
Die Rheinkniebrücke in Düsseldorf wird am kommenden Wochenende für den regulären Fahrzeugverkehr vollständig gesperrt. Von Freitag, 6. November 2026, um 20 Uhr bis Montag, 9. November 2026, um 8 Uhr ist die Rheinquerung in beiden Fahrtrichtungen nicht befahrbar. Hintergrund sind Bauarbeiten an einer neuen Fernwärmeleitung im Stadtteil Unterbilk. Für Autofahrer werden großräumige Umleitungen eingerichtet. Lediglich Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei dürfen die Brücke während der Sperrung weiterhin befahren.
Die Verkehrseinschränkungen beginnen am Freitagabend und erstrecken sich über das gesamte Wochenende. Die Wiederfreigabe ist für Montagmorgen um 8 Uhr vorgesehen. Damit betrifft die Sperrung neben dem Wochenendverkehr auch die ersten Stunden des Berufsverkehrs am Montag.
Die Rheinkniebrücke verbindet die Düsseldorfer Innenstadt mit dem linksrheinischen Stadtgebiet. Während der Bauarbeiten steht diese Verbindung dem regulären Autoverkehr in keiner Fahrtrichtung zur Verfügung. Eine teilweise Öffnung für private Fahrzeuge ist nach den angekündigten Regelungen nicht vorgesehen.
Die Arbeiten finden nicht unmittelbar an der Brückenkonstruktion statt. Ursache der Sperrung ist eine Baustelle im Bereich der Reichsstraße, die eine wichtige Zufahrt zur Rheinbrücke betrifft.
Verantwortlich für die Baumaßnahme ist die Netzgesellschaft Düsseldorf. Das Unternehmen errichtet eine neue Fernwärmeleitung im Stadtteil Unterbilk. Die Arbeiten konzentrieren sich auf die Reichsstraße in Höhe der Hausnummern 41 und 43.
Der betroffene Abschnitt befindet sich unmittelbar im Zufahrtsbereich zur Rheinkniebrücke. Aufgrund der Lage der Baustelle ist eine vollständige Sperrung des regulären Fahrzeugverkehrs erforderlich.
Die Maßnahme gehört zum Ausbau des Düsseldorfer Fernwärmenetzes. Durch zusätzliche Leitungen sollen die Voraussetzungen für eine langfristig zuverlässige Wärmeversorgung verbessert werden. Gleichzeitig ist der Ausbau Teil der städtischen Bemühungen, die Energieversorgung klimafreundlicher auszurichten.
Für Autofahrer sind während der Vollsperrung zwei Umleitungsführungen vorgesehen. Sie richten sich nach der jeweiligen Fahrtrichtung und werden ausgeschildert.
Wer aus Richtung Innenstadt nach Oberkassel fahren möchte, wird bereits an der Kreuzung Herzogstraße und Elisabethstraße zum Rheinufertunnel umgeleitet. Die Verkehrsführung soll verhindern, dass Fahrzeuge unmittelbar vor dem gesperrten Brückenzugang ankommen.
Auf der linksrheinischen Seite beginnt die Umleitung vor dem Rheinalleetunnel. Autofahrer werden dort in Richtung Theodor-Heuss-Brücke oder Oberkasseler Brücke geführt. Diese beiden Rheinquerungen dienen als Ausweichmöglichkeiten für den gesperrten Abschnitt.
Ab der Zufahrt zum Rheinalleetunnel ist die Straße während der Arbeiten gesperrt. Zusätzliche Umleitungsschilder sollen die geänderte Verkehrsführung verdeutlichen.
Weitere Straßennamen für die vollständigen Ausweichstrecken wurden zunächst nicht genannt. Die angekündigten Verkehrseinschränkungen betreffen insbesondere die Zufahrten zur Rheinkniebrücke und die Verbindungen zwischen den beiden Rheinseiten.
Eine Ausnahme von der Vollsperrung gilt für Einsatzkräfte. Für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei bleibt eine Fahrspur auf der Rheinkniebrücke verfügbar.
Damit können die genannten Einsatzorganisationen die Rheinquerung auch während der Bauarbeiten nutzen. Für private Kraftfahrzeuge besteht diese Möglichkeit nicht.
Die Sonderregelung unterscheidet ausdrücklich zwischen dem regulären Straßenverkehr und Fahrzeugen der Einsatzorganisationen. Weitere Ausnahmen für andere Fahrzeuggruppen wurden zunächst nicht angekündigt.
Die Absicherung dieser Durchfahrt ist Bestandteil der vorgesehenen Verkehrsführung während der Bauarbeiten.
Für Fußgänger und Radfahrer wurden zunächst keine konkreten Einschränkungen oder Freigaben im Zusammenhang mit der Wochenendsperrung genannt. Ob die Gehwege und Radwege auf der Rheinkniebrücke während der gesamten Bauzeit unverändert genutzt werden können, blieb damit zunächst offen.
Auch zu möglichen Auswirkungen auf die Buslinien der Rheinbahn lagen zunächst keine konkreten Liniennummern oder Ersatzfahrpläne für diese Brückensperrung vor. Die angekündigte Ausnahme für die Durchfahrt nennt ausschließlich Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.
Unabhängig davon hat die Rheinbahn für das gleiche Wochenende bereits Einschränkungen auf den Stadtbahnlinien U70 und U76 veröffentlicht. Wegen eigener Bauarbeiten zwischen Düsseldorf und Krefeld ist der betreffende Streckenabschnitt von Donnerstag, 5. November, 4 Uhr, bis Dienstag, 10. November, 4 Uhr gesperrt.
Die Linie U70 entfällt während dieser Bauphase. Die Linie U76 endet in Richtung Krefeld bereits in Lörick. Zwischen Löricker Straße und Krefeld, Rheinstraße fahren Ersatzbusse. Diese Einschränkungen stehen im Zusammenhang mit Arbeiten an der Stadtbahninfrastruktur und nicht mit der Fernwärmebaustelle an der Rheinkniebrücke.
Die Netzgesellschaft Düsseldorf plant, die Arbeiten an der Reichsstraße sowohl tagsüber als auch in den Nachtstunden ausführen zu lassen. Durch den durchgehenden Einsatz soll die Dauer der Vollsperrung möglichst kurz gehalten werden.
Die ausführenden Unternehmen sind angehalten, die Belastungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer auf das notwendige Maß zu begrenzen. Die Arbeiten wurden mit der Landeshauptstadt Düsseldorf abgestimmt und von ihr genehmigt. Die betroffenen Anwohner sollen über die Einschränkungen informiert werden.
Für den Autoverkehr sind während der Sperrung erhebliche Einschränkungen angekündigt. Konkrete Prognosen zu möglichen Staulängen oder zusätzlichen Fahrzeiten wurden zunächst nicht genannt.
Der Ausbau des Fernwärmenetzes gehört zu den größeren Infrastrukturvorhaben der Stadtwerke Düsseldorf. Nach Angaben des Unternehmens werden die bestehenden Netze erweitert und verdichtet, um zusätzliche Gebäude mit zentral erzeugter Wärme versorgen zu können.
Die Stadtwerke hatten im Juli 2026 mitgeteilt, dass die Weiterentwicklung der Versorgungsinfrastruktur einen Schwerpunkt ihrer Investitionen bildet. Für das Jahr 2026 waren Investitionen von insgesamt 180 Millionen Euro vorgesehen. Die Summe umfasst unterschiedliche Projekte der Unternehmensgruppe und ist kein ausgewiesenes Budget für die Arbeiten an der Rheinkniebrücke.
Mit der Verlegung der neuen Fernwärmeleitung in Unterbilk wird dieser Ausbau an einem weiteren Standort fortgesetzt. Die Sperrung der Rheinkniebrücke soll nach der bisherigen Planung am Montag, 9. November, um 8 Uhr enden.
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