Neue Macs für lokale KI: Apple setzt bei Leistung und Preisen höher an

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Grzegorz Walczak

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Apple hat am Dienstag eine neue Generation seiner Desktop-Computer vorgestellt. Der Mac mini erhält erstmals den neuen M6-Chip und ist alternativ mit M5 Pro erhältlich. Beim leistungsstärkeren Mac Studio setzt Apple auf M5 Max und M5 Ultra. Vorbestellungen sind ab sofort möglich, die reguläre Verfügbarkeit beginnt am 22. September. Gleichzeitig steigen die Einstiegspreise in Deutschland gegenüber den ursprünglichen Einführungspreisen der Vorgängergenerationen deutlich.

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Der M6 debütiert im Mac mini

Der M6 ist Apples erster Chip auf Basis einer 2-Nanometer-Technologie. Er verfügt über zwölf CPU-Kerne, zwölf GPU-Kerne und zwei Neural Engines mit jeweils 16 Kernen. Die Speicherbandbreite liegt laut Apple bei bis zu 170 GB pro Sekunde. Das Basismodell des Mac mini wird mit 16 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher angeboten und lässt sich mit bis zu 32 GB konfigurieren.

Apple gibt für den M6-Mac-mini gegenüber dem M4 unter anderem eine bis zu 40 Prozent höhere CPU-Leistung, die doppelte Grafikleistung und eine bis zu viermal höhere KI-Leistung an. Diese Werte beruhen auf Tests des Herstellers. Unabhängige Benchmarks der neuen Modelle lagen zum Zeitpunkt der Vorstellung noch nicht vor.

Die leistungsstärkere Variante des Mac mini verwendet den M5 Pro. Dieser ist mit bis zu 18 CPU-Kernen und 20 GPU-Kernen erhältlich und unterstützt bis zu 64 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher. Neu sind zudem Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und standardmäßig 2,5-Gigabit-Ethernet. Beim M6-Modell kommen Thunderbolt-4-Anschlüsse zum Einsatz, der M5 Pro unterstützt Thunderbolt 5.

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Mac Studio mit bis zu 512 GB gemeinsamem Speicher

Beim Mac Studio bietet Apple künftig den M5 Max und den M5 Ultra an. Der M5 Max verfügt über 18 CPU-Kerne und kann mit bis zu 40 GPU-Kernen sowie 128 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher konfiguriert werden. Der M5 Ultra reicht bis zu 36 CPU-Kerne, 80 GPU-Kerne und 512 GB gemeinsamen Speicher. Seine Speicherbandbreite gibt Apple mit bis zu 1,2 TB pro Sekunde an.

Auch hier stellt Apple KI-Anwendungen stärker in den Mittelpunkt. Für den M5 Ultra nennt das Unternehmen eine bis zu 4,3-mal höhere maximale KI-Rechenleistung als beim M3 Ultra. Mehrere Mac-Studio-Systeme lassen sich über Thunderbolt 5 für besonders rechenintensive Anwendungen zusammenschalten. Die Konfiguration mit 512 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher soll allerdings erst Ende Oktober verfügbar werden.

Mac mini kostet zum Einstieg 1.049 Euro

Der Mac mini mit M6 startet in Deutschland bei 1.049 Euro. Die Version mit M5 Pro kostet mindestens 1.999 Euro. Für den Mac Studio verlangt Apple mindestens 2.999 Euro mit M5 Max und 6.599 Euro mit M5 Ultra.

Damit liegt der Einstieg deutlich über den ursprünglichen Preisen der Vorgängergenerationen. Der Mac mini mit M4 war 2024 zum Marktstart ab 699 Euro erhältlich. Der neue M6-Mac-mini kostet damit 350 Euro oder rund 50 Prozent mehr als der damalige Einstieg. Beim Mac mini mit Pro-Chip steigt der ursprüngliche Einstiegspreis von 1.649 auf 1.999 Euro, ebenfalls um 350 Euro und damit um gut 21 Prozent. Der Mac Studio begann bei seiner vorherigen Generation 2025 bei 2.499 Euro. Das neue Basismodell mit M5 Max liegt 500 Euro oder 20 Prozent darüber. Apple hatte Konfigurationen und Preise einzelner Modelle zwischenzeitlich bereits verändert, weshalb diese Werte die jeweiligen ursprünglichen Einführungspreise vergleichen.

Lokale KI wird zum zentralen Verkaufsargument

Mit den neuen Modellen richtet Apple seine Desktop-Rechner noch stärker auf lokale KI-Berechnungen aus. Große Sprachmodelle und andere rechenintensive Anwendungen sollen dadurch direkt auf dem Gerät laufen können, ohne für jeden Arbeitsschritt auf externe Rechenzentren angewiesen zu sein. Besonders der Mac Studio positioniert sich damit weiterhin als kompakte Workstation für professionelle Anwendungen.

Die Vorstellung fällt zugleich in eine Phase gestiegener Speicherchippreise. Die weltweit wachsende Nachfrage von KI-Rechenzentren beansprucht große Mengen leistungsfähiger Speicherbausteine. Apple hatte bereits im Juni die Preise einzelner Mac- und iPad-Modelle angehoben. Einen direkten Zusammenhang zwischen dieser Entwicklung und den nun festgelegten Preisen der neuen Desktop-Modelle stellte das Unternehmen bei der Präsentation nicht her.

Verkaufsstart am 22. September

Mac mini und Mac Studio können seit dem 25. August vorbestellt werden. Die Auslieferung und der Verkauf beginnen am 22. September. Lediglich die besonders große 512-GB-Speicherkonfiguration des Mac Studio mit M5 Ultra folgt nach Apples Angaben erst Ende Oktober. Damit erneuert Apple zwei seiner wichtigsten stationären Mac-Baureihen und verbindet den Generationswechsel mit deutlich mehr KI-Rechenleistung, neuen Funkstandards und höheren Einstiegspreisen.

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