
Netflix erweitert sein ONE-PIECE-Angebot um ein ungewöhnliches Format. Am heutigen Dienstag, 29. September 2026, startet weltweit das Animationsspecial LEGO ONE PIECE. Die Produktion besteht aus zwei Folgen und erzählt zentrale Abenteuer der Strohhut-Piraten aus den ersten beiden Staffeln der Netflix-Realserie in LEGO-Optik neu. Als Erzähler steht dabei Lysop im Mittelpunkt.
In Deutschland folgt der Start dem üblichen Veröffentlichungsschema für Netflix Originals. Der Streamingdienst veröffentlicht solche Produktionen normalerweise weltweit um 0.00 Uhr US-Pazifikzeit. Am 29. September entspricht das 9.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit.
Das Special ist als Zweiteiler angelegt. Beide Episoden haben laut Netflix eine Laufzeit von jeweils rund 30 Minuten. Insgesamt kommt LEGO ONE PIECE damit auf ungefähr eine Stunde. Beide Teile erscheinen am selben Tag und werden nicht im Wochenrhythmus veröffentlicht.
Die Rahmenhandlung setzt bei Lysop und Tony Tony Chopper an. Lysop erzählt dem jüngsten Mitglied der Strohhut-Crew von den Ereignissen, die sich ereignet haben, bevor Chopper zur Mannschaft stieß. Dabei führt die Rückschau vom East Blue bis in die Grand Line und greift zentrale Stationen aus den ersten beiden Staffeln der Realserie auf. Netflix beschreibt das Special ausdrücklich als zweiteilige Neuerzählung dieser Ereignisse.
Die Wahl Lysops als Erzähler gibt dem Stoff eine bewusst humorvolle Perspektive. Seine Erzählungen müssen nicht immer exakt mit dem übereinstimmen, was die übrigen Figuren erlebt haben. Das LEGO-Format nutzt diese Ausgangslage für eine stärker komödiantische und visuell überzeichnete Fassung der bekannten Abenteuer.
Für die englische Originalfassung kehrt die Hauptbesetzung der Netflix-Realserie zurück. Iñaki Godoy spricht Monkey D. Luffy, Emily Rudd ist als Nami zu hören, Mackenyu als Roronoa Zoro, Jacob Romero Gibson als Usopp und Taz Skylar als Sanji. Mikaela Hoover übernimmt erneut Tony Tony Chopper.
Zum weiteren von Netflix aufgeführten Cast gehören Charithra Chandran, Katey Sagal, Jeff Ward und Callum Kerr. Chandran spielt in der Realserie Miss Wednesday beziehungsweise Nefertari Vivi, Sagal Dr. Kureha, Ward Buggy und Kerr Smoker. Die deutsche Netflix-Seite führt diese Darsteller ebenfalls für das Special auf.
Damit stellt Netflix eine direkte Verbindung zwischen der Realverfilmung und dem Animationsspecial her. Die LEGO-Version ist keine eigenständige Neuadaption des gesamten Mangas und auch keine Fortsetzung des langjährigen japanischen Anime. Inhaltliche Grundlage sind vielmehr die Ereignisse der Netflix-Live-Action-Serie.
Das Konzept zwingt die Produktion zu einer starken Verdichtung. Die ersten beiden Staffeln der Realserie werden nicht Szene für Szene nacherzählt. Stattdessen konzentriert sich das Special auf wichtige Stationen und Figuren der bisherigen Reise.
Netflix hatte bereits im August erklärt, dass jede der beiden Folgen etwa 30 Minuten umfasst. Showrunner Tom Hyndman bezeichnete die begrenzte Laufzeit als Grund dafür, vor allem jene Momente auszuwählen, die die Entwicklung der einzelnen Figuren deutlich machen.
Der erste Teil bewegt sich damit im Umfeld der East-Blue-Abenteuer, in denen sich die Kernmannschaft um Luffy formiert. Der zweite Teil greift die Reise in Richtung Grand Line und Ereignisse aus der zweiten Staffel der Realserie auf. Chopper dient innerhalb der Rahmenhandlung als Zuhörer, weil er bei vielen der geschilderten Ereignisse noch nicht zur Crew gehörte.
Produziert wurde LEGO ONE PIECE in Zusammenarbeit mit der LEGO Group, dem japanischen Verlag Shueisha und dem kanadischen Animationsstudio Atomic Cartoons. Das Studio hat seinen Sitz in Vancouver und ist unter anderem für Animationsproduktionen wie Marvel’s Spidey and His Amazing Friends bekannt.
Tom Hyndman fungiert als Showrunner, Autor und Executive Producer. Regie bei beiden Folgen führte Chelsea Ker. Zu den Executive Producern gehört auch ONE-PIECE-Schöpfer Eiichiro Oda. Außerdem sind Jill Wilfert, Keith Malone und Lars Danielsen für LEGO sowie Marty Adelstein und Becky Clements von Tomorrow Studios als Executive Producer beteiligt.
Die Animation selbst entsteht damit nicht bei Toei Animation, dem Studio hinter der seit 1999 laufenden japanischen ONE-PIECE-Animeserie. LEGO ONE PIECE orientiert sich vielmehr unmittelbar an der Netflix-Realverfilmung und überträgt deren Figuren und Handlungsstationen in eine eigene animierte LEGO-Welt.
Die Ursprünge des gesamten Stoffes liegen weiterhin im Manga von Eiichiro Oda. Auf dessen Werk basiert sowohl der seit Jahrzehnten laufende Anime als auch die Netflix-Realserie. LEGO ONE PIECE nimmt innerhalb dieses Geflechts jedoch eine besondere Position ein: Das Special basiert in seiner konkreten Gestaltung auf der Live-Action-Adaption, wird aber vollständig animiert und nutzt die Optik der LEGO-Minifiguren.
Auch die bereits erschienenen LEGO-ONE-PIECE-Bausets sind ausdrücklich von der Netflix-Serie inspiriert. LEGO und Netflix hatten die Produktreihe 2025 gemeinsam vorgestellt. Dazu gehören unter anderem Sets zur Going Merry, zum Baratie und zu Arlong Park.
Netflix hatte die Produktion des Specials im April 2026 als Teil einer größeren Erweiterung des ONE-PIECE-Angebots angekündigt. Neben LEGO ONE PIECE gehören dazu weitere Projekte rund um die Realserie und neue Anime-Produktionen.
LEGO ONE PIECE ist exklusiv bei Netflix verfügbar. Auf der deutschen Plattform wird die Produktion als zweiteiliges Special geführt und in die Bereiche Kinder, Zeichentrickserien und Serien nach Mangavorlage eingeordnet. Die Altersfreigabe wird in Deutschland mit 6 Jahren angegeben.
Für Fans der Realserie liegt der besondere Reiz vor allem darin, dass der bekannte Cast seine Rollen auch in der englischen Animationsfassung übernimmt. Gleichzeitig bietet das Special eine kompakte Rückschau auf den bisherigen Weg von Luffy und seiner Crew, bevor die Geschichte des Netflix-Franchise weitergeführt wird.






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