Olise-Transfer zum FC Bayern: Eberl erklärt Glasners wichtige Rolle und Dortmunds verpasste Chance

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Max Eberl hat neue Einzelheiten zur Verpflichtung von Michael Olise durch den FC Bayern München bekannt gegeben. Der Sportvorstand schilderte, wie die Münchner den französischen Offensivspieler vor dessen Wechsel im Sommer 2024 einschätzten und welche Bedeutung dabei der damalige Crystal-Palace-Trainer Oliver Glasner hatte. Gleichzeitig rückt das frühere Interesse von Borussia Dortmund erneut in den Mittelpunkt. Der BVB soll sich seinerzeit intensiv mit einer Verpflichtung beschäftigt haben, konnte den Transfer jedoch nicht finanzieren.

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Anlass für die neuerliche Beschäftigung mit dem Wechsel ist auch das Bundesliga-Duell zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund am Samstag, 31. Oktober 2026. Die beiden Mannschaften treffen um 18.30 Uhr in München aufeinander. Olise gehört mittlerweile zu den wichtigsten Offensivspielern des deutschen Rekordmeisters.

Max Eberl erklärt die Rolle von Oliver Glasner beim Olise-Transfer

Im Mitgliedermagazin „51“ des FC Bayern sprach Eberl über die damalige Entscheidungsfindung. Auszüge des Interviews veröffentlichte der Verein am Donnerstag, 29. Oktober 2026, auf seiner Internetseite.

Ein wichtiger Bestandteil der Bewertung war demnach die Einschätzung von Oliver Glasner. Der österreichische Trainer betreute Olise damals beim englischen Premier-League-Verein Crystal Palace.

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Für den FC Bayern ergab sich daraus eine besondere Möglichkeit. Sportdirektor Christoph Freund kennt Glasner nach Angaben Eberls sehr gut. Über diesen Kontakt konnten sich die Verantwortlichen ein genaueres Bild von dem französischen Offensivspieler machen.

Bemerkenswert war für Eberl vor allem, dass Glasner seinen damaligen Spieler nicht uneingeschränkt lobte. Der Trainer habe vielmehr auf dessen weiteren Entwicklungsbedarf hingewiesen und gleichzeitig deutlich gemacht, wie wichtig Olise für Crystal Palace sei.

Eberl gab Glasners Einschätzung im Interview mit den Worten wieder: „Er muss noch lernen, und wir bräuchten ihn.“

Für den Bayern-Sportvorstand war diese Kombination offenbar aufschlussreich. Glasner habe Olises Potenzial hoch eingeschätzt, zugleich aber vorhandene Entwicklungsmöglichkeiten nicht verschwiegen.

Neben dieser Einschätzung spielten persönliche Gespräche mit Olise eine Rolle. Eberl erklärte, dass ihm der Austausch mit dem Franzosen über Fußball große Freude bereitet habe.

Auch Olises ungewöhnlicher Karriereweg spielte eine Rolle

Der Sportvorstand ging außerdem auf den bisherigen Werdegang des Spielers ein. Olise hatte in seiner Jugend mehrere Ausbildungsstationen in England durchlaufen.

Nach den offiziellen Angaben des FC Bayern gehörten dazu unter anderem die Nachwuchsabteilungen des FC Arsenal, des FC Chelsea und von Manchester City. Später spielte er für den FC Reading, bevor er 2021 zu Crystal Palace wechselte.

Eberl bezeichnete diesen Werdegang als unruhig, stellte jedoch ausdrücklich klar, dass häufige Vereinswechsel während der Ausbildung kein grundsätzliches Warnsignal sein müssten.

Seine Aussagen zeigen zugleich, weshalb die Münchner bei der Bewertung nicht ausschließlich auf sportliche Leistungsdaten setzten. Erfahrungen von Trainern sowie Gespräche mit Personen, die den Spieler aus dem Mannschaftsalltag kannten, gehörten zur Entscheidungsgrundlage.

Eberl erklärte außerdem, weshalb ihn eine uneingeschränkt positive Empfehlung eines abgebenden Trainers eher misstrauisch gemacht hätte. Bei Glasner sei gerade die differenzierte Einschätzung überzeugend gewesen.

Ein grundsätzlicher Zweifel an Olises sportlicher Qualität lässt sich daraus allerdings nicht ableiten. Vielmehr beschrieb Eberl, wie der Verein vor einer kostspieligen Verpflichtung möglichst viele unterschiedliche Eindrücke sammeln wollte.

Borussia Dortmund soll ebenfalls an Michael Olise interessiert gewesen sein

Der Olise-Transfer zum FC Bayern hatte nach Informationen der Sport Bild noch einen weiteren deutschen Interessenten. Bereits am 19. November 2024 berichtete das Magazin, dass Borussia Dortmund den Offensivspieler im vorangegangenen Sommer verpflichten wollte.

Demnach hätten die Verantwortlichen des BVB Olises Entwicklung bei Crystal Palace verfolgt und sich über die wirtschaftlichen Bedingungen eines möglichen Wechsels informiert.

Auch ein Verkauf des damaligen Dortmunder Offensivspielers Donyell Malen sei in diesem Zusammenhang diskutiert worden.

In einem neuen Bericht vom 30. Oktober 2026 griff Sport Bild die damaligen Transferüberlegungen erneut auf. Unter Berufung auf den BILD-Podcast „Dortmund Insider“ schilderte das Medium, dass Bayern während der Dortmunder Bemühungen ebenfalls in die Verhandlungen eingestiegen sei.

Letztlich habe Borussia Dortmund die erforderliche Ablösesumme von rund 53 Millionen Euro nicht aufbringen können.

Eine offizielle Bestätigung des BVB für diese Darstellung liegt nicht vor. Ebenso wenig ist belegt, dass Olise bereits eine Einigung mit Dortmund erzielt hatte oder ein Wechsel unmittelbar vor dem Abschluss stand.

Damit bleibt die Aussage, Bayern habe einen bereits feststehenden Transfer zum BVB verhindert, zu weitgehend. Belegt ist die Verpflichtung durch die Münchner. Das vorherige Dortmunder Interesse und die finanziellen Hintergründe beruhen auf den Angaben von Sport Bild.

Eberl selbst äußerte sich in seinem aktuellen Interview nicht zu einem möglichen Konkurrenzkampf mit Borussia Dortmund um Olise.

FC Bayern verpflichtete Olise 2024 für eine hohe Ablösesumme

Am 7. Juli 2024 gab der FC Bayern die Verpflichtung von Michael Olise offiziell bekannt. Der damals 22-Jährige wechselte von Crystal Palace nach München und unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029.

Die genaue Ablösesumme veröffentlichte der Verein nicht.

Nach damaligen Informationen von Sky Sport lag das Gesamtpaket bei rund 60 Millionen Euro einschließlich möglicher Bonuszahlungen. Andere Medien bezifferten die feste Ablöse auf etwa 53 Millionen Euro.

Eberl bestätigte in seinem neuen Interview, dass der Transfer über eine Ausstiegsklausel möglich gewesen sei. Dadurch hätten die Münchner die finanziellen Rahmenbedingungen im Voraus einschätzen können.

Olise spielt bevorzugt auf dem rechten offensiven Flügel. Der Linksfuß kann allerdings auch andere Positionen im Angriff übernehmen.

Bei seiner Verpflichtung sollte der französische Nationalspieler die Offensive des FC Bayern verstärken und zusätzliche Möglichkeiten im Spiel nach vorne schaffen.

Nach Eberls Darstellung gingen die Verantwortlichen bereits damals von einem außergewöhnlich talentierten Spieler aus. Das spätere Ausmaß seiner Entwicklung habe man jedoch nicht vorhersehen können.

Michael Olise entwickelte sich zu einem Leistungsträger

Die sportliche Entwicklung des mittlerweile 24-Jährigen unterstreicht die Bedeutung des Transfers für den FC Bayern.

Bereits in seiner ersten Münchner Saison 2024/25 erzielte Olise nach Vereinsangaben 17 Tore und bereitete 18 weitere Treffer in insgesamt 50 Pflichtspielen vor.

In der vergangenen Saison 2025/26 steigerte er seine Zahlen nochmals deutlich. Der FC Bayern verzeichnete für den Franzosen 25 Treffer und 28 Torvorlagen in 57 Pflichtspielen.

Allein in der Bundesliga kam Olise in 32 Einsätzen auf 15 Tore und 19 Vorlagen. Damit war er an 34 Ligatreffern direkt beteiligt.

Die Deutsche Fußball Liga zeichnete ihn im Mai 2026 als Spieler der Saison aus. Bei der Abstimmung setzte sich der Offensivspieler gegen weitere Leistungsträger der Bundesliga durch.

Auch in der laufenden Saison 2026/27 bestätigt Olise seine Bedeutung für die Münchner Offensive. Nach sieben Bundesligaspielen standen für ihn sechs Tore und drei Vorlagen zu Buche. Das geht aus den offiziellen Spielerstatistiken der Bundesliga hervor, Stand 30. Oktober 2026.

Der Franzose ist damit nicht nur ein wichtiger Vorbereiter, sondern gehört auch zu den treffsichersten Spielern des FC Bayern.

Bayern will den Vertrag mit Olise langfristig verlängern

Die sportliche Entwicklung beeinflusst inzwischen auch die Vertragsplanung des Vereins.

Obwohl Olise noch bis zum Sommer 2029 an den FC Bayern gebunden ist, haben die Verantwortlichen öffentlich ihren Wunsch nach einer längeren Zusammenarbeit formuliert.

Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen äußerte sich dazu in einem Interview mit der Welt, das am 29. Oktober 2026 veröffentlicht wurde.

Dreesen betonte, dass die Münchner Olise möglichst lange halten wollten. Gespräche über dessen weitere Zukunft sollten zu einem geeigneten Zeitpunkt stattfinden.

Bereits am 10. Oktober hatte Sportvorstand Eberl bei DAZN erklärt, dass der Verein eine Verlängerung über das Jahr 2029 hinaus anstrebe. Gleichzeitig stellte er damals klar, dass noch keine entsprechenden Gespräche geführt worden seien.

Eine Einigung über einen neuen Vertrag war damit nicht bestätigt.

Anders als bei einem kurzfristig auslaufenden Arbeitspapier besteht für den Verein zunächst kein unmittelbarer zeitlicher Handlungsdruck. Die langfristige Bindung ermöglicht es den Münchnern, die weitere Zusammenarbeit vorzubereiten.

Im September hatte Eberl gegenüber der Sport Bild außerdem erklärt, dass er bis zum folgenden Sommer eine Einschätzung darüber erhalten wolle, ob Olise grundsätzlich zu einer Verlängerung bereit sei.

Eberls Kaderplanung setzt auf Qualität und Entwicklung

Die Verpflichtung von Olise steht zugleich beispielhaft für die Kaderstrategie, die Eberl gemeinsam mit Sportdirektor Christoph Freund und Trainer Vincent Kompany verfolgt.

Im Interview mit dem Mitgliedermagazin erläuterte der Sportvorstand, dass der FC Bayern bewusst auf einen vergleichsweise kleinen Profikader setze.

Im Mittelpunkt stünden herausragende Spieler, die internationalen Spitzenansprüchen genügen könnten. Ergänzt werden sollten sie durch junge Talente, denen regelmäßige Einsatzmöglichkeiten eröffnet würden.

Bei seinem Amtsantritt im März 2024 habe der Verein nach Eberls Darstellung über 22 Vollprofis verfügt, die jeweils den Anspruch auf Einsatzzeiten erhoben hätten.

Die Verantwortlichen entschieden sich deshalb für eine andere Zusammensetzung des Kaders. Hochklassige Leistungsträger sollten die sportliche Basis bilden, während entwicklungsfähige Nachwuchsspieler zusätzliche Perspektiven erhalten.

Olise passt mit seinen offensiven Fähigkeiten in dieses Konzept. Seine Entwicklung seit Sommer 2024 zeigt, welche sportliche Bedeutung eine Verpflichtung aus dem internationalen Wettbewerb für die Münchner Mannschaft gewinnen kann.

Eberl betonte dabei ausdrücklich auch den Anteil des Mannschaftsumfelds an der Leistungssteigerung des Franzosen.

Der damalige Wechsel von Crystal Palace zum FC Bayern ist damit längst mehr als eine Personalentscheidung aus dem Transfersommer 2024. Olise gehört inzwischen zum sportlichen Kern der Münchner Mannschaft. Seine weitere Vertragszukunft ist für die langfristige Kaderplanung entsprechend bedeutsam.

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