
Die Rheinbrücke in Wesel wird am letzten Oktoberwochenende für den gesamten Auto- und Lkw-Verkehr gesperrt. Von Freitag, 30. Oktober 2026, um 20 Uhr bis Montag, 2. November, um 5 Uhr ist die Bundesstraße 58 über den Rhein in beiden Fahrtrichtungen nicht befahrbar. Grund sind umfangreiche Asphaltarbeiten, die Straßen.NRW im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Südumgehung Wesel durchführt. Autofahrer müssen auf eine ausgeschilderte Umleitung über die Rheinbrücke bei Rees ausweichen. Fußgänger und Radfahrer können die Weseler Rheinquerung weiterhin nutzen.
Die geplante Vollsperrung der Rheinbrücke Wesel beginnt am Freitag, 30. Oktober, um 20 Uhr. Die Freigabe ist für Montagmorgen, 2. November, um 5 Uhr vorgesehen. Insgesamt umfasst die Maßnahme damit 57 Stunden.
Betroffen ist die Niederrheinbrücke im Verlauf der B58 zwischen der linksrheinischen Seite bei Büderich und dem rechtsrheinischen Weseler Stadtgebiet. Die auf den 19. Oktober datierte Verkehrsmeldung des Landes Nordrhein-Westfalen bezeichnet den gesperrten Bereich als Strecke zwischen Büderich und Südring. Als Länge der Verkehrsmaßnahme sind rund 2,09 Kilometer angegeben. Die Sperrung gilt in beiden Richtungen.
Damit steht die wichtige Straßenverbindung zwischen den beiden Rheinseiten vorübergehend nicht für Kraftfahrzeuge zur Verfügung. Die Maßnahme betrifft sowohl den Personenverkehr als auch Lastwagen. Zu möglichen gesonderten Sperrungen einzelner Anschlussrampen oder Kreuzungsbereiche wurden zunächst keine weitergehenden Einzelheiten veröffentlicht.
Hintergrund der Vollsperrung sind Schäden an der Fahrbahndecke. Nach Angaben von Straßen.NRW hatte sich bei früheren Reparaturen gezeigt, dass die betroffenen Bereiche umfangreicher instandgesetzt werden müssen als ursprünglich angenommen.
Deshalb soll die Asphaltdeckschicht auf der gesamten betroffenen Fläche erneuert werden. Die Arbeiten betreffen sowohl die Rheinbrücke als auch den Übergangsbereich zur neu errichteten Lippebrücke. Dieser Abschnitt gehört zum Ausbau der B58n, mit der Wesel eine neue südliche Ortsumgehung erhält.
Um die Bauarbeiten innerhalb eines Wochenendes abzuschließen, ist ein durchgehender Arbeitseinsatz vorgesehen. Straßen.NRW will dadurch die Dauer der Verkehrsbeeinträchtigungen begrenzen. Die Arbeiten stehen zudem im Zusammenhang mit der geplanten Freigabe des ersten Teilabschnitts der Südumgehung. Einen konkreten neuen Freigabetermin für diesen Straßenabschnitt enthielt die aktuelle Ankündigung nicht.
Für Autofahrer und den Schwerlastverkehr ist während der Vollsperrung eine großräumige Umleitung vorgesehen. Die veröffentlichte Verkehrsmeldung nennt ausdrücklich die Bundesstraße 67 und die Rheinbrücke Rees-Kalkar als Ausweichverbindung.
Die Umleitung soll entsprechend ausgeschildert werden. Damit wird der Verkehr, der normalerweise die B58 in Wesel zur Rheinquerung nutzt, auf eine andere Straßenbrücke verwiesen. Konkrete Umleitungsnummern wurden in der aktuellen Meldung nicht genannt.
Die Verkehrsinformation des Landes weist darauf hin, dass im betroffenen Zeitraum zusätzliches Verkehrsaufkommen und stockender Verkehr möglich sind. Konkrete Prognosen zu Staulängen oder zusätzlichen Fahrzeiten lagen zunächst nicht vor.
Die Bedeutung der Verbindung wird auch durch frühere Angaben zur Verkehrsbelastung deutlich. Radio K.W. berichtete im August unter Berufung auf die damaligen Brückeninformationen von rund 27.000 Fahrzeugen täglich, darunter etwa 2.400 Lastwagen.
Anders als der motorisierte Verkehr sollen Fußgänger und Radfahrer die Rheinbrücke auch während der Asphaltarbeiten passieren können.
Nach den am 22. Oktober veröffentlichten Angaben bleibt die Querung für beide Verkehrsarten während der gesamten Vollsperrung möglich. Eine grundsätzliche Sperrung des Geh- und Radwegs ist nicht angekündigt.
Damit unterscheidet sich die aktuelle Maßnahme von den Hauptprüfungen im August. Damals waren zeitweise besondere Regelungen für den Fuß- und Radverkehr vorgesehen. Bei den damaligen Arbeiten konnten Sicherungsposten einzelne Querungen begleiten, wodurch Wartezeiten möglich waren. Solche zeitlichen Einschränkungen wurden für die neue Sperrung Ende Oktober zunächst nicht angekündigt.
Auch für den öffentlichen Nahverkehr ist die bevorstehende Sperrung relevant. Welche Buslinien während der Arbeiten unterbrochen, umgeleitet oder anders geführt werden, blieb zunächst offen.
In der fortlaufend aktualisierten Baustellenübersicht der Niederrheinischen Verkehrsbetriebe (NIAG) waren am 22. Oktober noch keine gesonderten Linienregelungen für die Vollsperrung vom 30. Oktober bis zum 2. November aufgeführt. Auch die aktuellen Verkehrsinformationen von DB Regio Bus NRW enthielten zunächst keine entsprechende Sonderregelung für diesen Termin.
Die NIAG empfiehlt ihren Fahrgästen grundsätzlich, vor Fahrtantritt die aktuellen Verbindungen in der ÖPNV-App oder über die Fahrplanauskunft mit Echtzeitinformationen zu überprüfen. Zusätzlich steht die kostenlose Fahrplanauskunft unter 0800 6504030 zur Verfügung.
Für den Schienenverkehr wurde keine unmittelbar durch diese Straßenbaumaßnahme verursachte Sperrung angekündigt. Unabhängig davon bestehen auf der Regionalexpresslinie RE19 andere baubedingte Einschränkungen. Zuginfo NRW nennt bis zum 30. Oktober um 21 Uhr Umleitungen zwischen Duisburg Hauptbahnhof und Oberhausen-Sterkrade, wobei der Halt Oberhausen Hauptbahnhof entfällt und Ersatzbusse eingesetzt werden. Diese Einschränkungen betreffen separate Arbeiten im Schienennetz.
Die Asphaltarbeiten hängen mit einem größeren Straßenbauvorhaben zusammen. Mit der B58n entsteht südlich der Weseler Innenstadt eine neue Umgehungsstraße. Sie soll künftig einen Teil des Durchgangsverkehrs aufnehmen.
Der erste Teilabschnitt verbindet den Bereich der Rheinbrücke mit der Bundesstraße 8. Weitere Arbeiten betreffen den östlich anschließenden Verlauf. Im März 2026 begann ein zusätzlicher Bauabschnitt zwischen der Wackenbrucher Straße und der B70 beziehungsweise der Schermbecker Landstraße.
Straßen.NRW plant dort eine vierstreifige Straßenverbindung. Dazu gehören neue Brückenbauwerke, Anschlussrampen, Lärmschutzanlagen und Einrichtungen zur Straßenentwässerung. Auch bestehende Straßenanschlüsse müssen für das Projekt angepasst werden. Für diesen weiteren Bauabschnitt hatte der Landesbetrieb eine Bauzeit von etwa drei Jahren angegeben.
Für die Niederrheinbrücke ist die bevorstehende Vollsperrung nicht die erste größere Verkehrseinschränkung des Jahres. Bereits im August musste das Bauwerk für eine umfangreiche Hauptprüfung an zwei Wochenenden vollständig für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt werden.
Die erste Sperrung dauerte vom 21. bis zum 24. August, die zweite vom 28. bis zum 31. August. Anschließend folgten weitere Arbeiten an den Schrägseilen der Brücke. Die Prüfung und Reinigung dieser Bauteile dauerten länger als ursprünglich vorgesehen. Am 15. Oktober berichtete Radio K.W., dass die Außenarbeiten nach Angaben von Straßen.NRW mit knapp drei Wochen Verzögerung vor dem Abschluss standen.
Die neue Vollsperrung am letzten Oktoberwochenende hat nun einen anderen Schwerpunkt. Im Mittelpunkt stehen die Erneuerung des beschädigten Asphalts und die Arbeiten am Übergang zur neuen Lippebrücke. Die B58 soll nach dem derzeitigen Zeitplan am Montag, 2. November, um 5 Uhr wieder für den Kraftfahrzeugverkehr zur Verfügung stehen.
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