger Straße bleibt bestehen.
Nicht möglich ist dagegen die Einfahrt in die Ortsdurchfahrt aus Richtung Plettenberg. Autofahrer, die aus dieser Richtung kommen, müssen die ausgeschilderte Umleitung nutzen.
Eine genaue Uhrzeit für den Beginn der Straßensperrung wurde nicht genannt. Die angekündigte Dauer des ersten Bauabschnitts beträgt zwei Tage.
Am Donnerstag, 22. Oktober, beginnt der zweite Abschnitt der Asphaltierungsarbeiten. Dann wird die Fahrbahn zwischen Bieke und Alter Dorfstraße erneuert. Straßen.NRW rechnet für diesen Bereich mit einer Vollsperrung von voraussichtlich einer Woche.
Mit dem Wechsel des Bauabschnitts ändern sich auch die Zufahrtsmöglichkeiten. Während der zweiten Bauphase bleibt die Alte Dorfstraße erreichbar. Eine Einfahrt in die Ortsdurchfahrt aus Richtung Attendorn ist dann allerdings nicht möglich.
Damit unterscheiden sich die Einschränkungen innerhalb der beiden Bauphasen deutlich. Zu Beginn ist vor allem die Zufahrt aus Richtung Plettenberg betroffen. Ab dem 22. Oktober wird dagegen die Zufahrt von Attendorn aus unterbrochen.
Ein verbindlicher Zeitpunkt für die vollständige Wiederfreigabe der Ortsdurchfahrt wurde zunächst nicht angegeben.
Für den überörtlichen Verkehr hat Straßen.NRW eine Umleitungsstrecke vorgesehen. Wer von Lichtringhausen in Richtung Attendorn unterwegs ist, fährt zunächst über die L697 nach Eiringhausen.
Von dort führt die Umleitung über die Bundesstraße 236 nach Finnentrop. Anschließend geht es über die Landesstraße 539 weiter nach Attendorn und zurück zur L697.
Die Umleitung betrifft insbesondere den Verkehr, der die Ortsdurchfahrt normalerweise als direkte Verbindung zwischen Attendorn und Plettenberg nutzt. Durch die Sperrung kann dieser Verkehr nicht auf dem gewohnten Weg durch Lichtringhausen fahren.
Für Anwohner ist entscheidend, welcher der beiden Abschnitte gerade bearbeitet wird. Die jeweils freigegebenen Zufahrten ermöglichen weiterhin die Erreichbarkeit bestimmter Bereiche des Ortes, ersetzen jedoch nicht die gesperrte Durchgangsverbindung.
Auch der öffentliche Nahverkehr wird durch die Sperrung eingeschränkt. Die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) hat für die Buslinie 70 zwischen Attendorn und Plettenberg einen geänderten Linienweg angekündigt.
Der Baustellenfahrplan gilt ab Betriebsbeginn am Montag, 19. Oktober, bis zum Betriebsende am Samstag, 31. Oktober 2026. Während dieses Zeitraums entfallen die Haltestellen Halsmecke, Nutmecke, Neuenhof, Lichtringhausen, Windhausen und Keseberg. Ersatzhaltestellen sind nach Angaben des Verkehrsunternehmens nicht vorgesehen.
Die Busse werden stattdessen unter anderem über die Kreisstraße 5 nach Heggen sowie über die Hollenbocker Straße und die Milstenauer Straße geführt. Anschließend verläuft die Strecke über weitere Straßen im Attendorner Stadtgebiet zurück auf den regulären Linienweg. In der Gegenrichtung gilt eine entsprechende Umleitung.
Fahrgäste müssen deshalb nicht nur mit veränderten Abfahrtszeiten rechnen. In mehreren Ortschaften entfällt für die Dauer der Maßnahme die bisherige direkte Anbindung durch die Linie 70.
Die Einschränkungen im Busverkehr treffen besonders Menschen, die für alltägliche Fahrten auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind. Die Hansestadt Attendorn hat deshalb gemeinsam mit örtlichen Stadtverordneten eine Initiative zur Vermittlung privater Mitfahrgelegenheiten gestartet.
Die Stadtverwaltung nimmt sowohl Anfragen von Menschen entgegen, die eine Fahrt benötigen, als auch Angebote von Autofahrern, die andere Personen mitnehmen können. Diese Informationen werden über örtliche Gruppen innerhalb der Dorfgemeinschaften weitergegeben.
Kontaktmöglichkeiten bestehen über die E-Mail-Adresse [email protected] und über WhatsApp unter 0171 8483231. Die Stadt betont, dass es sich um eine freiwillige Unterstützung handelt. Eine erfolgreiche Vermittlung kann nicht garantiert werden.
Die Bauarbeiten wurden nach Angaben der Stadt bewusst in die Herbstferien gelegt. Dadurch soll verhindert werden, dass der reguläre Schülerverkehr aus Plettenberg, Lichtringhausen und Windhausen zu den Attendorner Schulen beeinträchtigt wird.
Die Asphaltierungsarbeiten gehören zu einem umfangreichen Straßenbauprojekt, das bereits Anfang März 2026 begonnen hat. Die Ortsdurchfahrt Lichtringhausen wird auf einer Länge von rund 1,1 Kilometern erneuert und ausgebaut.
Zu den wesentlichen Maßnahmen zählt der Bau eines gemeinsamen Geh- und Radwegs mit einer Breite von 2,5 Metern. Er soll den bereits aus Richtung Lettmecke kommenden Radweg fortsetzen. Darüber hinaus werden Stützwände am Biekebach und das Brückenbauwerk über den Berndebach erneuert.
Parallel lässt die Stadt Attendorn einen Mischwasserkanal sowie die Straßenbeleuchtung erneuern. Außerdem ist vorgesehen, die Bushaltestellen barrierefrei auszubauen.
Die gesamte Baumaßnahme soll nach bisheriger Planung bis Ende 2028 dauern. Während eines Großteils dieser Zeit wird der Verkehr an Baustellenbereichen einspurig mit Ampelregelung vorbeigeführt. Zeitweilige Vollsperrungen gehören ebenfalls zum vorgesehenen Bauablauf.
Die für den 19. und 22. Oktober angekündigten Asphaltierungsarbeiten sind somit weitere Schritte innerhalb des langfristigen Umbaus. Für den Verkehr bedeutet dies zunächst neue Einschränkungen auf der Verbindung zwischen Attendorn und Plettenberg.
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