ARD zeigt vor den US-Midterms, wie umstritten Trumps Politik inzwischen ist

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Am Montagabend, 2. November 2026, richtet Das Erste den Blick auf die politische Stimmung in den Vereinigten Staaten. Einen Tag vor den US-Zwischenwahlen zeigt die ARD um 22:50 Uhr die Dokumentation „Midterms: Bröckelt Trumps Macht?“. ARD-Korrespondentin Gudrun Engel reist dafür durch mehrere Bundesstaaten und spricht mit Menschen, die Donald Trumps Politik aus sehr unterschiedlichen Perspektiven erleben. Im Mittelpunkt stehen die Folgen der amerikanischen Einwanderungs- und Wirtschaftspolitik, der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Frage, wie sich die politischen Machtverhältnisse nach der Wahl verändern könnten.

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ARD-Dokumentation über Trump läuft heute um 22:50 Uhr

Die Dokumentation „Midterms: Bröckelt Trumps Macht?“ wird am Montag, 2. November, um 22:50 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Die Sendung endet planmäßig um 23:35 Uhr. Der rund 43 Minuten lange Film stammt von Gudrun Engel und Ulrike Brincker und wurde vom Westdeutschen Rundfunk produziert. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei Nicole Ripperda und Beate Schlanstein.

Der Zeitpunkt der Ausstrahlung ist bewusst nah an den amerikanischen Zwischenwahlen gewählt. Am Dienstag entscheiden die Wähler über die künftige Zusammensetzung des US-Kongresses. Präsident Donald Trump selbst steht dabei nicht zur Wahl, allerdings könnte das Ergebnis erheblichen Einfluss auf seine politischen Handlungsmöglichkeiten während der verbleibenden Amtszeit haben.

Engel untersucht in der Dokumentation, wie die Veränderungen unter Trumps zweiter Präsidentschaft im Alltag wahrgenommen werden. Dabei kommen sowohl Menschen zu Wort, die seine Politik ablehnen, als auch bisherige Unterstützer und Vertreter des politischen Lagers, das weiterhin hinter dem Präsidenten steht.

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In Minneapolis geht es um Einwanderungspolitik und Vertrauen in den Staat

Eine Station der Reise ist Minneapolis im Bundesstaat Minnesota. Dort steht die Politik der amerikanischen Einwanderungsbehörde ICE im Mittelpunkt. Hintergrund sind unter anderem zwei tödliche Schusswaffeneinsätze durch Bundesbeamte im Januar 2026, die in der Stadt erhebliche Reaktionen ausgelöst haben. Bei einem Einsatz schoss ein ICE-Beamter, bei dem anderen waren Beamte der US-Grenzschutzbehörde Border Patrol beteiligt.

Die Dokumentation stellt Menschen vor, deren Verhältnis zu staatlichen Behörden durch die Ereignisse belastet ist. Dazu gehört eine amerikanische Krankenschwester namens Melina. Sie schildert, wie sie auf dem Heimweg von ICE-Beamten angehalten und festgenommen worden sei. Nach ihrer Darstellung habe die Erfahrung ihr Vertrauen in die Sicherheit des eigenen Alltags erschüttert.

Der Film begleitet außerdem Menschen, die sich mit den organisatorischen und rechtlichen Bedingungen der bevorstehenden Wahl beschäftigen. In Minneapolis spricht Engel mit Carrie, die an Treffen zur Vorbereitung auf mögliche Schwierigkeiten am Wahltag teilnimmt. Dabei geht es unter anderem darum, wie Bürger reagieren können, wenn sie Einschränkungen bei der Stimmabgabe befürchten.

Die Szenen verdeutlichen eine gesellschaftliche Konfliktlinie, die weit über einzelne Maßnahmen der Einwanderungsbehörden hinausreicht. Während die Regierung eine strengere Kontrolle der Migration verfolgt, beschäftigen sich Kritiker mit Fragen der Bürgerrechte und dem Vertrauen in staatliche Institutionen.

In Idaho zweifelt ein früherer Trump-Wähler an der Regierungspolitik

Ein weiterer Schwerpunkt der Dokumentation liegt im Bundesstaat Idaho. Dort besucht Gudrun Engel den Landwirt Shay, der einen großen landwirtschaftlichen Betrieb in dritter Generation führt. Shay hatte Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl unterstützt. Inzwischen betrachtet er insbesondere dessen Einwanderungspolitik kritisch.

Für die Landwirtschaft ist die Verfügbarkeit von Arbeitskräften eine zentrale wirtschaftliche Frage. Shay beschäftigt sich deshalb mit den Folgen einer verschärften Migrationspolitik für seinen Betrieb. Nach seiner Darstellung könnten umfassende Abschiebungen ausländischer Arbeitskräfte erhebliche Auswirkungen auf die amerikanische Lebensmittelproduktion haben.

Hinzu kommen steigende Betriebskosten. Die Dokumentation behandelt unter anderem die Entwicklung der Preise für Treibstoff und Düngemittel sowie die wirtschaftlichen Unsicherheiten durch die amerikanische Zollpolitik. Auch der Konflikt mit dem Iran und dessen Auswirkungen auf wichtige internationale Handelswege spielen eine Rolle.

Das Beispiel zeigt, dass die politischen Einstellungen einzelner Trump-Wähler nicht zwangsläufig mit jeder Entscheidung seiner Regierung übereinstimmen. Shay beschreibt unterschiedliche Meinungen auch innerhalb seiner Familie. Aus seiner früheren Unterstützung für Trump lässt sich deshalb nicht automatisch ableiten, wie er bei der Kongresswahl abstimmen wird.

In Florida unterstützen junge Konservative weiterhin Donald Trump

Neben kritischen Stimmen berücksichtigt die WDR-Dokumentation auch Menschen, die Trumps politischen Kurs ausdrücklich unterstützen. In Florida besucht die ARD-Korrespondentin das Umfeld von Turning Point USA, einer konservativen Organisation, die insbesondere junge Menschen anspricht.

Dort trifft Engel auf Luis, der sich mit anderen Studierenden über politische und gesellschaftliche Vorstellungen austauscht. Die Teilnehmer sehen in Trumps Präsidentschaft eine Möglichkeit, den Einfluss progressiver Positionen an Universitäten und in anderen gesellschaftlichen Bereichen zurückzudrängen.

Damit behandelt die Dokumentation nicht nur wirtschaftliche und migrationspolitische Fragen, sondern auch den kulturellen Konflikt zwischen verschiedenen politischen Lagern in den USA. Während einige Gesprächspartner die Entwicklung des Landes kritisch bewerten, betrachten andere den Kurs des Präsidenten als notwendige Veränderung.

Die unterschiedlichen Sichtweisen machen deutlich, weshalb die bevorstehenden Zwischenwahlen auch als politischer Stimmungstest für die zweite Präsidentschaft Trumps gelten.

In Memphis wird über den Einfluss neuer Wahlkreisgrenzen gestritten

Ein weiterer Schauplatz ist Memphis im Bundesstaat Tennessee. Hier begleitet die Dokumentation den demokratischen Politiker Justin Pearson, der als Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Tennessee den Wahlkreis 86 vertritt und sich für die politische Vertretung der Menschen in seinem Wahlkreis einsetzt.

Im Mittelpunkt steht die Neuaufteilung von Wahlkreisen. Solche Veränderungen können beeinflussen, welche Bevölkerungsgruppen bei Wahlen gemeinsam abstimmen und wie sich politische Mehrheiten zusammensetzen. Pearson beschäftigt sich mit den Folgen neuer Wahlkreisgrenzen für die Menschen, die er vertritt.

Die Auseinandersetzung um die Wahlkreiszuschnitte ist Teil einer größeren politischen Debatte in den Vereinigten Staaten. Die Festlegung von Wahlkreisgrenzen liegt grundsätzlich bei den Bundesstaaten und kann erhebliche Auswirkungen auf die Chancen der Parteien haben.

Der Film greift damit eine Frage auf, die auch über die Zwischenwahlen hinaus von Bedeutung ist: Wie werden politische Interessen in einem stark polarisierten Land parlamentarisch repräsentiert?

Bei den US-Midterms stehen 435 Sitze im Repräsentantenhaus zur Wahl

Die amerikanischen Zwischenwahlen finden am Dienstag, 3. November 2026, statt. Gewählt werden sämtliche 435 stimmberechtigten Mitglieder des Repräsentantenhauses sowie ungefähr ein Drittel der 100 Mitglieder des Senats. Hinzu kommen zahlreiche Wahlen auf Ebene der Bundesstaaten und Kommunen.

Die Wahlen heißen Midterms, weil sie ungefähr in der Mitte einer vierjährigen Präsidentschaft stattfinden. Anders als bei einer Präsidentschaftswahl entscheiden die Bürger nicht unmittelbar über den Präsidenten, sondern unter anderem über die Mehrheiten in den beiden Kammern des Kongresses.

Diese Mehrheiten sind für die amerikanische Regierung von erheblicher Bedeutung. Der Kongress verabschiedet Bundesgesetze, entscheidet über Haushaltsmittel und kontrolliert die Exekutive. Verliert die Partei des Präsidenten die Mehrheit in einer oder beiden Kammern, kann dies die Durchsetzung seiner politischen Vorhaben erschweren.

Eine veränderte Mehrheit bedeutet allerdings nicht automatisch, dass sämtliche politischen Projekte des Präsidenten scheitern. Welche Folgen sich tatsächlich ergeben, hängt unter anderem von den konkreten Mehrheitsverhältnissen und der Zusammenarbeit zwischen Regierung und Kongress ab.

Dokumentation ist bereits in der ARD-Mediathek verfügbar

Wer die Sendung am Montagabend nicht im Fernsehen verfolgen möchte, kann sie auch online ansehen. Die Dokumentation ist seit dem 2. November 2026 in der ARD-Mediathek verfügbar. Die angegebene Laufzeit beträgt dort rund 43 Minuten. Nach den derzeitigen Angaben bleibt das Video bis zum 22. Oktober 2031 abrufbar.

Eine weitere Fernsehausstrahlung ist für Mittwoch, 4. November 2026, um 22:15 Uhr im WDR Fernsehen vorgesehen. Damit wird der Film auch unmittelbar nach dem amerikanischen Wahltag gezeigt.

Die Dokumentation liefert keine Vorhersage für den Ausgang der Kongresswahl. Stattdessen beleuchtet sie anhand persönlicher Begegnungen in Minneapolis, Idaho, Florida und Memphis die unterschiedlichen Erfahrungen und politischen Überzeugungen der amerikanischen Bevölkerung. Ob sich diese Stimmungen am 3. November tatsächlich in veränderten Mehrheiten niederschlagen, entscheidet sich an den Wahlurnen.

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