Plastikteile möglich: Lidl nimmt zwei Bratwürste zurück

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Mehrere aktuelle Lebensmittelrückrufe betreffen derzeit Produkte, die in Supermärkten und anderen Lebensmittelgeschäften in Deutschland verkauft wurden. Besonders weitreichend ist ein neuer Rückruf bei Lidl: Zwei Varianten der Metzgerfrisch Frischen Groben Bratwurst wurden bundesweit aus dem Verkehr gezogen. Grund sind mögliche rote Plastikfremdkörper. Daneben gibt es weitere Warnungen unter anderem für Tiefkühlprodukte, Süßwaren, Bambuskonserven und Käse.

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Zwei Metzgerfrisch-Bratwürste bei Lidl betroffen

Der Lieferant SB-Convenience GmbH ruft die Metzgerfrisch Frische Grobe Bratwurst in der 400-Gramm-Packung sowie die Metzgerfrisch Frische Grobe Bratwurst XXL mit 1600 Gramm zurück. Bei der kleineren Packung ist ausschließlich das Mindesthaltbarkeitsdatum 15. September 2026 betroffen, bei der XXL-Packung das Mindesthaltbarkeitsdatum 13. September 2026. Beide Produkte tragen das Identitätskennzeichen DE NW 20028 EU.

Nach Angaben von Lidl kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich rote Plastikfremdkörper in einzelnen Packungen befinden. Wegen der damit verbundenen möglichen Verletzungsgefahr sollen die betroffenen Würste nicht gegessen werden. Der bundesweite Rückruf Metzgerfrisch Bratwurst gilt ausschließlich für die genannten Produkte mit den entsprechenden Mindesthaltbarkeitsdaten. Andere Metzgerfrisch-Produkte sowie andere Waren des Lieferanten seien nicht betroffen.

Die beiden Bratwurstvarianten wurden bundesweit in Lidl-Filialen angeboten. Betroffene Packungen können in jeder Lidl-Filiale zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage eines Kassenbons erstattet. Woher die möglichen Kunststoffteile stammen, wurde in der veröffentlichten Rückrufinformation nicht näher erläutert.

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Auch Schoko-Erdbeeren von Lidl werden zurückgerufen

Bei Lidl läuft zugleich ein weiterer bundesweiter Lebensmittelrückruf. Betroffen sind Deluxe Erdbeeren in weißer Schokolade in der 120-Gramm-Packung. Zurückgerufen werden Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 16. April 2027 und den Chargen 12 L160426-1 sowie 13 L160426-1. Lieferant ist Victoria Nuts Ltd. aus Bulgarien.

Bei einer Eigenuntersuchung wurde nach Angaben des Unternehmens das Pflanzenschutzmittel Chlorpyrifos oberhalb des gesetzlichen Grenzwerts nachgewiesen. Kundinnen und Kunden sollen die betroffene Ware deshalb nicht verzehren. Auch dieses Produkt wurde bundesweit bei Lidl verkauft und kann in den Filialen ohne Kassenbon gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgegeben werden. Andere Produkte der Marke Deluxe sind von diesem konkreten Rückruf nicht betroffen.

Netto nimmt Rösti-Fries wegen möglicher Plastikteile zurück

Ein weiterer Rückruf betrifft den Tiefkühlbereich von Netto Marken-Discount. Die Schne-frost Ernst Schnetkamp GmbH & Co. KG ruft Snackmaster Rösti-Fries in der 450-Gramm-Packung zurück. Betroffen sind Beutel mit der Losnummer L 6239, dem Mindesthaltbarkeitsdatum 02/2028 und der EAN 4006934778578.

Auch hier sind mögliche Kunststofffremdkörper der Grund. In einzelnen Packungen könnten sich solche Fremdkörper befinden. Die Ware wurde in Netto-Filialen in Teilen von Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Sachsen angeboten. Käufer sollen das Produkt nicht verwenden und können es in der Einkaufsstätte zurückgeben. Ein Kassenbon ist für die Erstattung nicht erforderlich.

Bambussprossen von Go Asia ebenfalls im Rückruf

Bei der Supermarktkette Go Asia betrifft ein aktueller Rückruf Bambussprossen der Marke Royal Orient. Bei untersuchten Konserven wurden erhöhte Werte von Bisphenol A festgestellt. Der Stoff kann aus Materialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, auf Lebensmittel übergehen. Betroffen sind unter anderem Bambussprossen in 567-Gramm-Dosen. Für die aktuell gemeldeten Bambussprossen in Streifen wird das Mindesthaltbarkeitsdatum 29. September 2028 genannt.

Die betroffene Ware wurde in zahlreichen Bundesländern angeboten. Vom Verzehr wird abgeraten. Kunden können entsprechende Konserven in Go-Asia-Filialen zurückgeben und erhalten den Kaufpreis erstattet.

Käserei weitet Rückruf wegen Listerien aus

Besondere Aufmerksamkeit gilt außerdem einem Rückruf der Dorfkäserei Geifertshofen AG. Hintergrund ist der Nachweis von Listeria monocytogenes in einer Charge Weinbauernkäse. Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass weitere im Reifebereich gelagerte Produkte betroffen sind, wurde der Rückruf vorsorglich auf mehrere Käsesorten und Chargen ausgeweitet.

Zu den aktuell genannten Produkten gehören unter anderem Bühlertaler, St. Barbara, Schwäbischer Rahmkäse, Pfefferkäse, Schabzigerkleekäse, Geifertshofener Blütenfee sowie geriebene Käseprodukte der Käserei. Betroffen sind sowohl abgepackte Stücke als auch lose Ware von Käsetheken. Die Käserei rät ausdrücklich vom Verzehr betroffener Ware ab. Listerien können insbesondere für Schwangere, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem ein erhöhtes gesundheitliches Risiko darstellen.

Bei Rückrufen auf MHD, Charge und Packungsgröße achten

Die parallel laufenden Warnungen bedeuten nicht, dass sämtliche Produkte einer Marke oder eines Händlers betroffen sind. Entscheidend sind jeweils die Angaben zu Produktname, Packungsgröße, Mindesthaltbarkeitsdatum, Losnummer oder Charge. Verbraucher sollten diese Kennzeichnungen deshalb genau mit den Rückrufinformationen vergleichen.

Bei den aktuell betroffenen Metzgerfrisch-Bratwürsten ist die Abgrenzung besonders eindeutig: Zurückgerufen werden nur die 400-Gramm-Packung mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 15. September 2026 und die 1600-Gramm-XXL-Packung mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 13. September 2026. Beide tragen das Identitätskennzeichen DE NW 20028 EU. Wer eine entsprechende Packung zu Hause hat, sollte sie nicht mehr verzehren und bei Lidl zurückgeben.

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