
Der Frankfurt Marathon 2026 führt am Sonntag, 25. Oktober, zu umfangreichen Verkehrseinschränkungen in der Mainmetropole. Zahlreiche Straßen werden zeitweise gesperrt, mehrere Stadtteile sind nur eingeschränkt erreichbar. Auch Busse und Straßenbahnen müssen ihren Betrieb an die Laufstrecke anpassen. Die ersten Sperrungen beginnen bereits um 5 Uhr, einzelne Bereiche bleiben laut Veranstalter bis 20 Uhr betroffen.
Der 43. Mainova Frankfurt Marathon startet am Sonntag um 10 Uhr auf der Friedrich-Ebert-Anlage vor dem Frankfurter Messegelände. Die Strecke führt über 42,195 Kilometer durch weite Teile der Stadt. Der Zieleinlauf erfolgt in der Festhalle. Das Veranstaltungsende ist für 16.45 Uhr vorgesehen.
Die Verkehrsmaßnahmen beginnen deutlich früher. Nach Angaben der städtischen Verkehrsinformation Mainziel gelten im Innenstadtbereich bereits ab etwa 5 Uhr Straßensperrungen. Während des Tages sind insbesondere die Innenstadt sowie Sachsenhausen, Niederrad, Schwanheim, Nied, Höchst, Griesheim und das Gallus betroffen.
Die Einschränkungen gelten nicht überall gleichzeitig. Für einzelne Straßen und Stadtteile wurden unterschiedliche Zeitfenster veröffentlicht. Auf der Friedrich-Ebert-Anlage sind Sperrungen von 5 bis 20 Uhr vorgesehen. Auch nach dem Durchlauf des Teilnehmerfeldes können somit noch Verkehrsmaßnahmen bestehen bleiben.
Die Laufstrecke beginnt im Messebereich und führt zunächst über die Friedrich-Ebert-Anlage und die Mainzer Landstraße in Richtung Bankenviertel. Anschließend verläuft sie über mehrere Straßen der Innenstadt und des Westends, darunter die Bockenheimer Landstraße, den Opernplatz und den Reuterweg.
Über die Kurt-Schumacher-Straße und die Alte Brücke erreicht der Kurs das südliche Mainufer. In Sachsenhausen folgen unter anderem der Schaumainkai, die Schweizer Straße und die Kennedyallee. Danach führt die Strecke durch Niederrad sowie die westlichen Stadtteile Goldstein und Schwanheim.
Über die Schwanheimer Brücke gelangen die Läufer nach Nied und Höchst. Der Rückweg führt unter anderem über die Bolongarostraße, die Oeserstraße und die Mainzer Landstraße. Anschließend geht es durch das Gallus und erneut durch die Innenstadt zurück zum Messegelände.
Die Strecke quert damit zahlreiche wichtige Straßenverbindungen zwischen dem Frankfurter Zentrum und den westlichen Stadtteilen.
Für die einzelnen Bereiche nennt der Veranstalter folgende Zeitfenster, in denen mit Einschränkungen gerechnet werden muss:
| Stadtteil | Geplante Einschränkungen |
|---|---|
| Innenstadt und Altstadt | 9 bis 17 Uhr |
| Westend | 9 bis 12.30 Uhr |
| Sachsenhausen | 10.15 bis 13 Uhr |
| Niederrad | 10.20 bis 13.30 Uhr |
| Schwanheim und Goldstein | 10.30 bis 14.15 Uhr |
| Nied | 10.45 bis 15.10 Uhr |
| Höchst | 10.50 bis 14.55 Uhr |
| Griesheim | 11 bis 15.30 Uhr |
| Gallus und Europaviertel | 11.10 bis 16 Uhr |
| Gutleutviertel | 11.10 bis 16 Uhr |
Die Angaben beziehen sich auf die jeweiligen Stadtteilbereiche. Einzelne Straßen können abweichende Sperrzeiten haben. Beispielsweise ist für die Bockenheimer Landstraße ein Zeitfenster von 6 bis 13 Uhr vorgesehen. An der Kennedyallee beginnen die im Sperrzeitenplan ausgewiesenen Maßnahmen gegen 10.13 Uhr.
Auch die Schwanheimer Brücke liegt auf dem Kurs. Für sie sieht der Veranstalter eine Sperrzeit von 10.39 bis 14.15 Uhr vor. Im Bereich der Bolongarostraße in Höchst sind Einschränkungen von etwa 10.51 bis 14.55 Uhr vorgesehen.
Die Sperrungen haben unmittelbare Folgen für die Erreichbarkeit einzelner Wohngebiete. In der Frankfurter Altstadt ist eine Zufahrt bis 12.45 Uhr nur von Westen durch den Theatertunnel vorgesehen. Anschließend stehen nach den veröffentlichten Planungen die Kurt-Schumacher-Straße beziehungsweise die Battonstraße als Zufahrtsmöglichkeiten zur Verfügung.
Im Westend können Autofahrer unter anderem über die A66 und die Miquelallee ausweichen. Für Sachsenhausen und Niederrad nennt der Veranstalter Zufahrtsmöglichkeiten über die B44 sowie über die Anschlussstellen Frankfurt-Niederrad und Frankfurt-Westhafen der A5.
Besonders weitreichend sind die Einschränkungen in Nied. Dort ist während des angegebenen Zeitfensters keine reguläre Zufahrt vorgesehen. Eine Abfahrt bleibt über die Mainzer Landstraße möglich. Für das Wohngebiet östlich der Birminghamstraße besteht eine besondere Regelung über die Oeserstraße.
Höchst bleibt aus westlicher, nördlicher und südlicher Richtung erreichbar. Im Gallus und Europaviertel werden unter anderem die A648 mit der Emser Brücke sowie Verbindungen über die A5 als Umfahrungsmöglichkeiten genannt. Die Hohenstaufenstraße ist dort von 11.10 bis 16 Uhr vollständig gesperrt.
Auch der öffentliche Nahverkehr muss sich am Marathonsonntag auf den Streckenverlauf einstellen. Besonders betroffen sind Straßenbahnen und Busse, deren Linien die Laufstrecke kreuzen oder auf gesperrten Straßen verkehren.
Für diese Verkehrsangebote sind Unterbrechungen, verkürzte Linienwege und Umleitungen vorgesehen. Welche Verbindung tatsächlich genutzt werden kann, hängt vom jeweiligen Streckenabschnitt und der Uhrzeit ab.
Die Stadt Frankfurt sowie RMV und traffiQ empfehlen deshalb, bevorzugt U-Bahnen und S-Bahnen zu nutzen. Beide Verkehrsmittel können die Marathonstrecke unabhängig von den oberirdischen Straßensperrungen passieren. Marathonbedingte Einschränkungen sind dort nach den Veranstalterinformationen nicht vorgesehen.
Zur Frankfurter Messe besteht mit der U4 eine Verbindung zur Station Festhalle/Messe. Außerdem erreichen Fahrgäste das Gelände über den S-Bahnhof Messe mit den Linien S3, S4, S5 und S6.
Für konkrete Bus- und Straßenbahnverbindungen können Fahrgäste die elektronische Fahrplanauskunft des RMV verwenden. Das kostenpflichtige RMV-Servicetelefon ist unter 069 / 24248024 erreichbar.
Eine Besonderheit betrifft die Schwanheimer Brücke. Dort laufen seit dem 12. Oktober Instandsetzungsarbeiten von Hessen Mobil. Die Arbeiten betreffen schadhafte Übergangskonstruktionen der Brücke und sollen bis Ende 2026 dauern.
Während der Bauarbeiten wird der Verkehr abschnittsweise auf jeweils eine Fahrspur pro Richtung beschränkt. Eine vollständige baubedingte Sperrung der Brücke ist dafür nicht erforderlich.
Die Stadt Frankfurt bestätigte am 7. Oktober, dass der Marathon am 25. Oktober trotz der laufenden Instandsetzung wie geplant über das Bauwerk führen kann. Die zeitweise Sperrung im Zusammenhang mit der Laufveranstaltung bleibt davon unberührt.
Die städtische Verkehrsinformation bittet Autofahrer, nicht notwendige Fahrten im betroffenen Stadtgebiet zu vermeiden. Die Marathonstrecke sollte möglichst weiträumig umfahren werden. Auch von einer alleinigen Orientierung an Navigationsgeräten wird abgeraten, da die Absperrmaßnahmen den Straßenverkehr bereits vor dem eigentlichen Durchlauf des Teilnehmerfeldes beeinträchtigen können.
Für Autofahrer, die zum Messegelände möchten, steht das Messeparkhaus Rebstock zur Verfügung. Von dort ist am Marathonsonntag ein kostenloser Shuttleverkehr zum Veranstaltungsgelände vorgesehen.
Für Fragen zu Sperrungen und Umfahrungsmöglichkeiten richtet der Veranstalter ein Bürgertelefon unter 069 / 370046860 ein. Es ist am Samstag, 24. Oktober, von 13 bis 18 Uhr und am Sonntag, 25. Oktober, von 7.30 bis 16.30 Uhr erreichbar.
Zusätzlich ist bei der Planung die Zeitumstellung zu beachten. In der Nacht zum Sonntag werden die Uhren um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Der Marathon findet damit am ersten Tag der Winterzeit statt.
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