Nach Lkw-Brand auf der B6 bleiben Autofahrer im Stau

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Nach dem schweren Lkw-Brand auf der B6 in Bremen müssen Autofahrer in Richtung Delmenhorst weiterhin mit erheblichen Behinderungen rechnen. Ein mit zehn Tonnen Heu beladener Anhänger war am frühen Freitagmorgen, 18. September 2026, im Bereich des Nord-West-Knotens in Brand geraten. Die starke Hitze beschädigte den Asphalt so erheblich, dass der Fahrbahnbelag im betroffenen Bereich erneuert werden muss. Am Montag stand deshalb in Richtung Delmenhorst weiterhin nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.

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Der Lkw-Brand auf der B6 bei Bremen hatte bereits am Freitag für kilometerlange Staus und umfangreiche Sperrungen gesorgt. Die Bundesstraße gehört an dieser Stelle zu den wichtigsten Straßenverbindungen zwischen Bremen und dem Raum Delmenhorst sowie der A28. Wann die beschädigte Fahrbahn vollständig repariert wird, war am Montag noch nicht festgelegt.

Anhänger mit zehn Tonnen Heu geriet in Brand

Nach Angaben der Polizei Bremen wurde der brennende Sattelzug am Freitag gegen 4.45 Uhr auf der Oldenburger Straße in Fahrtrichtung Delmenhorst gemeldet. Der Anhänger war mit rund zehn Tonnen Heu beladen. Der Fahrer bemerkte Flammen im Bereich der linken Hinterachse, lenkte das Gespann an den rechten Fahrbahnrand und trennte die Zugmaschine vom Anhänger. Anschließend brachte er sich in Sicherheit. Verletzt wurde niemand.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand der Anhänger bereits vollständig in Flammen. Die Feuerwehr löschte den Brand. Wegen der erheblichen Rauchentwicklung wurde der Straßenabschnitt ab etwa 4.50 Uhr zunächst in beiden Richtungen vollständig gesperrt. Die Polizei nannte einen möglichen Reifenplatzer als Ausgangspunkt des Feuers. Eine abschließend festgestellte Brandursache wurde damit jedoch nicht mitgeteilt.

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Die Fahrzeuge, die zu diesem Zeitpunkt bereits in der Sperrung in Richtung Delmenhorst standen, mussten nach Polizeiangaben teilweise entgegen der üblichen Fahrtrichtung aus dem Bereich herausgeführt werden. Dieser Vorgang war gegen 6.25 Uhr abgeschlossen. Mehrere Lastwagen konnten erst gegen 7 Uhr auf einem Fahrstreifen an der Brandstelle vorbeigeführt werden. Gegen 7.20 Uhr wurde zunächst eine Spur in der Gegenrichtung wieder freigegeben.

Hitze verformte den Asphalt erheblich

Neben den Löscharbeiten bereitete zunächst auch die mögliche Einwirkung der hohen Temperaturen auf das Straßenbauwerk Probleme. Die Autobahn GmbH ließ deshalb nach dem Feuer die Konstruktion im Bereich des Nord-West-Knotens untersuchen. In Fahrtrichtung Walle beziehungsweise A27 wurden bei der Prüfung keine entsprechenden Schäden festgestellt. Diese Fahrtrichtung konnte deshalb wieder freigegeben werden.

Anders sieht es beim Straßenbelag in Richtung Delmenhorst aus. Das Feuer ereignete sich am Ende der Einfädelungsspur für den Verkehr, der vom Breitenweg auf die B6 gelangt. Dort wurde der Asphalt durch die Hitze stark verformt. Nach den veröffentlichten Angaben der Autobahn GmbH ist eine vollständige Erneuerung des betroffenen Fahrbahnbelags erforderlich. Eine konkrete Größe der beschädigten Fläche in Quadratmetern wurde bislang nicht angegeben.

Damit ist auch eine wichtige örtliche Abgrenzung möglich: Der Brand ereignete sich nicht auf der eigentlichen Stephanibrücke über die Weser, sondern im Bereich des Nord-West-Knotens nördlich beziehungsweise unmittelbar vor der Brückenstrecke, in Fahrtrichtung Delmenhorst.

Richtung Delmenhorst bleibt nur eine Spur verfügbar

Am Montag, 21. September, war die B6 wieder in beiden Fahrtrichtungen grundsätzlich befahrbar. Richtung Delmenhorst steht im beschädigten Abschnitt jedoch weiterhin nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Besonders während stärkerer Verkehrszeiten kann sich der Verkehr deshalb weiterhin zurückstauen. Radio Bremen berichtete unter Berufung auf die Autobahn GmbH, dass Beginn und Dauer der Reparaturarbeiten noch nicht feststehen.

Damit gibt es derzeit auch keinen belastbaren Zeitpunkt, ab wann wieder alle regulären Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Die erforderliche Sanierung betrifft den durch den Brand beschädigten Asphalt im Bereich der Einfädelung. Angaben über eine mehrtägige oder länger dauernde Vollsperrung für die Reparatur lagen am Montag zunächst nicht vor.

Während des Brandes und der anschließenden Prüfungen waren die Auswirkungen deutlich größer. Verkehr aus Richtung Utbremer Tunnel, Utbremer Straße und Breitenweg wurde ebenso wie Fahrzeuge aus der Gegenrichtung in Richtung Hans-Böckler-Straße abgeleitet. Nach Angaben aus dem Umfeld der Autobahn GmbH führte eine ausgeschilderte Umleitung aus nördlicher Richtung über die Utbremer Straße und den Breitenweg. Verkehr von der Stephanibrücke wurde hinter der Weser über die Hans-Böckler-Straße und die Doventorscontrescarpe geführt.

Am Freitag reichten die Verkehrsprobleme weit über die unmittelbare Brandstelle hinaus. Nach Angaben der Bremer Verkehrsmanagementzentrale staute sich der Verkehr zeitweise auf der B75 bis in den Bereich Kirchhuchting zurück. Seit der Wiederfreigabe hat sich die Situation deutlich entspannt, die reduzierte Zahl der Fahrstreifen bleibt aber ein Engpass.

Wichtige Verkehrsachse zwischen Bremen und Delmenhorst

Die B6 und B75 bilden im Bremer Stadtgebiet eine zentrale Verbindung zwischen der Innenstadt, der Stephanibrücke und den südwestlichen Stadtteilen sowie in Richtung Delmenhorst und A28. Einschränkungen am Nord-West-Knoten können sich deshalb rasch auf mehrere Zufahrtsachsen auswirken.

Für Autofahrer bleibt vor allem der Zustand in Fahrtrichtung Delmenhorst relevant. Solange der beschädigte Asphalt nicht erneuert ist und nur ein Fahrstreifen zur Verfügung steht, sind vor allem zu den Hauptverkehrszeiten erneute Rückstaus möglich. Wann die Sanierungsarbeiten beginnen und ob dafür weitere Fahrstreifen oder Zufahrten zeitweise gesperrt werden müssen, war am Montag noch offen.

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