Markus Lanz zeigt am US-Wahlabend ein Amerika zwischen Trump-Treue und Zukunftsängsten

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Am Dienstag, 3. November 2026, entscheiden die Menschen in den USA bei den Zwischenwahlen über die Machtverhältnisse im Kongress. Während die politische Zukunft der Regierung von Donald Trump im Mittelpunkt steht, richtet Markus Lanz den Blick auf die amerikanische Gesellschaft. In seiner neuen ZDF-Dokumentation Amerika ungeschminkt: Was kommt nach Trump? reist er durch die Südstaaten und begegnet Menschen, die den Präsidenten weiterhin unterstützen, aber auch ehemaligen Anhängern seiner politischen Bewegung. Das ZDF zeigt den Film um 22:15 Uhr. Bereits seit 10 Uhr ist er im Streamingangebot des Senders verfügbar.

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Markus Lanz untersucht die Zukunft der MAGA-Bewegung

Die neue Dokumentation von Markus Lanz und Anabel Münstermann beschäftigt sich mit einer politischen Bewegung, die weit über die Person Donald Trump hinaus Bedeutung gewonnen hat. MAGA steht für Make America Great Again und ist seit Jahren ein zentraler Bestandteil der politischen Identität vieler republikanischer Wähler.

Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Zukunft diese Bewegung nach Trump haben könnte. Die beiden Filmemacher sprechen mit Menschen, die dem Präsidenten trotz politischer und wirtschaftlicher Rückschläge treu geblieben sind. Gleichzeitig begegnen sie Amerikanern, die sich von seiner Bewegung abgewandt haben.

Die Dokumentation untersucht damit nicht nur politische Überzeugungen, sondern auch persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Veränderungen. Wirtschaftliche Unsicherheit, Familienbilder und unterschiedliche Vorstellungen von Freiheit gehören zu den Themen, die während der Reise angesprochen werden.

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Dabei geht es ebenso um mögliche Veränderungen innerhalb der amerikanischen Rechten. Der Film beschäftigt sich mit der Frage, ob MAGA langfristig an Donald Trump gebunden bleibt oder auch ohne ihn eine einflussreiche politische Kraft sein könnte.

In Miami treffen großer Reichtum und wirtschaftliche Sorgen aufeinander

Eine Station der Reise ist Miami im Bundesstaat Florida. Dort begegnet Markus Lanz kubanischstämmigen Amerikanern, die Donald Trump und seine politische Bewegung unterstützen.

Ihre Haltung ist ein wichtiger Bestandteil der Dokumentation. Die Gespräche beschäftigen sich unter anderem mit der Bedeutung familiärer Migrationserfahrungen, persönlichen Freiheitsvorstellungen und den politischen Erwartungen an den Präsidenten.

Zugleich zeigt die Dokumentation die wirtschaftlichen Gegensätze der Stadt. Miami steht einerseits für luxuriöse Immobilien, große Vermögen und einen aufwendigen Lebensstil. Andererseits kämpfen Menschen mit steigenden Lebenshaltungskosten und finanzieller Unsicherheit.

Diese Gegensätze bilden einen Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit den politischen Entscheidungen der Bevölkerung. Der Film untersucht, weshalb wirtschaftliche Sorgen nicht zwangsläufig dazu führen, dass sich Menschen von Trump abwenden.

Auch gesellschaftliche Vorstellungen spielen eine Rolle. Die Dokumentation beschäftigt sich mit traditionellen Familienbildern und Geschlechterrollen, die in bestimmten konservativen Milieus wieder stärker vertreten werden. Dazu gehört die sogenannte Manosphere, ein überwiegend digitales Umfeld, in dem unterschiedliche Vorstellungen von Männlichkeit und Geschlechterverhältnissen verbreitet werden.

In Louisiana geht es um Inflation und die Existenz von Familien

Eine weitere Station führt Markus Lanz und Anabel Münstermann in die Umgebung von New Orleans im Bundesstaat Louisiana. Hier stehen Menschen im Mittelpunkt, deren Alltag unmittelbar von wirtschaftlichen Veränderungen beeinflusst wird.

Die Filmemacher begleiten unter anderem Krabbenfischer, die mit steigenden Betriebskosten, Inflation und den Folgen internationaler Wirtschaftsverflechtungen zu kämpfen haben. Ihre Situation verdeutlicht die Herausforderungen traditioneller Erwerbszweige in den amerikanischen Südstaaten.

Darüber hinaus beschäftigt sich die Dokumentation mit Leihmutterschaft als wirtschaftlicher Einnahmequelle. Für manche Familien können entsprechende Vereinbarungen eine bedeutende finanzielle Rolle spielen. Der Film greift damit ein Thema auf, bei dem persönliche Lebensentscheidungen, wirtschaftliche Interessen und gesellschaftliche Wertvorstellungen zusammentreffen.

Die Begegnungen in Louisiana ergänzen die politischen Gespräche aus Florida. Sie verdeutlichen, weshalb die Unterstützung für einen Präsidenten nicht ausschließlich anhand einzelner politischer Entscheidungen oder wirtschaftlicher Kennzahlen erklärt werden kann.

US-Zwischenwahlen entscheiden über die Macht im Kongress

Die Ausstrahlung erfolgt am Tag der amerikanischen Midterms. Am 3. November 2026 werden sämtliche 435 Sitze im Repräsentantenhaus sowie regulär 33 der 100 Senatssitze neu vergeben.

Die Zwischenwahlen finden etwa zur Hälfte einer vierjährigen Präsidentschaft statt. Sie haben erheblichen Einfluss darauf, welche politischen Vorhaben ein Präsident während seiner verbleibenden Amtszeit durchsetzen kann.

Besonders wichtig ist dabei die Zusammensetzung des Kongresses. Das Repräsentantenhaus und der Senat entscheiden über Gesetzesvorhaben, Haushaltsfragen und weitere zentrale Aufgaben der amerikanischen Bundespolitik. Verändern sich die Mehrheitsverhältnisse, kann dies die Zusammenarbeit zwischen Regierung und Parlament erheblich beeinflussen.

Die aktuelle Wahl ist deshalb auch eine politische Bewährungsprobe für Donald Trump, der im Januar 2025 seine zweite Amtszeit angetreten hat.

Während die amerikanischen Wähler über die Zusammensetzung des Kongresses entscheiden, behandelt die Dokumentation von Markus Lanz eine längerfristige Entwicklung. Sie fragt, welche politischen und gesellschaftlichen Vorstellungen auch über Trumps Präsidentschaft hinaus Bestand haben könnten.

ZDF zeigt mehrere Dokumentationen zur US-Wahl

Der Film ist Teil eines umfangreichen Themenabends im ZDF. Bereits um 19:25 Uhr beginnt am Dienstag das ZDF spezial Midterms in den USA: Zwischenzeugnis für Trump. Moderatorin Shakuntala Banerjee beschäftigt sich darin mit der politischen Ausgangslage und den Erwartungen an die Wahl.

Um 20:15 Uhr folgt die Dokumentation Letzte Ausfahrt Midterms: Demokratie in Gefahr? von Marcel Mettelsiefen und Ira Beetz. Sie richtet den Blick insbesondere auf den Bundesstaat Arizona und untersucht politische Konflikte rund um Migration, wirtschaftliche Sicherheit und das Vertrauen in demokratische Wahlen.

Das politische Magazin frontal beginnt um 21 Uhr. Anschließend folgt um 21:45 Uhr das heute journal, an dem Marietta Slomka mit einer Teilmoderation aus Washington beteiligt ist.

Um 22:15 Uhr beginnt schließlich Markus Lanz mit Amerika ungeschminkt. Die Dokumentation erweitert den Themenabend um persönliche Begegnungen aus den amerikanischen Südstaaten und um Fragen nach der gesellschaftlichen Zukunft des Landes.

Neue Dokumentation bereits im ZDF-Streamingangebot

Die Dokumentation Markus Lanz Amerika ungeschminkt ist eine neue Produktion von Markus Lanz und Anabel Münstermann. Verantwortlich für die Herstellung ist Gruppe 5 Filmproduktion. Die redaktionelle Betreuung beim ZDF liegt bei Stefan Bayerl und Hennig Brekenkamp.

Der Film ist seit Dienstag, 3. November 2026, um 10 Uhr über das Streamingportal des ZDF abrufbar. Die Fernsehausstrahlung beginnt am selben Abend um 22:15 Uhr und endet laut aktualisiertem Programmplan um 23:20 Uhr.

Im Anschluss folgt um 23:20 Uhr die reguläre Gesprächssendung Markus Lanz. Damit setzt das ZDF seinen politischen Themenabend auch nach der Dokumentation fort.

Die Dokumentation selbst konzentriert sich weniger auf den unmittelbaren Ausgang der Kongresswahlen als auf die gesellschaftlichen Entwicklungen hinter den politischen Entscheidungen. Mit Gesprächen in Florida und Louisiana geht sie der Frage nach, wie sich die Vereinigten Staaten unter Trump verändert haben und welche Vorstellungen das Land auch nach seiner Präsidentschaft prägen könnten.

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