München Marathon 2026 verändert den Verkehr in weiten Teilen der Stadt

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Symbolfoto

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Der München Marathon 2026 sorgt am Sonntag, 11. Oktober, für umfangreiche Einschränkungen im Straßenverkehr und im öffentlichen Nahverkehr. Marathon, Marathonstaffel, Halbmarathon und 10-Kilometer-Lauf führen durch den Olympiapark, die Innenstadt, den Englischen Garten und den Münchner Osten. Die Münchner Verkehrsgesellschaft hat bereits zahlreiche Umleitungen, verkürzte Linienwege und zeitweise Betriebspausen angekündigt. Auf den Straßen werden Abschnitte der Laufstrecke für den Verkehr gesperrt. Eine vollständige amtliche Straßenliste mit den jeweiligen Anfangs- und Endzeiten lag am Montag, 5. Oktober, allerdings noch nicht vor.

Vier große Läufe finden am Sonntag statt

Der Marathon startet um 9 Uhr am Spiridon-Louis-Ring im Olympiapark. Die Marathonstaffeln folgen um 9.25 Uhr. Um 10.25 Uhr beginnt dort auch der Halbmarathon. Der 10-Kilometer-Lauf startet als einziger der vier großen Wettbewerbe nicht im Olympiapark, sondern um 13.30 Uhr im Werksviertel. Das gemeinsame Ziel liegt am Willi-Daume-Platz am Olympiasee. Für Marathon und Staffel ist der Zielschluss gegen 15.25 Uhr vorgesehen, beim Halbmarathon gegen 14 Uhr und beim 10-Kilometer-Lauf gegen 15.20 Uhr. Damit bleibt die Strecke über weite Teile des Tages für den regulären Verkehr relevant.

Strecke führt von der Innenstadt bis in den Münchner Osten

Der Marathon verläuft auf einer einzigen 42,195 Kilometer langen Runde. Vom Olympiapark führt der Kurs unter anderem über Elisabethstraße und Leopoldstraße in Richtung Innenstadt. Marienplatz, Sendlinger Tor und Odeonsplatz gehören ebenso zum Streckenverlauf wie Martiusstraße und der Englische Garten. Anschließend geht es über Bereiche an Tivolistraße, Montgelasstraße, Oberföhringer Straße, Cosimastraße, Weltenburger Straße, Truderinger Straße, Neumarkter Straße und Ampfingstraße bis ins Werksviertel. Über Ludwigsbrücke und Isartor führt die Strecke wieder in die Innenstadt und schließlich über Siegestor und Franz-Joseph-Straße zurück zum Olympiapark.

Vollständige Sperrzeiten für die Straßen fehlen noch

Die genannten Straßen liegen auf oder unmittelbar an der offiziellen Laufstrecke. Daraus folgt jedoch nicht, dass jeder Abschnitt von morgens bis zum Veranstaltungsende durchgehend gesperrt bleibt. Der Veranstalter erklärt ausdrücklich, dass Straßensperrungen nur während der vorgesehenen Laufzeiten gelten und nach Maßgabe des Rennverlaufs wieder aufgehoben werden. Ein Schlussfahrzeug markiert das Zeitlimit. Konkrete Anfangs- und Endzeiten für jeden einzelnen Straßenabschnitt nennt die aktuelle Veranstaltungsseite der Stadt noch nicht. Auch konkrete Halteverbotsbereiche mit straßenweisen Gültigkeitszeiten sind dort bislang nicht aufgeführt. Deshalb lassen sich frühere Sperrpläne nicht ohne Weiteres auf 2026 übertragen.

Ackermannstraße und Olympiapark sind konkret betroffen

Eine der bereits ausdrücklich bestätigten Straßensperrungen betrifft die Ackermannstraße. Die MVG begründet den Ausfall der Buslinie 144 bis etwa 16 Uhr mit Sperrungen im Olympiapark sowie der Sperrung der Ackermannstraße. Ab ungefähr 16 Uhr soll die Linie wieder fahren, zwischen Spiridon-Louis-Ring und Olympiapark West jedoch bis Betriebsschluss umgeleitet werden. Für die Anreise zum Olympiapark nennt der Veranstalter grundsätzlich den Mittleren Ring, weist aber zugleich auf begrenzte Parkmöglichkeiten hin und empfiehlt die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Für Radfahrer kann es im Olympiapark ab 8 Uhr wegen der Streckenführung zu Einschränkungen kommen.

30 Tram- und Buslinien sind von Änderungen betroffen

Besonders umfangreich fallen die Einschränkungen bei der MVG aus. Betroffen sind sieben Tramlinien, nämlich 12, 16, 17, 19, 21, 27 und 28, sowie 23 Buslinien einschließlich des Ersatzverkehrs 25. Die Tram 12 fährt etwa von 8 bis 16 Uhr nur in zwei getrennten Abschnitten. Die Linien 16 und 17 werden ungefähr zwischen 9 und 15 Uhr am Sendlinger Tor gekürzt. Bei der Tram 19 gelten Einschränkungen von etwa 8 bis 14.30 Uhr, ebenso bei der Linie 21. Die Tram 28 nimmt ihren Betrieb nach derzeitiger Planung erst nach Aufhebung der Sperrungen gegen 16 Uhr auf.

Mehrere Buslinien fallen zeitweise komplett aus

Auch bei den Bussen gibt es nicht nur Umleitungen. Der Ersatzbus 25 fährt zwischen etwa 10 und 15.30 Uhr gar nicht. Die Linie 144 bleibt bis ungefähr 16 Uhr eingestellt, die Linie 153 bis etwa 15.50 Uhr. Die Buslinie 184 fährt zwischen ungefähr 8.30 und 14.10 Uhr nicht, während die Linie 187 ihren Betrieb erst nach Aufhebung der Sperrungen gegen 14.30 Uhr aufnehmen soll. Andere Linien wie X30, 52, 53, 54, 55, 58, 59, 62, 100, 132, 145, 154 und 155 werden verkürzt oder großräumig umgeleitet. Zahlreiche Haltestellen in Innenstadt, Schwabing, Bogenhausen und im Münchner Osten entfallen zeitweise.

U3 fährt zwischen Olympiazentrum und Sendlinger Tor häufiger

Für die Anreise zum Start und Ziel setzt die MVG zusätzliche U-Bahn-Züge ein. Die U3 soll von etwa 7.30 bis 17 Uhr zwischen Olympiazentrum, Scheidplatz, Münchner Freiheit, Marienplatz und Sendlinger Tor auf einen Fünf-Minuten-Takt verdichtet werden. Die MVG empfiehlt für Fahrten quer durch die Stadt ausdrücklich U-Bahn und S-Bahn, um die gesperrten Streckenabschnitte zu umgehen. Fahrgäste sollten ihre Verbindung unmittelbar vor der Fahrt prüfen, weil Umleitungen auch auf nicht unmittelbar gesperrten Teilen der betroffenen Bus- und Tramlinien Verspätungen verursachen können. Start, Ziel und das Runners Festival sind über die Station Olympiazentrum erreichbar.

Autofahrer und Anwohner müssen mit kurzfristigen Freigaben rechnen

Für Autofahrer bedeutet die Streckenführung, dass zentrale Verbindungen zwischen Olympiapark, Schwabing, Altstadt, Englischem Garten und dem Münchner Osten zeitweise nicht nutzbar sind. Die Sperrungen sollen abschnittsweise entsprechend dem Fortschritt der Läufe aufgehoben werden. Eine durchgängige offizielle Kfz-Umleitungsroute für die gesamte Marathonstrecke ist auf den aktuellen Veranstaltungsseiten nicht ausgewiesen. Ebenso fehlen bislang verbindliche Angaben zu sämtlichen Halteverbotszonen. Anwohner entlang der Strecke sollten deshalb die kurzfristig aufgestellte Beschilderung beachten. Für Wege durch die Innenstadt ist am Marathonsonntag die Nutzung von S-Bahn und U-Bahn die verlässlichere Alternative zu Bus, Tram und Auto.

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