Brandgefahr bei Powerbank: Diese Modelle sind vom Rückruf betroffen

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Zwei Produktionschargen einer kabellosen Powerbank der Marke imoshion werden wegen möglicher Überhitzung zurückgerufen. Betroffen ist die imoshion MagSafe Powerbank mit 10.000 mAh, Modell IM-PB-0007. Die Geräte wurden über einen Zeitraum von zwei Jahren verkauft, in Deutschland unter anderem über MediaMarkt und Kaufland. Käufer sollten insbesondere die Chargennummer auf der Rückseite kontrollieren. Die zuständige niederländische Produktsicherheitsbehörde warnt ausdrücklich davor, betroffene Geräte weiterzuverwenden.

Rückruf betrifft ausschließlich zwei Produktionschargen

Der Rückruf MagSafe-Powerbank gilt nach den veröffentlichten Rückrufinformationen nicht für sämtliche Geräte des Modells. Betroffen sind ausschließlich Powerbanks mit den Chargennummern 2024-06-0004 und 2024-09-0007. Die Nummer befindet sich auf der Rückseite des Geräts.

Die Powerbank wurde in Weiß, Schwarz, Blau, Lila, Rosa sowie den Farbbezeichnungen Apricot Crush Orange, Hot Pink, Cobalt Blue und Petrol Green angeboten. Das Modell trägt die Nummer IM-PB-0007 und verfügt über eine Kapazität von 10.000 Milliamperestunden. Für die verschiedenen Ausführungen werden insgesamt neun EAN-Codes genannt: 8720922101068, 8720922101075, 8720922183033, 8720922183064, 8720922183071, 8721064033798, 8721064033804, 8721064033811 und 8721064033828. Entscheidend für den Rückruf ist jedoch die Chargennummer.

Verkauft wurden die betroffenen Powerbanks nach Angaben von Ploonk B.V. von Juli 2024 bis einschließlich Juni 2026. Als Vertriebswege nennt das Unternehmen neben eigenen Internetshops unter anderem MediaMarkt, Kaufland, bol.com, Kruidvat, eBay, Fnac, Cdiscount, Boulanger, Octopia und den TikTok-Verkaufskanal von Ploonk.

Akku kann sich beim Laden überhitzen

Grund für den Rückruf ist ein mögliches Überhitzen des Akkus. Dadurch kann ein Brand entstehen. Nach Angaben des Unternehmens kann die Überhitzung während des Ladevorgangs auftreten, ohne dass zuvor äußerlich eine Beschädigung oder andere Auffälligkeit an der Powerbank zu erkennen ist. Die niederländische Lebensmittel- und Produktsicherheitsbehörde NVWA nennt neben Brandgefahr auch mögliche Sachschäden und Verbrennungen.

Die Rückrufaktion wird von der niederländischen Ploonk B.V. durchgeführt, die in der Kundeninformation als Verkäufer genannt wird. Imoshion wird von Smartphonehoesjes.nl als eigene Marke geführt. Ein davon getrennt ausgewiesener Hersteller der betroffenen Akkuzellen oder der fertigen Powerbank wird in der offiziellen Rückrufinformation nicht genannt.

Angaben darüber, wie viele Geräte der beiden Chargen insgesamt verkauft wurden oder wie viele Überhitzungsfälle dem Unternehmen konkret bekannt geworden sind, enthält die veröffentlichte Rückrufinformation nicht. Eine belastbare Zahl zu Zwischenfällen lässt sich daraus deshalb nicht ableiten.

Betroffene Powerbank nicht mehr laden oder benutzen

Besitzer eines betroffenen Geräts sollen die Powerbank sofort außer Betrieb nehmen. Sie darf weder selbst weiter aufgeladen noch zum Laden eines Smartphones oder anderer Geräte verwendet werden. Bis zur Rückgabe beziehungsweise Entsorgung soll sie an einem sicheren Ort fern von brennbaren Materialien aufbewahrt werden.

Ploonk B.V. bietet für betroffene Geräte eine vollständige Erstattung des gezahlten Kaufpreises an. Ein Kaufbeleg ist nach der Rückrufinformation nicht erforderlich. Kunden sollen allerdings ein Foto der Powerbank vorlegen, auf dem die Chargennummer zu erkennen ist. Wer die Nummer nicht mehr eindeutig lesen kann, soll sich an den Kundenservice wenden.

Besondere Vorsicht gilt bei beschädigten oder bereits überhitzten Akkus. Laut Rückrufinformation gehören solche Lithium-Akkus weder in den normalen Hausmüll noch in eine gewöhnliche Batteriesammelbox. Das Unternehmen verweist auf geeignete Sammelstellen für Lithiumbatterien oder kommunale Wertstoffhöfe. Das Umweltbundesamt warnt grundsätzlich davor, beschädigte, verformte oder aufgeblähte Lithium-Akkus weiterzuverwenden. Lithiumhaltige Akkus können bei Beschädigung, Überhitzung oder Kurzschlüssen Brände verursachen.

Mehrere große Akku-Rückrufe in den vergangenen Monaten

Der aktuelle Fall steht nicht allein. International wurden in den vergangenen Jahren wiederholt Powerbanks mit Lithium-Ionen-Akkus wegen möglicher Überhitzung und Brandgefahr zurückgerufen. Eine statistische Zunahme der Rückrufe lässt sich daraus allein allerdings nicht ableiten.

So umfasste ein Rückruf des Herstellers Anker in den USA im Juni 2025 rund 1,158 Millionen Powerbanks des Modells PowerCore 10000. Die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC berichtete damals von 19 Meldungen über Feuer oder Explosionen. Im September 2025 folgte dort ein weiterer Anker-Rückruf mit rund 481.000 Geräten verschiedener Modelle.

Ende 2025 wurden außerdem rund 210.000 Powerbanks der Marke INIU zurückgerufen. Im April 2026 erneuerte die US-Verbraucherschutzbehörde einen Rückruf von rund 429.200 kabellosen Casely-Powerbanks. In diesem Zusammenhang waren nach Behördenangaben weitere Überhitzungs- und Brandereignisse bekannt geworden.

Dass Lithium-Akkus in so vielen mobilen Geräten eingesetzt werden, hängt unter anderem mit ihrer hohen Energiedichte zusammen. Genau diese gespeicherte Energie kann bei technischen Defekten, inneren Kurzschlüssen oder Beschädigungen jedoch zum Sicherheitsproblem werden. Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb, Akkus vor starker Hitze und mechanischen Schäden zu schützen, beschädigte oder aufgeblähte Exemplare nicht mehr zu benutzen und Geräte beim Laden möglichst nicht unbeaufsichtigt zu lassen.

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