
Ein großer Brand einer Lagerhalle in Hamm hat am Donnerstag einen umfangreichen Einsatz von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk ausgelöst. Das Feuer brach am Vormittag des 24. September 2026 auf einem Betriebsgelände am Herbert-Rust-Weg im Stadtteil Mark aus. Wegen starker Rauchentwicklung warnte die Stadt die Bevölkerung über die Warn-App NINA. Am späten Nachmittag meldete die Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle. Nachlöscharbeiten könnten jedoch bis in den Abend dauern.
Teile der betroffenen Lagerhalle stürzten während des Brandes ein. Das Technische Hilfswerk rückte deshalb ebenfalls an. Gegen 17 Uhr waren THW-Kräfte mit einem Bagger dabei, die beschädigte und teilweise eingestürzte Halle abzutragen. Zu diesem Zeitpunkt konnte ein Teil der Feuerwehrkräfte den Einsatzort bereits verlassen.
Der Brand entstand am Donnerstagvormittag im Bereich Herbert-Rust-Weg im Gewerbequartier Hohefeld. Betroffen war eine Lagerhalle auf dem Gelände eines Unternehmens aus dem Bereich Lackier- und Beschichtungstechnik. Die Rauchentwicklung war zeitweise weithin sichtbar. Auch aus anderen Bereichen der Stadt konnte die dunkle Rauchwolke über dem Brandort erkannt werden.
Was genau zum Zeitpunkt des Feuers in der Halle gelagert wurde, war zunächst nicht behördlich bestätigt. Das Unternehmen am Standort bietet nach eigenen Angaben Technik und Systeme für industrielle Lackier- und Beschichtungsarbeiten an. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, welche Materialien sich tatsächlich in dem betroffenen Gebäude befanden. Gesicherte Angaben zum konkreten Lagerinhalt lagen zunächst nicht vor.
Auch zur Ursache des Feuers gab es am späten Nachmittag noch keine belastbaren Angaben. Nach Abschluss der Löscharbeiten soll die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden. Weitere Ermittlungen zur Entstehung des Brandes können damit erst beginnen, sobald die Lage vor Ort dies zulässt.
Die Stadt Hamm löste um 11.47 Uhr eine amtliche Warnung über das Modulare Warnsystem des Bundes und die Warn-App NINA aus. Grund waren Rauch und Rauchniederschlag im Stadtteil Mark. Gesundheitliche Beeinträchtigungen konnten nach Angaben der Behörden nicht ausgeschlossen werden.
Menschen im betroffenen Bereich wurden aufgefordert, sich in geschlossene Räume zu begeben sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Klima- und Lüftungsanlagen sollten abgeschaltet werden. Autofahrer im betroffenen Gebiet sollten die Fahrzeuglüftung auf Umluft stellen und den Bereich verlassen. Zudem wurde dazu aufgerufen, den Brandort zu meiden und Notrufnummern für tatsächliche Notfälle freizuhalten.
Die Warnung war gegen 17 Uhr zunächst noch aktiv. Nach Angaben aus dem Einsatzgeschehen sollte sie nach dem Ende der stärkeren Rauchentwicklung voraussichtlich aufgehoben werden. Zu diesem Zeitpunkt war der eigentliche Brand bereits seit etwa einer halben Stunde unter Kontrolle.
Die Feuerwehr rückte mit zahlreichen Kräften zum Herbert-Rust-Weg aus. Der WDR berichtete am frühen Nachmittag von mehr als 50 Feuerwehrleuten am Einsatzort. Radio Lippewelle Hamm nannte später insgesamt 80 Einsatzkräfte. Die unterschiedlichen Zahlen beziehen sich auf verschiedene Zeitpunkte des laufenden Einsatzes. Die Feuerwehr konzentrierte sich unter anderem darauf, ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude zu verhindern.
Während der Löscharbeiten stürzten Teile des Hallendachs ein. Wegen der beschädigten Gebäudestruktur wurde das THW hinzugezogen. Zunächst sollte geprüft werden, wie standsicher die verbliebenen Gebäudeteile noch waren. Später begann das THW mit schwerem Gerät damit, die eingestürzte Halle abzutragen.
Bis zum späten Nachmittag gab es keine bestätigte Meldung über Verletzte. Am frühen Nachmittag lagen der Feuerwehr noch keine Erkenntnisse zu möglichen Verletzten vor. Eine abschließende behördliche Bilanz zum Einsatz stand zunächst aus.
Der Einsatz führte auch zu Verkehrsbehinderungen im Gewerbequartier Hohefeld. Die Zufahrt vom Hohefeldweg in den Herbert-Rust-Weg wurde gesperrt. Auch von der Soester Straße aus war die Zufahrt nach Polizeiangaben nicht möglich. Verkehrsteilnehmer sollten den unmittelbaren Einsatzbereich umfahren.
Wie lange die Sperrungen bestehen bleiben, war zunächst nicht abschließend bekannt. Wegen der Nachlöscharbeiten und des Einsatzes schwerer THW-Technik war der Bereich auch nach der Kontrolle des eigentlichen Feuers weiterhin Einsatzstelle.
Gegen 16.30 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand nach Angaben vom Einsatzort unter Kontrolle. Damit war der Einsatz allerdings noch nicht beendet. Glutnester mussten weiter bekämpft werden, während das THW gleichzeitig an der beschädigten Halle arbeitete. Die Feuerwehr rechnete damit, dass die Nachlöscharbeiten möglicherweise bis in den späten Abend andauern könnten.
Eine Schadenshöhe wurde zunächst nicht genannt. Angesichts des Teileinsturzes und des begonnenen Abrisses lässt sich das Ausmaß der Gebäudeschäden erkennen, eine seriöse Bezifferung war am Donnerstag jedoch noch nicht möglich. Auch zu Schäden an benachbarten Gebäuden lagen zunächst keine bestätigten Angaben vor.
Wann Polizei und Sachverständige die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen können, hängt vom Abschluss der Löscharbeiten und von der Sicherheit am Brandort ab. Bis dahin blieben die genauen Hintergründe des Feuers offen.
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