
Die internationale Klassikszene trifft sich am Sonntag, 11. Oktober 2026, im Konzerthaus Berlin zur Verleihung des OPUS KLASSIK 2026. Das ZDF zeigt die Preisgala ab 22.15 Uhr. Moderatorin Désirée Nosbusch begrüßt bekannte Musikerinnen und Musiker sowie herausragende Nachwuchstalente. Zu den Höhepunkten gehören Auftritte von Jonas Kaufmann, Alice Sara Ott und Sarah Willis. Eine besondere Auszeichnung erhält die argentinische Pianistin Martha Argerich, die für ihr Lebenswerk geehrt wird.
Die Verleihung findet im Großen Saal des Konzerthauses Berlin am Gendarmenmarkt statt. Beginn der Veranstaltung ist um 15.45 Uhr. Das ZDF zeichnet die Gala auf und strahlt sie am Sonntagabend zeitversetzt aus. Die Übertragung beginnt um 22.15 Uhr und dauert nach der aktuellen Programmplanung bis 0.15 Uhr.
Durch die Veranstaltung führt erneut Désirée Nosbusch. Die Schauspielerin und Moderatorin übernimmt damit die Präsentation einer Gala, bei der musikalische Darbietungen und Auszeichnungen miteinander verbunden werden. Für die Fernsehregie ist Andrea Achterberg verantwortlich.
Die musikalische Begleitung übernimmt das Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung der Dirigentin Anna Rakitina. Neben den Auftritten auf der Bühne sind Filmeinspieler vorgesehen. Fabian Köster, bekannt als Reporter der ZDF-Satiresendung heute-show, hat dafür im Vorfeld mehrere ausgezeichnete Künstlerinnen und Künstler besucht.
Zu den bereits offiziell feststehenden Preisträgern gehört Tenor Jonas Kaufmann. Er erhält gemeinsam mit Pianist Helmut Deutsch die Auszeichnung für die audiovisuelle Musikproduktion des Jahres. Prämiert wird das Projekt Doppelgänger.
Kaufmann gestaltet auch den musikalischen Auftakt der Fernsehgala. Gemeinsam mit der Sopranistin Katharina Konradi präsentiert er einen Ausschnitt aus Emmerich Kálmáns Operette Die Csárdásfürstin. Konradi erhält den OPUS KLASSIK in der Kategorie Solistische Einspielung Gesang.
Ebenfalls ausgezeichnet wird Bariton Andrè Schuen. Er erhält den Preis als Sänger des Jahres und ist mit einer Arie aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper Le nozze di Figaro angekündigt.
Mit Alexander Malofeev und Shira Patchornik stehen außerdem zwei Nachwuchskünstler im Mittelpunkt. Beide werden in der entsprechenden Nachwuchskategorie ausgezeichnet. Malofeev ist mit Musik von Sergei Rachmaninow vorgesehen, darunter die bekannte 18. Variation aus der Paganini-Rhapsodie.
Patchornik tritt gemeinsam mit den CHAARTS Chamber Artists auf. Auf dem Programm steht eine Arie aus der Oper La buona figliuola von Niccolò Piccinni. Die Gala verbindet damit etablierte Stimmen des internationalen Musikbetriebs mit Künstlerinnen und Künstlern einer jüngeren Generation.
Zu den bedeutenden Ehrungen des Jahres gehört die Auszeichnung für Martha Argerich. Die argentinische Pianistin erhält den OPUS KLASSIK für ihr Lebenswerk. Die 1941 in Buenos Aires geborene Musikerin gehört seit Jahrzehnten zu den international anerkannten Persönlichkeiten der klassischen Klaviermusik.
Argerich wurde insbesondere durch ihre Interpretationen von Werken der romantischen Klavierliteratur bekannt. Ihre internationale Karriere führte sie an bedeutende Konzerthäuser und zu zahlreichen renommierten Orchestern. Auch als Kammermusikerin hat sie das internationale Konzertleben geprägt.
Mit der Ehrung würdigt der OPUS KLASSIK eine Künstlerpersönlichkeit, deren musikalisches Schaffen mehrere Generationen umfasst.
Ein weiterer prominenter Preisträger ist der chinesische Pianist Lang Lang. Er erhält den Preis in der Kategorie Bestseller des Jahres für sein Album Piano Book 2. Die Auszeichnung in dieser Kategorie basiert auf Verkaufsdaten, die von GfK ermittelt werden.
Das musikalische Programm reicht von Oper und romantischer Klaviermusik bis zu modernen Arrangements und genreübergreifenden Kompositionen.
Pianistin Alice Sara Ott wird in der Kategorie Neoklassik ausgezeichnet. Bei der Gala spielt sie ein Nocturne des irischen Komponisten John Field. Ott gehört zu den international bekannten Pianistinnen, die klassische Werke ebenso interpretieren wie zeitgenössische Kompositionen.
Hornistin Sarah Willis erhält eine Auszeichnung als Instrumentalistin des Jahres. Gemeinsam mit ihrer Formation The Sarahbanda bringt sie eine musikalische Verbindung aus klassischen Motiven und kubanischen Rhythmen auf die Bühne. Angekündigt ist eine Bearbeitung, die auf Mozarts Eine kleine Nachtmusik basiert.
Das Gitarrenduo Café del Mundo wird für die Tournee des Jahres geehrt. Die beiden Gitarristen Jan Pascal und Alexander Kilian sind mit einem Programm angekündigt, das unter anderem Musik von Ludovico Einaudi und Hans Zimmer aufgreift.
Geigerin Esther Abrami erhält eine Auszeichnung in der Kategorie Klassik ohne Grenzen. Ihr Auftritt umfasst unter anderem eine Bearbeitung des Songs Flowers von Miley Cyrus sowie eine eigene Komposition. Damit gehört sie zu den Künstlerinnen, die in der Gala ausdrücklich auch Verbindungen zwischen klassischer Musik und moderner Popkultur herstellen.
Darüber hinaus tritt Pianistin Shani Diluka auf. Sie wurde für den Videoclip des Jahres ausgezeichnet. Für ihren Auftritt ist ein Menuett von Georg Friedrich Händel vorgesehen.
Der OPUS KLASSIK würdigt nicht ausschließlich traditionelle Einspielungen und klassische Solokarrieren. Auch innovative Konzepte und neue Formen der Musikvermittlung werden ausgezeichnet.
Ein Beispiel ist der Komponist und Dirigent Gregor A. Mayrhofer. Für sein Recycling Concerto erhält er den Innovationspreis für Nachhaltigkeit. Bei dem Projekt werden Instrumente eingesetzt, die aus wiederverwerteten Materialien gefertigt sind.
Daneben werden Projekte zur Nachwuchsförderung geehrt. Das Freiburger Barockorchester und das Ensemble Recherche erhalten eine entsprechende Auszeichnung für HEAR! We move.
Die Vielfalt der prämierten Projekte zeigt die Bandbreite des Wettbewerbs. Neben etablierten Orchesterproduktionen stehen musikalische Experimente, Bildungsangebote und neue Konzertformate.
Veranstaltet wird der OPUS KLASSIK von der Gesellschaft zur Förderung der Klassischen Musik gemeinnützige GmbH. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch eine unabhängige Fachjury mit elf Mitgliedern aus der Musik- und Medienbranche.
Zu den Jurymitgliedern gehören unter anderem Michael Becker von der Tonhalle Düsseldorf, Timo Buckow vom Rheingau Musik Festival und Tobias Feilen vom ZDF. Auch Vertreter der Tonträgerbranche sowie Musikjournalisten wirken an der Auswahl mit.
Der Preis umfasst aktuell 30 Kategorien. Die Bewerbungsphase für die Ausgabe 2026 lief vom 30. Januar bis zum 31. März. Anschließend wurden Nominierungen zusammengestellt und die Preisträger bestimmt.
Das Berliner Veranstaltungswochenende begann bereits am Samstag, 10. Oktober, mit einem Konzert im Fotografiska Berlin. Die große Gala am Sonntag bildet den öffentlichkeitswirksamen Abschluss des Programms.
Wer die Fernsehübertragung am Sonntagabend verpasst, kann die Gala ab Montag, 12. Oktober 2026, um 10 Uhr im Streamingangebot des ZDF ansehen. Ein konkretes Datum, bis zu dem die Sendung verfügbar bleibt, ist nicht angekündigt.
Die Preisgala richtet sich sowohl an regelmäßige Konzertbesucher als auch an Zuschauer, die klassische Musik durch bekannte Solisten und moderne musikalische Bearbeitungen entdecken möchten.
Im Fernsehen erreicht der OPUS KLASSIK dabei ein Publikum außerhalb der Konzertsäle. Die ZDF-Ausstrahlung der Gala im Oktober 2025 sahen nach Angaben der ZDF-Programmchronik 905.000 Menschen. Der Marktanteil lag bei 6,9 Prozent.
Mit der diesjährigen Ausgabe setzt die Veranstaltung erneut auf eine Mischung aus international bekannten Stars, Nachwuchstalenten und musikalischen Projekten, die klassische Traditionen mit neuen Ausdrucksformen verbinden. Den musikalischen Schlusspunkt der Gala bildet das Finale aus Igor Strawinskys Feuervogel-Suite, gespielt vom Konzerthausorchester Berlin.
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