Robotaxis in München geplant: Taxizentrum und Tensor wollen autonome Taxis auf die Straße bringen

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Symbolbild mit KI erstellt

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In München könnten künftig Taxis ohne Fahrer unterwegs sein. Das Münchner Taxi Zentrum hat mit dem kalifornischen Technologieunternehmen Tensor eine Zusammenarbeit vereinbart. Geplant ist die Integration autonomer Elektrofahrzeuge in den regulären Taxibetrieb. Bis zu 500 Fahrzeuge stellt Tensor zunächst für Deutschland in Aussicht. Wann die ersten Robotaxis tatsächlich Fahrgäste befördern können, ist allerdings noch offen.

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Münchner Taxi Zentrum vereinbart Kooperation mit Tensor

Das Münchner Taxi Zentrum (mtz) und der US-amerikanische Entwickler Tensor haben eine Absichtserklärung zur Einführung autonomer Fahrzeuge unterzeichnet. Die Zusammenarbeit soll es ermöglichen, selbstfahrende Autos als reguläre Taxis einzusetzen.

Vorgesehen ist eine klare Aufgabenteilung: Tensor soll die Fahrzeuge und die Technologie für das autonome Fahren liefern. Das Münchner Taxi Zentrum soll hingegen weiterhin den eigentlichen Taxibetrieb organisieren.

Nach dem vorgestellten Konzept sollen die Robotaxis über die bestehenden Buchungs- und Vermittlungssysteme des Unternehmens erreichbar sein. Auch die Kontrolle über die Fahrzeugflotte, die Marke und die Kundendaten soll beim deutschen Betreiber verbleiben.

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Tensor will die Technologie über ein Abonnementmodell bereitstellen. Dieses umfasst nach den bisherigen Angaben unter anderem Fahrsoftware, Flottenmanagement, Wartungsleistungen und Schulungen.

Bis zu 500 Robotaxis für Deutschland vorgesehen

Die Kooperation ist Teil größerer Pläne des kalifornischen Unternehmens. Tensor stellt für eine erste Phase den Einsatz von bis zu 500 autonomen Fahrzeugen in Deutschland in Aussicht.

Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine bereits verbindlich bestellte oder zugelassene Fahrzeugflotte. Die Umsetzung steht unter dem Vorbehalt endgültiger Verträge und der erforderlichen behördlichen Genehmigungen.

Für München wurde bislang kein konkreter Starttermin genannt. Ebenso ist noch offen, wie viele der geplanten Fahrzeuge tatsächlich in der bayerischen Landeshauptstadt eingesetzt werden sollen.

Die Auswahl der möglichen Einsatzgebiete soll das Münchner Taxi Zentrum in Abstimmung mit der Stadt vornehmen. Für den autonomen Betrieb wäre darüber hinaus eine Genehmigung durch die zuständigen Behörden erforderlich.

Tensor entwickelt Fahrzeuge für autonomes Fahren

Tensor hat seinen Unternehmenssitz im kalifornischen San Jose und entwickelt mit dem sogenannten Robocar ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug, das für autonomes Fahren der Stufe 4 ausgelegt ist.

Bei dieser Automatisierungsstufe kann ein Fahrzeug innerhalb eines definierten Betriebsbereichs die Fahraufgabe selbstständig übernehmen, ohne dass ein Mensch ständig am Steuer eingreifen muss. Außerhalb der zugelassenen Einsatzbedingungen ist diese Fähigkeit nicht automatisch gegeben.

Nach Angaben des Herstellers soll das Robocar unterschiedliche Sensorsysteme und künstliche Intelligenz zur Erfassung und Bewertung seiner Umgebung nutzen.

Auch eine sprachgesteuerte Kommunikation mit den Fahrgästen ist vorgesehen. So sollen Insassen beispielsweise Änderungen der Route oder zusätzliche Zwischenstopps anfordern können. Ob sämtliche angekündigten Funktionen in einem späteren deutschen Taxibetrieb verfügbar sein werden, ist noch nicht geklärt.

Autonome Taxis benötigen besondere Genehmigungen

Für den fahrerlosen Betrieb in Deutschland gelten gesetzliche Voraussetzungen. Bereits 2021 wurde mit dem Gesetz zum autonomen Fahren ein Rechtsrahmen geschaffen, der Fahrzeuge der Automatisierungsstufe 4 in festgelegten Betriebsbereichen grundsätzlich erlaubt.

Die näheren Anforderungen regelt die Autonome-Fahrzeuge-Genehmigungs-und-Betriebs-Verordnung.

Bevor ein Robotaxi regulär eingesetzt werden darf, benötigt das Fahrzeug unter anderem eine entsprechende Betriebserlaubnis des Kraftfahrt-Bundesamtes. Zusätzlich muss der vorgesehene Betriebsbereich von der zuständigen Behörde genehmigt werden.

In Bayern ist dafür die Landesbaudirektion Bayern zuständig. Außerdem müssen die gesetzlichen Anforderungen an den Fahrzeughalter und die technische Aufsicht erfüllt sein.

Eine geschäftliche Vereinbarung zwischen einem Taxiunternehmen und einem Technologiehersteller ersetzt diese Genehmigungen nicht.

Folgen für Taxifahrer noch nicht absehbar

Die Einführung fahrerloser Fahrzeuge wirft auch Fragen zur Beschäftigung im Taxigewerbe auf. Schließlich würde bei einer vollständig autonomen Fahrt kein Fahrer mehr im Fahrzeug benötigt.

Gregor Beiner, Geschäftsführer des Münchner Taxi Zentrums und Präsident des Bundesverbandes Taxi und Mietwagen, betont allerdings die weiterhin wichtige Rolle des Fahrpersonals.

Nach seiner Darstellung sollen professionelle Fahrer insbesondere dort unverzichtbar bleiben, wo persönliche Betreuung, Unterstützung oder menschliche Hilfe notwendig sind.

Konkrete Angaben zu möglichen Veränderungen bei der Beschäftigtenzahl hat das Unternehmen im Zusammenhang mit der Kooperation bislang nicht gemacht.

Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen auf bestehende Taxibetriebe sind noch offen. Zwar könnten sich durch autonome Fahrzeuge einzelne betriebliche Abläufe verändern. Welche Folgen dies für Arbeitsplätze, Fahrpreise oder die Organisation der Personenbeförderung hätte, lässt sich aus der Absichtserklärung jedoch nicht ableiten.

München rückt in den Fokus internationaler Robotaxi-Anbieter

Das Münchner Projekt steht nicht allein. Auch der US-amerikanische Robotaxi-Anbieter Waymo arbeitet an einem möglichen kommerziellen Angebot in Deutschland.

Waymo hatte am 25. August 2026 angekündigt, seinen Markteintritt in München vorzubereiten. Zunächst sollten Fahrzeuge mit menschlichen Fahrern die Straßen erfassen und die Technologie unter örtlichen Bedingungen erproben. Einen kommerziellen Start stellte das Unternehmen für Ende 2027 in Aussicht.

Während Waymo einen eigenen autonomen Fahrdienst entwickeln will, soll bei der Kooperation zwischen Tensor und dem Münchner Taxi Zentrum ein etablierter Taxibetrieb die zentrale Betreiberrolle übernehmen.

Damit zeichnen sich unterschiedliche Modelle für den Einsatz autonomer Fahrzeuge im deutschen Personenverkehr ab. Ob und wann sich eines dieser Konzepte im regulären Münchner Straßenverkehr etabliert, hängt insbesondere von der technischen Umsetzung und den notwendigen Genehmigungen ab.

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