
Der Autozulieferer Mahle hat am Mittwoch neue Geschäftszahlen vorgelegt und dabei ein gemischtes Bild gezeigt. Der Umsatz 2025 lag bei 11,257 Milliarden Euro, nach 11,681 Milliarden Euro im Vorjahr. Das berichtete Konzernergebnis sank von 22 auf 20 Millionen Euro. Gleichzeitig stieg das bereinigte EBIT von 347 auf 442 Millionen Euro, die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich von 3,0 auf 3,9 Prozent. Mahle verweist auf ein schwieriges Umfeld mit neuen US-Zöllen, Lieferkettenproblemen und anhaltenden regulatorischen Diskussionen.
Mahle beschäftigte Ende 2025 weltweit 64.242 Menschen und damit 3.466 weniger als ein Jahr zuvor. Dass der Konzern auf die Lage mit Personalabbau reagiert, ist nicht ganz neu. Bereits im Juli 2025 hatte Konzernchef Arnd Franz der dpa gesagt, dass Mahle in den vorangegangenen zwölf Monaten rund 600 Stellen in Deutschland abgebaut habe. Damals kündigte er zugleich an, dass die Zahl der Arbeitsplätze weiter sinken dürfte. Ende 2024 arbeiteten in Deutschland rund 10.000 Menschen für das Unternehmen.
Laut aktueller Unternehmensmitteilung werden derzeit vor allem die indirekten Kosten gesenkt, insbesondere in Europa und Nordamerika. Das betrifft ausdrücklich Verwaltung und Entwicklung. Schon im November 2025 hatte Mahle zudem angekündigt, weltweit weitere 1.000 Stellen streichen zu wollen. Damals begründete das Unternehmen den Schritt mit einer schwachen Marktlage, hohem Kostendruck und dem verschärften internationalen Wettbewerb. Ein erheblicher Teil der Einsparungen sollte auf Deutschland entfallen.
Ein wichtiger Punkt für die Einordnung: Mahle verdient operativ wieder etwas besser, wird unter dem Strich aber weiterhin von Restrukturierungskosten belastet. Ratingexperten von S&P hatten bereits im März darauf verwiesen, dass die Umstellung auf E-Mobilität, Restrukturierungskosten, hohe Forschungs- und Entwicklungsausgaben sowie schwaches Marktwachstum die Ertragskraft des Konzerns belasten. In der aktuellen Berichterstattung ist von hohen Rückstellungen für Restrukturierungen die Rede.
Der Konzern versucht weiterhin den Spagat zwischen Zukunftsinvestitionen und Kostensenkungen. Mahle setzt strategisch auf Elektrifizierung, Thermomanagement und Komponenten für effiziente Verbrennungsmotoren. Gleichzeitig zeigt der anhaltende Personalabbau, wie stark der Druck in der Zulieferindustrie bleibt. Für die Beschäftigten heißt das: Auch wenn Mahle 2025 zum dritten Mal in Folge schwarze Zahlen geschrieben hat, ist der Sparkurs noch längst nicht beendet.
Neu an diesem Mittwoch ist vor allem der Zusammenhang aus frischen Jahreszahlen und dem bestätigten Sparkurs. Die heute veröffentlichten Daten zeigen, dass Mahle 2025 zwar operativ robuster geworden ist, beim Umsatz aber weiter unter Druck steht. Der bereits bekannte Stellenabbau erhält dadurch eine neue wirtschaftliche Grundlage. Zugleich macht die aktuelle Mitteilung deutlich, dass der Konzern seine Kostenprogramme weiter fortsetzt und der Konsolidierungsdruck nach eigener Einschätzung hoch bleibt.
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