
Das neue Politbarometer des ZDF sorgt für Aufsehen: Zum ersten Mal liegt die AfD in der Projektion der Forschungsgruppe Wahlen vor der CDU/CSU. Gleichzeitig erreicht die SPD ihren historischen Tiefstwert. Die Umfrage vom 14. bis 16. April 2026 zeigt eine tiefe Unzufriedenheit mit der amtierenden Koalition.
In der aktuellen Projektion kommt die AfD auf 26 Prozent (unverändert), die CDU/CSU fällt auf 25 Prozent (minus 1). Die SPD rutscht auf 12 Prozent (minus 1) und erreicht damit ihren schlechtesten Wert im ZDF-Politbarometer überhaupt. Die Grünen kommen auf 14 Prozent (minus 1), die Linke verbessert sich auf 11 Prozent (plus 1). Die FDP verharrt bei 3 Prozent – weit unter der Fünf-Prozent-Hürde. Mit diesen Zahlen hätte Schwarz-Rot keine parlamentarische Mehrheit.
Ein zentrales Thema des aktuellen Politbarometers: Steigende Energiepreise. 80 Prozent der Befragten kritisieren, dass die Bundesregierung in diesem Bereich zu wenig unternimmt. Noch deutlicher fällt die Zustimmung zu möglichen Entlastungsmaßnahmen aus: 73 Prozent sprechen sich für eine temporäre Senkung von Steuern und Abgaben auf Benzin und Diesel aus.
Bundeskanzler Friedrich Merz bekommt schlechte Noten: 65 Prozent der Befragten sagen, er mache einen schlechten Job. Auch die Bundesregierung insgesamt überzeugt nicht – 63 Prozent zeigen sich unzufrieden mit ihrer Arbeit. Das sind Rekordwerte der Unzufriedenheit seit Beginn der Koalition.
Befragt wurden vom 14. bis 16. April 2026 insgesamt 1.355 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte durch die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF. Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, dem 8. Mai 2026.
Quellen: ZDF Presseportal, Forschungsgruppe Wahlen, presseportal.de
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