PayPal wächst langsamer als erwartet und hebt Gewinnziel für 2026 an

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der US-Zahlungsdienstleister PayPal hat im dritten Quartal 2026 beim Umsatz die Erwartungen der Analysten verfehlt. Gleichzeitig entwickelte sich der bereinigte Gewinn je Aktie besser als prognostiziert. Mit den am Dienstag, 27. Oktober 2026, veröffentlichten Geschäftszahlen erhöhte der Konzern seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr. Die PayPal-Aktie geriet im vorbörslichen Handel dennoch zeitweise unter Druck.

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PayPal verfehlt Umsatzerwartungen im dritten Quartal

PayPal erzielte zwischen Juli und September einen Umsatz von 8,584 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht das einem Anstieg um zwei Prozent. Analysten hatten zuvor durchschnittlich mit Erlösen von rund 8,71 Milliarden Dollar gerechnet.

Beim bereinigten Gewinn je Aktie übertraf das Unternehmen dagegen die Markterwartungen. Dieser stieg von 1,34 auf 1,45 Dollar und lag damit über der Analystenprognose von 1,31 Dollar.

Anders entwickelte sich der nach den US-Rechnungslegungsvorschriften ausgewiesene Nettogewinn. Er sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 14 Prozent auf 1,073 Milliarden Dollar. Das entsprechende Ergebnis je Aktie ging von 1,30 auf 1,25 Dollar zurück.

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Zahlungsvolumen steigt auf 487 Milliarden Dollar

Trotz des vergleichsweise geringen Umsatzwachstums wickelte PayPal mehr Zahlungen über seine Plattformen ab. Das gesamte Zahlungsvolumen erhöhte sich um sechs Prozent auf 487,1 Milliarden Dollar. Währungsbereinigt erreichte das Wachstum sieben Prozent.

Die Zahl der abgewickelten Transaktionen stieg ebenfalls um sieben Prozent auf 6,8 Milliarden. Zum Quartalsende verzeichnete der Konzern rund 440 Millionen aktive Konten, etwa 0,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Schwächer entwickelte sich das direkt unter der Marke PayPal angebotene Bezahlgeschäft. Dessen Zahlungsvolumen wuchs währungsbereinigt lediglich um ein Prozent. Der Konzern verwies unter anderem auf Belastungen im europäischen Geschäft.

Positive Beiträge kamen nach Unternehmensangaben unter anderem von der Zahlungsplattform Braintree und dem Bezahldienst Venmo.

PayPal hebt Gewinnprognose für 2026 an

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet PayPal inzwischen einen bereinigten Gewinn je Aktie von rund 5,60 Dollar. Zuvor hatte die Unternehmensprognose bei etwa 5,38 Dollar gelegen.

Auch das Ziel für den absoluten Transaktionsmargenbeitrag wurde angehoben. Statt der zuvor vorgesehenen rund 15,6 Milliarden Dollar rechnet der Konzern nun mit etwa 15,7 Milliarden Dollar.

Für das vierte Quartal stellt PayPal einen bereinigten Gewinn von ungefähr 1,43 Dollar je Aktie in Aussicht. Die Prognosen sind Erwartungen des Unternehmens und keine bereits erzielten Ergebnisse.

Konzernchef Enrique Lores erklärte, die mehrjährige Neuausrichtung des Unternehmens mache Fortschritte. Gleichzeitig betonte er, dass weitere Veränderungen notwendig seien, um langfristig profitables Wachstum zu erreichen.

PayPal-Aktie gerät vorbörslich unter Druck

Die Geschäftszahlen lösten zunächst keine durchgehend positive Reaktion am Aktienmarkt aus. Im vorbörslichen US-Handel gab die PayPal-Aktie zeitweise nach.

Nach Angaben von finanzen.net in einem auf den 27. Oktober 2026, 12.05 Uhr MEZ, datierten Bericht verlor die Aktie vorbörslich zeitweise 3,58 Prozent auf 53 US-Dollar. Bereits am Montag hatte das Papier den regulären Nasdaq-Handel mit einem Minus von 3,56 Prozent bei 54,99 Dollar beendet.

Konkurrenz bei digitalen Zahlungen bleibt groß

PayPal steht im internationalen Zahlungsverkehr weiterhin im Wettbewerb mit großen Technologieunternehmen und spezialisierten Finanzdienstleistern. Dazu gehören die Bezahllösungen von Apple und Google sowie weitere digitale Zahlungsanbieter.

Die jüngsten Quartalszahlen verdeutlichen die unterschiedliche Entwicklung innerhalb des Konzerns. Während das Zahlungsvolumen insgesamt zunimmt, wächst das klassische PayPal-Bezahlgeschäft nur langsam. Zugleich verbessert sich die bereinigte operative Profitabilität. Die entsprechende Marge stieg im dritten Quartal von 18,6 auf 18,8 Prozent.

Für die weitere Geschäftsentwicklung setzt PayPal neben dem Online-Bezahlgeschäft auf zusätzliche Finanzdienstleistungen, die Zahlungsabwicklung für Händler und den Ausbau bestehender Angebote wie Venmo.

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