Rheinmetall führt DAX nach kräftigem Kursanstieg an

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Die Rheinmetall-Aktie hat am Freitag, 16. Oktober 2026, deutlich zugelegt und die Handelswoche mit einem Gewinn von 6,26 Prozent beendet. Der Xetra-Schlusskurs lag bei 1.090,20 Euro, nachdem die Aktie am Vortag noch bei 1.026 Euro geschlossen hatte. Damit gehörte der Rüstungskonzern zu den stärksten Werten im DAX. Der deutsche Leitindex stieg um 0,95 Prozent auf 25.622,61 Punkte.

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Kursquelle: UniCredit/Bank Austria, Xetra, 16. Oktober 2026, 17:38 Uhr MESZ.

Rheinmetall baut Munitionsproduktion in Spanien aus

Parallel zum Kursanstieg veröffentlichte Rheinmetall eine neue Unternehmensmeldung. Am Freitag gab der Konzern bekannt, dass am spanischen Standort Albacete eine zusätzliche Fertigung für Mittelkalibermunition in Betrieb genommen wurde. Rund 20 Millionen Euro flossen nach Unternehmensangaben in den Ausbau.

Die neue Produktionslinie verfügt über eine jährliche Kapazität von etwa drei Millionen Munitionskomponenten. Dabei handelt es sich um rund 1,2 Millionen Geschosse und 1,8 Millionen Patronenhülsen, die an weiteren Standorten verarbeitet werden. Zugleich soll die Belegschaft in Albacete von etwa 210 auf rund 300 Beschäftigte wachsen. Der Ausbau ist Teil des Rheinmetall-Programms zur Erweiterung der europäischen Munitionsproduktion.

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Die Investition zeigt, wie Rheinmetall seine Produktionsmöglichkeiten angesichts der gestiegenen militärischen Nachfrage erweitert. Ob die Ankündigung den Kursanstieg unmittelbar verstärkte, lässt sich allerdings nicht eindeutig bestimmen. Bereits am Freitagvormittag hatte die Aktie deutlich zugelegt.

Höhere Verteidigungsausgaben und große Aufträge

Auch die geplanten Verteidigungsausgaben 2027 bilden einen wichtigen wirtschaftlichen Hintergrund. Nach dem Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt soll der reguläre deutsche Verteidigungsetat auf 109,7 Milliarden Euro steigen. Weitere 29,9 Milliarden Euro sind aus dem Sondervermögen Bundeswehr vorgesehen. Zusammen wären das rund 139,6 Milliarden Euro. Der Haushaltsentwurf ist allerdings noch nicht endgültig verabschiedet.

Rheinmetall hat bereits in diesem Jahr mehrere größere Bestellungen erhalten. Dazu gehört ein Auftrag der Bundeswehr über mehr als 2.000 militärische Transportfahrzeuge mit einem Bruttovolumen von rund 1,015 Milliarden Euro. Hinzu kommt ein im April vereinbarter Rahmenvertrag für Drohnensysteme im Milliardenbereich, aus dem zunächst rund 300 Millionen Euro abgerufen wurden. Das gesamte Rahmenvertragsvolumen ist dabei nicht mit bereits fest bestellten Lieferungen gleichzusetzen.

Quartalszahlen von Rheinmetall folgen am 5. November

Der nächste wichtige Unternehmenstermin steht bereits fest. Am Donnerstag, 5. November 2026, will Rheinmetall die Geschäftszahlen für das dritte Quartal veröffentlichen. Der letzte reguläre Finanzbericht stammt vom 6. August und umfasste das erste Halbjahr.

In den ersten sechs Monaten 2026 hatte Rheinmetall seinen Umsatz um 39 Prozent auf 5,23 Milliarden Euro gesteigert. Das operative Ergebnis wuchs um 74 Prozent auf 786 Millionen Euro. Der sogenannte Rheinmetall Backlog erreichte zum 30. Juni rund 80,5 Milliarden Euro. Diese Kennzahl umfasst neben festen Aufträgen auch erwartete Abrufe aus bestehenden Rahmenverträgen.

Nach der Stornierung des Fregattenprogramms F126 hatte der Konzern seine Umsatzprognose für 2026 angepasst. Rheinmetall erwartet seither einen Jahresumsatz zwischen 13,7 und 14,2 Milliarden Euro bei einer operativen Ergebnismarge von rund 19 Prozent.

Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, wie sich Umsatz, Profitabilität und Auftragssituation zuletzt entwickelt haben. Trotz des kräftigen Kursanstiegs vom Freitag liegt die Rheinmetall-Aktie weiterhin deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 1.966 Euro.

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