PepsiCo wächst weltweit, senkt aber die Gewinnerwartungen

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der US-amerikanische Getränke- und Lebensmittelkonzern PepsiCo hat seine Gewinnprognose für 2026 deutlich gesenkt. Dabei entwickelte sich das Geschäft im dritten Quartal besser als von Analysten erwartet. Der Umsatz legte um 5,6 Prozent zu, auch der Nettogewinn stieg. Doch höhere Kosten und die schwache Entwicklung im nordamerikanischen Heimatmarkt belasten die Profitabilität. PepsiCo reagiert mit zusätzlichen Sparmaßnahmen und will seine Marken stärken.

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PepsiCo senkt Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026

PepsiCo senkt Gewinnprognose für 2026 trotz wachsender Umsätze. Wie das Unternehmen am Donnerstag, 8. Oktober, bekannt gab, soll der bereinigte Gewinn je Aktie im Gesamtjahr nur noch um 2,5 bis 3,5 Prozent steigen. Bisher hatte der Konzern ein Wachstum am unteren Ende der Spanne von fünf bis sieben Prozent erwartet.

Noch deutlicher fällt die Korrektur bei der währungsbereinigten Entwicklung aus. Hier rechnet PepsiCo lediglich mit einem Zuwachs von ein bis zwei Prozent. Zuvor hatte das Unternehmen ein Wachstum am unteren Ende der Spanne von vier bis sechs Prozent prognostiziert.

Die neue Einschätzung zeigt, dass die steigenden Umsätze nicht im gleichen Umfang zu höheren bereinigten Gewinnen führen.

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Quartalsumsatz steigt auf mehr als 25 Milliarden Dollar

Im dritten Quartal erzielte PepsiCo einen Umsatz von 25,27 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es 23,94 Milliarden Dollar gewesen. Das entspricht einem Anstieg von 5,6 Prozent. Analysten hatten nach Angaben der Nachrichtenagentur AP mit rund 24,95 Milliarden Dollar gerechnet.

Auch der Nettogewinn entwickelte sich positiv. Er erreichte 3,07 Milliarden Dollar nach 2,62 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Der unbereinigte Gewinn je Aktie erhöhte sich von 1,90 auf 2,23 Dollar.

Beim bereinigten Gewinn je Aktie fiel das Wachstum allerdings wesentlich geringer aus. Dieser stieg von 2,29 auf 2,34 Dollar und damit lediglich um rund zwei Prozent.

Das organische Umsatzwachstum, bei dem unter anderem Wechselkurseffekte und Unternehmenskäufe herausgerechnet werden, lag bei 3,1 Prozent.

Nordamerika bleibt das größte Problem für PepsiCo

Besonders im nordamerikanischen Geschäft kommt PepsiCo weiterhin nicht so schnell voran wie erhofft. Während die Lebensmittelverkäufe erste Verbesserungen zeigen, bleibt die Nachfrage nach Getränken verhalten.

Im nordamerikanischen Getränkegeschäft sank das Absatzvolumen im dritten Quartal um zwei Prozent. Der ausgewiesene Umsatz erhöhte sich dennoch um fünf Prozent. Verantwortlich dafür waren vor allem Übernahmen aus dem vergangenen Jahr. Ohne solche Effekte stagnierte der organische Umsatz.

Bei salzigen Snacks wie Lay’s und Doritos blieb das Absatzvolumen gegenüber dem Vorjahreszeitraum weitgehend unverändert. Der Konzern hatte zuvor unter anderem mit günstigeren Preisen versucht, die Nachfrage anzukurbeln.

PepsiCo steht damit vor der Aufgabe, mehr Produkte zu verkaufen und gleichzeitig ausreichend hohe Gewinnmargen zu erzielen.

Internationale Märkte treiben das Wachstum

Anders als in Nordamerika entwickelte sich das internationale Geschäft überwiegend positiv. Vor allem in Asien, Lateinamerika sowie der Region Europa, Naher Osten und Afrika konnte PepsiCo wachsen.

In der Region Asien-Pazifik stieg der Umsatz der Lebensmittelsparte um zehn Prozent. Das Absatzvolumen legte dort sogar um elf Prozent zu. Auch in Lateinamerika entwickelte sich das Snackgeschäft positiv. Der ausgewiesene Umsatz erhöhte sich um 14 Prozent.

In Europa, dem Nahen Osten und Afrika verzeichnete PepsiCo einen Umsatzanstieg von acht Prozent. Organisch erreichte die Region ein Plus von neun Prozent.

Die unterschiedliche Entwicklung unterstreicht die Bedeutung des internationalen Geschäfts für den Konzern. Wachstum außerhalb Nordamerikas gleicht einen Teil der schwächeren Entwicklung im Heimatmarkt aus.

Höhere Kosten belasten die Gewinnmargen

Neben der Nachfrageentwicklung machen PepsiCo die gestiegenen Kosten zu schaffen. Besonders höhere Aufwendungen für Produktion, Werbung und Vermarktung belasten die bereinigte Profitabilität.

Zwar erhöhte sich der ausgewiesene operative Gewinn im dritten Quartal um 19 Prozent auf 4,26 Milliarden Dollar. Bereinigt um bestimmte Sondereffekte fiel der Anstieg jedoch mit drei Prozent deutlich geringer aus.

Die bereinigte operative Gewinnmarge sank von 17,3 auf 16,9 Prozent. Damit verringerte sich der Anteil des bereinigten operativen Gewinns am Umsatz um 0,35 Prozentpunkte.

Über die ersten drei Quartale hinweg ging die bereinigte Marge ebenfalls zurück. Das verdeutlicht, weshalb die insgesamt positiven Umsatz- und Gewinnzahlen nicht ausreichen, um die bisherige Jahresprognose aufrechtzuerhalten.

Konzern kündigt zusätzliche Kostensenkungen an

PepsiCo-Chef Ramon Laguarta will das Unternehmen insbesondere in Nordamerika stärker auf Wachstum und Effizienz ausrichten. Geplant sind zusätzliche Investitionen in Produktinnovationen, Markenaufbau und eine gezieltere Vermarktung.

Gleichzeitig sollen weitere strukturelle Einsparungen umgesetzt werden. Laut Konzernführung werden entsprechende Maßnahmen derzeit ausgearbeitet und sollen in den kommenden Monaten greifen. Konkrete Angaben zum Umfang der zusätzlichen Einsparungen machte PepsiCo in seiner Quartalsmitteilung nicht.

Die Kostensenkungen sollen Spielraum für Investitionen schaffen und steigende Beschaffungs- sowie Produktionskosten abfedern.

PepsiCo setzt damit auf zwei Ansätze: Das Unternehmen möchte den Absatz mit neuen Produkten und einer stärkeren Markenpräsenz verbessern, während es gleichzeitig seine Kostenstruktur anpasst.

Umsatzprognose bleibt trotz schwächerer Gewinnerwartungen positiv

Während PepsiCo beim Gewinn vorsichtiger geworden ist, erwartet das Unternehmen weiterhin steigende Erlöse. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Konzern nun mit einem Umsatzwachstum von rund sechs Prozent. Damit liegt die Erwartung am oberen Ende der bisherigen Prognosespanne von vier bis sechs Prozent.

Beim organischen Umsatz soll das Wachstum etwa drei Prozent erreichen. Zuvor hatte PepsiCo eine Spanne zwischen zwei und vier Prozent genannt.

Der Konzern hält zudem an seiner Planung fest, im laufenden Jahr insgesamt rund 8,9 Milliarden Dollar an die Aktionäre zurückzuführen. Davon entfallen voraussichtlich 7,9 Milliarden Dollar auf Dividenden und eine Milliarde Dollar auf Aktienrückkäufe.

PepsiCo muss Umsatzwachstum in höhere Gewinne umsetzen

Mit Marken wie Pepsi, Lay’s, Doritos, Gatorade und Quaker gehört PepsiCo zu den weltweit größten Lebensmittel- und Getränkeherstellern. Im Jahr 2025 erzielte der Konzern einen Jahresumsatz von knapp 94 Milliarden Dollar.

Die Ergebnisse des dritten Quartals 2026 zeigen, dass PepsiCo international weiter wächst. Zugleich verschärfen sich die wirtschaftlichen Herausforderungen im nordamerikanischen Geschäft.

Für die weitere Entwicklung wird vor allem entscheidend sein, ob die geplanten Kostensenkungen und Investitionen zu einer Verbesserung der bereinigten Gewinnmargen führen. Die reduzierte Prognose verdeutlicht bereits jetzt, dass PepsiCo für 2026 mit einer schwächeren Gewinnentwicklung rechnet als bislang angenommen.

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