
Nordrhein-Westfalen steht ein wechselhafter und windiger Samstag bevor. Besonders in Köln und Dortmund müssen sich die Menschen am 24. Oktober 2026 auf Regenschauer, niedrige zweistellige Temperaturen und kräftige Windböen einstellen. Nach einer stürmischen Nacht bleibt der Südwestwind zunächst spürbar. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für zahlreiche Gebiete amtliche Warnungen veröffentlicht, die teilweise bis in den Samstagnachmittag oder Abend reichen. Neben dem Wind beschäftigt vor allem länger anhaltender Regen mehrere Regionen im südlichen Nordrhein-Westfalen.
Die Wetterlage wird durch ein Sturmtief bestimmt, das vom Ärmelkanal über die Niederlande in Richtung Deutsche Bucht zieht. Seine Ausläufer erfassen weite Teile Deutschlands und bringen feuchte Luft sowie kräftigen Wind aus südwestlichen Richtungen. Für Nordrhein-Westfalen erwartet der DWD den Höhepunkt der Windentwicklung am Freitagabend und in der ersten Nachthälfte zum Samstag.
Im Verlauf des Samstags soll der Wind allmählich nachlassen, allerdings nicht vollständig abflauen. Der DWD rechnet tagsüber weiterhin mit zeitweise starken Böen um 60 Kilometer pro Stunde. In besonders windanfälligen Lagen sind stürmische Böen um 70 Kilometer pro Stunde möglich. Erst am Samstagabend zeichnet sich vorübergehend eine Beruhigung ab.
Der Regen und Wind in Köln und Dortmund prägt damit auch den Beginn des Wochenendes. Während die höchsten Windgeschwindigkeiten überwiegend für die Nacht erwartet werden, bleibt das Wetter tagsüber unbeständig. Neben Schauern sind zeitweise auch trockenere Abschnitte möglich. Eine längere stabile Wetterphase zeichnet sich für Nordrhein-Westfalen jedoch nicht ab.
Für Dortmund hat der Deutsche Wetterdienst eine markante Wetterwarnung vor Sturmböen herausgegeben. Sie gilt seit Freitag, 23. Oktober, 17 Uhr, zunächst bis Samstag, 4 Uhr. In diesem Zeitraum werden südwestliche Sturmböen zwischen 70 und 85 Kilometern pro Stunde erwartet. In Schauernähe und besonders exponierten Bereichen sind schwere Sturmböen bis 95 Kilometer pro Stunde möglich.
Eine weitere markante Wetterwarnung vor Sturmböen gilt in Dortmund am Samstag von 4 bis 8 Uhr. Dann erwartet der DWD Geschwindigkeiten um 65 Kilometer pro Stunde, örtlich bis etwa 70 Kilometer pro Stunde. Anschließend folgt eine Wetterwarnung vor Windböen von 8 bis 18 Uhr. Sie nennt Windgeschwindigkeiten um 55 Kilometer pro Stunde und mögliche stärkere Böen um 65 Kilometer pro Stunde.
Auch Köln ist von amtlichen Warnungen betroffen. Dort gilt eine markante Wetterwarnung vor Sturmböen am Freitag von 15 bis 22 Uhr. Für diesen Zeitraum nennt der DWD Geschwindigkeiten zwischen 60 und 75 Kilometern pro Stunde, in exponierten Lagen bis 85 Kilometer pro Stunde.
Für Köln besteht außerdem eine Wetterwarnung vor Windböen von Freitag, 12 Uhr, bis Samstag, 4 Uhr. Eine anschließende Wetterwarnung gilt am Samstag von 4 bis 16 Uhr. Erwartet werden dann südwestliche Böen um 55 Kilometer pro Stunde, in Schauernähe bis etwa 65 Kilometer pro Stunde.
Die Warnangaben entsprechen dem DWD-Stand vom Freitag, 23. Oktober 2026, 17:59 Uhr.
Für Köln prognostiziert der Wetterdienst WetterKontor am Samstag Temperaturen zwischen 9 und 14 Grad. Die berechnete Niederschlagsmenge liegt bei 16,8 Litern pro Quadratmeter. Die Regenwahrscheinlichkeit wird mit 70 Prozent angegeben. Der durchschnittliche Wind soll aus Südwesten mit etwa 22 Kilometern pro Stunde wehen. Einzelne Böen können nach dieser Stadtprognose 57 Kilometer pro Stunde erreichen.
Dortmund erwartet nach derselben Quelle Tiefstwerte um 11 Grad und Höchsttemperaturen von 13 Grad. WetterKontor berechnet eine Niederschlagsmenge von 16,0 Litern pro Quadratmeter und eine Regenwahrscheinlichkeit von 90 Prozent. Der mittlere Südwestwind wird mit 24 Kilometern pro Stunde angegeben, die stärksten Böen mit 61 Kilometern pro Stunde.
Die Niederschlagswerte sind Prognosen für den Samstag und keine bereits gemessenen Regenmengen. Sie unterscheiden sich zudem von den amtlichen Dauerregenwarnungen, die längere Zeiträume umfassen.
Für beide Städte zeigen die Vorhersagen einen überwiegend wechselhaften Tagesverlauf. Während am Vormittag Regen erwartet wird, könnten sich am Nachmittag zeitweise trockenere Abschnitte einstellen. Auch zum Abend hin bleibt weiterer Niederschlag möglich.
Neben Köln und Dortmund sind weitere Teile Nordrhein-Westfalens von der Wetterlage betroffen. Besonders in höher gelegenen Regionen und an den Westseiten der Mittelgebirge erwartet der DWD größere Regenmengen.
Für Hagen, Marienheide im Oberbergischen Kreis, Altena im Märkischen Kreis und Attendorn im Kreis Olpe bestehen markante Wetterwarnungen vor Dauerregen. Die Warnungen gelten seit Freitag, 23. Oktober, 6:16 Uhr, bis Samstag, 24. Oktober, 9 Uhr. Erwartet werden Niederschlagsmengen zwischen 30 und 40 Litern pro Quadratmeter über den gesamten Warnzeitraum, teilweise mit Unterbrechungen.
Auch in der Eifel bestehen entsprechende Warnungen. Für Monschau in der Städteregion Aachen und Hellenthal im Kreis Euskirchen gilt eine markante Wetterwarnung vor Dauerregen bis Samstag, 6 Uhr. Dort nennt der DWD Niederschlagsmengen von bis zu 35 Litern pro Quadratmeter. Die Warnungen begannen ebenfalls am Freitag um 6:16 Uhr.
In Düsseldorf gilt eine markante Wetterwarnung vor Sturmböen in mehreren Stadtteilen bis Samstag, 2 Uhr. Danach bestehen weitere Wetterwarnungen vor Windböen, unter anderem bis 16 Uhr. Für Münster gelten markante Wetterwarnungen vor Sturmböen bis Samstagmorgen, 8 Uhr, gefolgt von Wetterwarnungen vor Windböen bis 18 Uhr.
Die Stadt Köln hat bereits am Freitag auf mögliche Auswirkungen der stürmischen Wetterlage hingewiesen. Nach ihren Angaben können durch kräftige Windböen Äste abbrechen oder Bäume umstürzen. Die Stadt empfiehlt deshalb, Wälder, Parkanlagen, Friedhöfe und Alleen während der Sturmwetterlage zu meiden.
Zudem behält sich die Verwaltung vor, einzelne städtische Anlagen und Friedhöfe kurzfristig zu schließen. Eine solche mögliche Maßnahme ist allerdings nicht mit einer bereits verfügten Schließung gleichzusetzen.
Die Hinweise beziehen sich auf die vom DWD angekündigte Windentwicklung zwischen Freitag und Samstag. Konkrete Verkehrssperrungen oder Ausfälle im öffentlichen Nahverkehr ergeben sich daraus nicht automatisch.
Eine nachhaltige Wetterberuhigung ist nach der DWD-Prognose vorerst nicht in Sicht. Zwar soll der Wind am Samstagabend im westlichen Binnenland zeitweise schwächer werden. Bereits in der Nacht zum Sonntag, 25. Oktober, wird jedoch eine erneute Windzunahme erwartet.
Verantwortlich ist das Frontensystem eines weiteren Sturmtiefs, das von Westen her Deutschland erreicht. Der DWD rechnet dann in Nordrhein-Westfalen erneut verbreitet mit starken bis stürmischen Böen zwischen 55 und 70 Kilometern pro Stunde. Im Bergland sind Sturmböen um 85 Kilometer pro Stunde, auf Gipfeln auch schwere Sturmböen um 100 Kilometer pro Stunde wahrscheinlich.
Hinzu kommt erneut kräftiger Regen. Besonders vom südlichen Ruhrgebiet über das Bergische Land bis zum Westerwald sowie in der Eifel könnten in der Nacht zum Sonntag innerhalb von zwölf Stunden 30 bis 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fallen. In besonders niederschlagsanfälligen Lagen hält der DWD örtlich auch etwa 45 Liter für möglich. Das wäre nach seiner Einschätzung eine unwetterartige Regenentwicklung.
Damit bleibt Nordrhein-Westfalen über den Samstag hinaus unter dem Einfluss mehrerer Tiefdruckgebiete. Für Köln und Dortmund bedeutet dies nach den vorliegenden Prognosen, dass auf den regnerischen Samstag auch ein wechselhafter und windiger Sonntag folgen dürfte.
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