
Eine 24 Jahre alte Radfahrerin ist bei einem Verkehrsunfall im Saale-Holzland-Kreis in Thüringen ums Leben gekommen. Die junge Frau wurde am Freitagabend auf der Landstraße zwischen Mörsdorf und der Anschlussstelle Hermsdorf-Süd der Autobahn 9 von einem Mercedes erfasst. Sie erlitt so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle starb. Der 40 Jahre alte Fahrer des Autos wurde leicht verletzt. Seine Mitfahrer blieben nach Angaben der Polizei unverletzt. Die genaue Ursache des Zusammenstoßes wird noch untersucht.
Der Zusammenstoß ereignete sich am Freitagabend, 18. September 2026, auf der Landstraße zwischen Mörsdorf und der Autobahnanschlussstelle Hermsdorf-Süd. Der betreffende Straßenabschnitt gehört zur Landesstraße 1076. Die L 1076 verbindet unter anderem den Raum Stadtroda und Mörsdorf mit dem Bereich an der A9 bei Hermsdorf-Süd. Auch amtliche Straßenunterlagen führen den Abschnitt zwischen Mörsdorf und der Anschlussstelle als L 1076.
Eine genaue Uhrzeit des Unfalls nannte die Polizei in ihrer am Sonntagmorgen veröffentlichten Mitteilung nicht. Offiziell bestätigt ist lediglich, dass sich der Zusammenstoß am Freitagabend ereignete. Angaben zu einer minutengenauen Unfallzeit lagen zunächst nicht vor.
Nach dem bisherigen Ermittlungsstand fuhr die 24-Jährige zunächst auf der rechten Seite der Fahrbahn. Anschließend wollte sie nach Angaben der Polizei auf einen Radweg wechseln, der auf der linken Straßenseite begann. Während dieses Vorgangs kam es zur Kollision mit einem Mercedes, der hinter der Radfahrerin in gleicher Richtung unterwegs war. Das Auto erfasste die Frau.
Die Polizei machte zunächst keine weitergehenden Angaben dazu, welcher Abstand zwischen dem Mercedes und der Radfahrerin vor dem Zusammenstoß bestand, mit welcher Geschwindigkeit die Beteiligten unterwegs waren oder an welchem exakten Punkt des Straßenabschnitts es zur Kollision kam. Auch daraus, dass die Frau die Fahrbahn in Richtung des Radweges wechseln wollte, lässt sich keine abschließende Aussage zur Unfallverursachung ableiten.
Die Radfahrerin erlitt bei dem Zusammenstoß tödliche Verletzungen. Sie starb noch am Unfallort. Der Fahrer des Mercedes ist 40 Jahre alt und wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Seine Mitfahrer blieben unverletzt. Weitere verletzte Personen nannte die Polizei nicht.
Zu einer möglichen medizinischen Behandlung des Autofahrers oder zur Zahl der Insassen im Mercedes machte die Polizei zunächst keine näheren Angaben. Ebenso lagen keine gesicherten Informationen zu einem möglichen Fahrradtyp vor. Ob die 24-Jährige mit einem herkömmlichen Fahrrad oder einem Pedelec unterwegs war, wurde in der amtlichen Mitteilung nicht genannt.
Auch zu einer möglichen Vollsperrung der L 1076 enthält die Polizeimeldung keine Angaben. Eine genaue Dauer einer Sperrung lässt sich daher derzeit nicht belastbar angeben. Ebenso wurde nicht mitgeteilt, wie lange Unfallaufnahme, Rettungsmaßnahmen und weitere Arbeiten vor Ort dauerten.
Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. Zuständig ist die Polizeiinspektion Saale-Holzland innerhalb der Landespolizeiinspektion Jena. Die Behörde veröffentlichte die Mitteilung zu dem Unfall am Sonntag, 20. September, um 6.54 Uhr.
Welche konkreten Faktoren zu dem Zusammenstoß führten, war damit am Sonntagmorgen noch offen. Die Polizei traf in ihrer Mitteilung keine abschließende Aussage zur Verantwortlichkeit eines der Beteiligten. Angaben etwa zu Geschwindigkeit, Sichtverhältnissen, Beleuchtung, möglichen technischen Ursachen oder weiteren Umständen wurden nicht veröffentlicht.
Damit steht bislang lediglich der grundsätzliche Ablauf fest: Die Radfahrerin fuhr auf der Fahrbahn, wollte auf den links beginnenden Radweg wechseln und wurde dabei von dem nachfolgenden Mercedes erfasst. Die weitere Rekonstruktion des Unfallgeschehens ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Der tödliche Unfall im Saale-Holzland-Kreis steht zugleich vor dem Hintergrund weiterhin hoher Unfallzahlen von Radfahrenden in Deutschland. Nach den endgültigen beziehungsweise zuletzt veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes kamen 2025 bundesweit 462 Menschen bei Fahrradunfällen ums Leben. Damit war etwa jedes sechste Todesopfer im Straßenverkehr mit einem Fahrrad unterwegs. 217 der Getöteten nutzten ein Pedelec.
Bei einem großen Teil der Fahrradunfälle mit Personenschaden sind weitere Verkehrsteilnehmer beteiligt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes galt dies 2025 für 66,5 Prozent der insgesamt 95.794 registrierten Fahrradunfälle mit Personenschaden. Bei diesen Unfällen war ein Auto mit Abstand der häufigste Unfallgegner. Diese bundesweiten Zahlen lassen allerdings keine Rückschlüsse auf die Ursache des konkreten Unfalls bei Mörsdorf zu.
Insgesamt starben 2025 in Deutschland 2.832 Menschen bei Verkehrsunfällen. Besonders schwerwiegend bleiben Unfälle außerhalb geschlossener Ortschaften: Auf Landstraßen kamen im vergangenen Jahr bundesweit 1.580 Menschen ums Leben.
Für den Unfall im Saale-Holzland-Kreis waren am Sonntag zunächst keine weiteren Erkenntnisse zur Ursache veröffentlicht. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.
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