
Bei der Smartphone-Bank Revolut kommt es am Dienstag, 20. Oktober 2026, zu erheblichen technischen Einschränkungen. Kunden in Deutschland melden Schwierigkeiten beim Anmelden in der App, bei Überweisungen und beim Bezahlen mit der Karte. Revolut bestätigt eine Störung mehrerer Funktionen und arbeitet nach eigenen Angaben an der Wiederherstellung. Eine vollständige Behebung war am Dienstagvormittag noch nicht offiziell bestätigt. Auch aus anderen Ländern gibt es Beschwerden.
Die Revolut-Störung zeigt sich für betroffene Nutzer auf unterschiedliche Weise. Einige können die Banking-App nicht öffnen oder sich nicht anmelden. Andere gelangen zwar in ihr Konto, können aber bestimmte Funktionen nicht nutzen. Über deutsche Störungsportale wurden am Vormittag unter anderem Probleme bei Transaktionen, Einkäufen und Kartenzahlungen gemeldet. Das Technikportal Netzwelt verzeichnete auch gegen 10.06 Uhr noch entsprechende Hinweise aus mehreren deutschen Städten, darunter Frankfurt am Main, München, Hamburg und Braunschweig.
Hinzu kommen Schilderungen von Kunden, deren Karten beim Bezahlen nicht akzeptiert wurden oder deren Überweisungen nicht wie erwartet funktionierten. Solche Meldungen zeigen die Auswirkungen im Alltag, erlauben aber keine verlässliche Aussage darüber, wie viele Menschen tatsächlich betroffen sind. Auch lässt sich daraus nicht schließen, dass sämtliche Revolut-Karten oder alle Konten ausgefallen sind. Der Umfang kann je nach Funktion, Region und Kunde unterschiedlich sein.
Der offizielle Revolut-Support bestätigte am Dienstag auf der Plattform X technische Schwierigkeiten, die mehrere Dienste beeinträchtigen können. Das zuständige Technikteam arbeite an der Wiederherstellung des vollständigen Betriebs, erklärte das Unternehmen. Eine konkrete Ursache oder einen verbindlichen Zeitpunkt für die Behebung nannte Revolut zunächst nicht. Eine Mitteilung, wonach alle Einschränkungen bereits beseitigt seien, lag am Dienstagvormittag ebenfalls nicht vor.
Auffällig sind Unterschiede zwischen den Länderansichten der offiziellen Statusseite. Die deutsche Ausgabe zeigte weiterhin an, dass alle Systeme funktionieren, ausdrücklich auch Kartenzahlungen, Überweisungen und Login. Die britische Statusseite wies dagegen eine teilweise Nichtverfügbarkeit aus und zeigte die Angabe „Partially unavailable: 30“. Damit spiegelten die öffentlich angezeigten Informationen die Lage nicht einheitlich wider. Zusätzlich bestätigte der Zahlungsdienstleister GoPay auf seiner eigenen Statusseite am Dienstag um 9.08 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit eine Störung bei Revolut-Kartenzahlungen. Ob und wie diese Einschränkungen technisch zusammenhängen, ist nicht bestätigt.
Die Schwierigkeiten beschränken sich nicht auf den deutschen Markt. Auch Kunden in anderen europäischen Ländern meldeten am Morgen Einschränkungen beim Kontozugriff und beim Bezahlen. In Irland griff der öffentlich-rechtliche Sender RTÉ die Störung auf und dokumentierte die Bestätigung von Revolut. Berichte aus Großbritannien nennen ebenfalls abgelehnte Zahlungen an Kassen. Ob die Probleme außerhalb Europas denselben Umfang haben, war zunächst nicht gesichert.
Revolut gehört inzwischen zu den international größten Anbietern von Bankdienstleistungen per Smartphone. Nach eigenen Angaben nutzen weltweit mehr als 80 Millionen Menschen die Angebote des Unternehmens. Die Bank bietet unter anderem Girokonten, Karten, internationale Überweisungen und Währungsumtausch an. Gerade weil viele dieser Funktionen über eine einzige App verwaltet werden, können technische Störungen mehrere alltägliche Bankgeschäfte gleichzeitig erschweren. Aus der weltweiten Kundenzahl lässt sich allerdings nicht ableiten, wie viele Nutzer von dem aktuellen Ausfall betroffen sind.
Die für deutsche Kunden wichtige Revolut Bank UAB hat ihren Sitz in Vilnius in Litauen. Sie besitzt eine Bankzulassung und unterliegt der Aufsicht der litauischen Zentralbank sowie der Europäischen Zentralbank. In Deutschland betreibt das Institut außerdem eine eingetragene Zweigniederlassung in Berlin. Im August 2026 erhielt eine weitere Konzerngesellschaft auch in Frankreich eine Banklizenz. Damit baut Revolut seine europäische Struktur über den bisherigen Standort Litauen hinaus aus.
Technische Probleme sind bei Revolut nicht zum ersten Mal aufgetreten. Die Störungsplattform StatusGator dokumentierte bereits am 9. Januar 2026 Einschränkungen beim Laden der App und bei Zahlungsfunktionen. Für den 30. Juni 2026 erfasste der Dienst Probleme mit Geldüberweisungen. Die damaligen Vorfälle lassen keine Rückschlüsse auf den Auslöser der aktuellen Revolut-Störung zu. Betroffene sollten bei einer fehlgeschlagenen Zahlung zunächst ihren Transaktionsverlauf kontrollieren, bevor sie denselben Vorgang erneut auslösen. Solange die Einschränkungen anhalten, kann für dringende Zahlungen ein anderes Zahlungsmittel hilfreich sein.
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