Zwei Straßen in Delbrück ab Montag gesperrt: Das ist geplant

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Symbolfoto

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In der Innenstadt von Delbrück beginnen am Montag, 26. Oktober 2026, umfangreiche Bauarbeiten. Betroffen sind Teile der Marktstraße und der Schulstraße, die während der Umgestaltung für den Autoverkehr gesperrt werden. Die Stadt will an der Kreuzung beider Straßen rund 250 Quadratmeter gepflasterte Fläche in eine Grünanlage umwandeln. Gleichzeitig werden Parkflächen verändert, Bäume ersetzt und Kanalbauarbeiten durchgeführt. Die Einschränkungen sollen voraussichtlich bis zum Jahresende andauern.

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Diese Abschnitte der Marktstraße und Schulstraße sind gesperrt

Die Sperrung der Marktstraße und Schulstraße beginnt am Montag, 26. Oktober 2026. Nach Angaben der Stadt Delbrück umfasst die Baustelle den Bereich zwischen der Kreuzung beider Straßen und der Einmündung der Marktstraßen-Einbahnstraße in Richtung Lange Straße.

Für Autofahrer ergeben sich dadurch Änderungen bei der Zufahrt. Die Marktstraße wird von der Graf-Sporck-Straße kommend zur Sackgasse. Auch die Schulstraße wird aus Richtung Driftweg als Sackgasse ausgewiesen. Eine Durchfahrt durch den betroffenen Baustellenbereich ist für Kraftfahrzeuge während der Arbeiten nicht möglich.

Die Stadt empfiehlt Verkehrsteilnehmern, die Baustelle möglichst großräumig zu umgehen. Eine konkrete Umleitungsstrecke wird in der kommunalen Baustellenübersicht nicht genannt. Während der Bauzeit rechnet die Verwaltung ausdrücklich mit Verkehrsbehinderungen und weiteren Einschränkungen.

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Eine genaue Uhrzeit für den Beginn der Sperrung am Montag wurde zunächst nicht veröffentlicht.

Fußgänger und Radfahrer können die Baustelle passieren

Anders als für den motorisierten Verkehr soll die Verbindung für Menschen zu Fuß und auf dem Fahrrad erhalten bleiben. Nach Angaben der Stadt können Fußgänger und Radfahrer den Baustellenbereich auch während der Umgestaltung weiterhin durchqueren.

Für Anwohner ist die Zufahrt zu ihren Grundstücken grundsätzlich bis zum jeweiligen Baustellenbereich möglich. Eine durchgehende Befahrbarkeit der gesperrten Straßen ist damit allerdings nicht verbunden.

Die Verkehrsführung richtet sich nach der Lage der Baustelle. Einen detaillierten Zeitplan für mögliche Veränderungen der Zufahrten während einzelner Bauphasen hat die Stadt bislang nicht veröffentlicht.

Auch zum öffentlichen Nahverkehr liegen für diese Arbeiten zunächst keine konkreten Angaben über betroffene Buslinien, ausfallende Haltestellen oder Ersatzhaltestellen vor. Entsprechende Änderungen sind damit nicht offiziell bestätigt.

Rund 250 Quadratmeter Pflaster werden entfernt

Hinter den Sperrungen steht ein Vorhaben zur klimafreundlicheren Gestaltung der Delbrücker Innenstadt. Im Mittelpunkt befindet sich eine bislang befestigte öffentliche Fläche an der Kreuzung Marktstraße und Schulstraße, unweit der Europa-Gesamtschule.

Auf ungefähr 250 Quadratmetern soll das vorhandene Pflaster entfernt werden. Anschließend ist die Bepflanzung mit heimischen und an veränderte Klimabedingungen angepassten Arten vorgesehen.

Die Stadt verfolgt damit mehrere Ziele. Weniger versiegelte Flächen sollen die sommerliche Aufheizung des öffentlichen Raums verringern. Gleichzeitig kann Niederschlagswasser leichter im Boden versickern, statt vollständig über befestigte Oberflächen abzufließen.

Die Begrünung soll außerdem zusätzliche Lebensräume für Insekten schaffen und die biologische Vielfalt im Stadtgebiet fördern. Die Umgestaltung ist somit nicht ausschließlich eine Verschönerungsmaßnahme, sondern Teil der kommunalen Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Der Rat der Stadt Delbrück hatte die Maßnahme am 30. September 2026 beschlossen.

Auch Parkplätze und Bäume sind von den Arbeiten betroffen

Die Bauarbeiten beschränken sich nicht auf die neue Grünfläche. An der Marktstraße werden zusätzlich Teile bestehender Parkplatzflächen umgestaltet. Dort sollen Rasengittersteine das bisherige Pflaster ersetzen. Durch ihre wasserdurchlässige Struktur können solche Flächen zur Versickerung von Regenwasser beitragen.

Außerdem ist in einem Teilbereich die Verlegung eines neuen Kanals vorgesehen. Genauere Angaben zum Verlauf der Kanalbauarbeiten oder zu deren zeitlicher Reihenfolge wurden zunächst nicht veröffentlicht.

Im Bereich der Marktstraße und Schulstraße müssen darüber hinaus mehrere Bäume gefällt werden. Nach Angaben der Stadt betrifft dies überwiegend Roteichen. Ein Teil der Bäume weist bereits Trockenschäden auf. Zudem ist der Platz für das Wurzelwachstum begrenzt, während einzelne Wurzeln bereits in Verkehrsflächen hineinreichen.

Grundlage für den Umgang mit beschädigten Bäumen und problematischem Wurzelwachstum ist ein Ratsbeschluss aus dem Jahr 2019.

Die Stadt plant, den überwiegenden Teil der gefällten Bäume durch Neupflanzungen zu ersetzen. Wo bisher zwei Bäume zu dicht beieinanderstehen, soll künftig teilweise nur ein neuer Baum gepflanzt werden. Vorgesehen sind Baumarten, die zu den jeweiligen Standorten und den erwarteten klimatischen Bedingungen passen.

Land und Europäische Union finanzieren Großteil der Kosten

Die Entsiegelung wird durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union unterstützt. Grundlage ist das Förderprogramm EFRE/JTF Nordrhein-Westfalen 2021 bis 2027.

Nach Angaben der Stadt belaufen sich die förderfähigen Kosten auf knapp 71.000 Euro. Die Förderquote beträgt 80 Prozent. Daraus ergeben sich Zuschüsse von rund 57.000 Euro. Der kommunale Eigenanteil liegt bei ungefähr 14.000 Euro.

Das Förderprogramm unterstützt unter anderem Maßnahmen zur Klimaanpassung, zur nachhaltigen Stadtentwicklung und zur ökologischen Umgestaltung öffentlicher Räume.

Die neue Grünfläche in Delbrück ist damit ein konkretes Beispiel für die Verwendung europäischer und landesweiter Fördermittel auf kommunaler Ebene.

Bauarbeiten sollen bis Ende Dezember abgeschlossen sein

Als Beginn der Arbeiten nennt die Stadt den 26. Oktober 2026. Der Abschluss ist nach bisheriger Planung bis Ende des Jahres vorgesehen. Die Verwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass dieser Zeitplan von den Witterungsverhältnissen abhängig ist.

Ein verbindliches Datum für die vollständige Freigabe der Marktstraße und Schulstraße wurde bislang nicht genannt. Ebenso fehlen konkrete Zeitangaben zu einzelnen Bauabschnitten.

Bis zum Abschluss der Umgestaltung müssen sich Autofahrer deshalb auf Einschränkungen im betroffenen Teil der Innenstadt einstellen. Für Fußgänger und Radfahrer bleibt die Passage nach der veröffentlichten Verkehrsregelung möglich. Anlieger können ihre Grundstücke weiterhin bis zum jeweiligen Baustellenbereich erreichen.

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