
In Jena müssen sich Autofahrer ab Montag, 12. Oktober 2026, auf eine längere Sperrung einstellen. An der Einmündung der Mühlenstraße in die Kahlaische Straße lässt der Jenaer Nahverkehr Straßenbahngleise instand setzen. Die Mühlenstraße wird im betroffenen Baustellenbereich vollständig gesperrt. Auf der Kahlaischen Straße bleibt nur eine Fahrspur frei, die ausschließlich in Richtung Innenstadt genutzt werden darf. Die Arbeiten sollen voraussichtlich am 6. November enden.
Die Sperrung der Mühlenstraße in Jena betrifft damit nicht nur die unmittelbare Zufahrt zum Einmündungsbereich. Weil der Verkehr auf der Kahlaischen Straße stadtauswärts nicht durch die Baustelle fahren kann, hat die Stadt für diese Richtung eine weiträumige Umleitung festgelegt. Der Jenaer Nahverkehr bestätigte die Maßnahmen am 8. Oktober, die Stadt nahm sie am 9. Oktober in ihren Baustellenreport auf.
Nach Angaben des Jenaer Nahverkehrs geht es um Instandsetzungsarbeiten an der Straßenbahninfrastruktur im Bereich der Einmündung. Erneuert werden sollen die Flächen neben den Schienen. Vorgesehen ist insbesondere, beschädigte Asphaltflächen zu reparieren. Außerdem sollen der Schienenverguss und der Unterguss der Gleise instand gesetzt werden, soweit das bei den Arbeiten erforderlich ist.
Ziel ist nach Angaben des Verkehrsunternehmens, die Infrastruktur langfristig zu erhalten und den sicheren Straßenbahnbetrieb zu gewährleisten. Es handelt sich damit um eine Maßnahme an der vorhandenen Gleisanlage, nicht um eine angekündigte Änderung des Liniennetzes. Ein genauerer Bauablauf mit getrennten Abschnitten oder täglich wechselnden Sperrungen wurde zunächst nicht angegeben.
Während der Bauzeit wird die Mühlenstraße am betroffenen Anschluss an die Kahlaische Straße für den Fahrzeugverkehr vollständig gesperrt. Der Jenaer Nahverkehr beschreibt die Vollsperrung ausdrücklich für den Baustellenbereich. Eine Sperrung der gesamten Mühlenstraße über ihre volle Länge ist damit nicht angekündigt.
Anders ist die Regelung auf der Kahlaischen Straße: Hier wird der Verkehr nicht in beiden Richtungen abwechselnd an der Baustelle vorbeigeführt. Stattdessen bleibt eine Fahrspur für die Fahrt in Richtung Innenstadt verfügbar. Die Gegenrichtung ist im betroffenen Abschnitt gesperrt. Wer stadtauswärts fahren will, muss daher die ausgewiesene Umleitung nutzen. Eine genaue Uhrzeit für das Inkrafttreten der neuen Verkehrsführung am Montag wurde zunächst nicht genannt.
Die von der Stadt Jena und dem Verkehrsunternehmen veröffentlichte Strecke für den stadtauswärtigen Verkehr führt über die Ernst-Haeckel-Straße, die Westbahnhofstraße, den Magdelstieg und die Tatzendpromenade weiter zur Hermann-Löns-Straße und zur Winzerlaer Straße.
Diese Abfolge ist die offiziell genannte Umleitung für die gesperrte Fahrtrichtung. Autofahrer, die die Kahlaische Straße stadtauswärts nutzen möchten, müssen deshalb eine andere Route als gewöhnlich einplanen. Für die Fahrt stadteinwärts bleibt die Kahlaische Straße im Baustellenbereich dagegen einspurig befahrbar. Angaben zu einer möglichen Zeitersparnis auf alternativen Nebenstraßen oder zu erwarteten Staulängen liegen nicht vor.
Obwohl an den Gleisen gearbeitet wird, soll der Straßenbahnverkehr auf dieser Strecke weiterlaufen. Der Jenaer Nahverkehr erklärte am 8. Oktober ausdrücklich, dass die Straßenbahnen von den Arbeiten nicht betroffen seien und weiterhin nach dem aktuellen Baufahrplan verkehrten. Eine zusätzliche Unterbrechung des Straßenbahnbetriebs wegen dieser Instandsetzung ist somit nicht angekündigt.
Zu möglichen Änderungen bei Buslinien oder Bushaltestellen im unmittelbaren Umfeld der Kreuzung enthält die Ankündigung keine konkreten Angaben. Auch einzelne Haltestellenverlegungen im Zusammenhang mit dieser Baustelle wurden zunächst nicht benannt.
Für Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, bleibt die Durchquerung des Baustellenbereichs möglich. Nach dem Baustellenreport der Stadt vom 9. Oktober kann der betroffene Bereich zu Fuß passiert werden. Für Radfahrer ist eine ausgeschilderte Umleitung vorgesehen. Welche einzelnen Straßen diese Radroute nutzen soll, wurde in der städtischen Übersicht zunächst nicht erläutert.
Offen blieb zudem, welche Zufahrten zu einzelnen Grundstücken während der Arbeiten mit dem Auto nutzbar sind. Die veröffentlichten Hinweise enthalten keine hausnummerngenaue Beschreibung der abgesperrten Bereiche und keine gesonderte Regelung für Anlieger.
Für die gesamte Baumaßnahme ist der Zeitraum vom 12. Oktober bis voraussichtlich 6. November 2026 vorgesehen. Ob einzelne Teile der Sperrung früher aufgehoben werden können, war zunächst nicht angegeben.
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