Kanadische Rockstimme Sass Jordan mit 63 Jahren gestorben

12-Jähriger stirbt nach schwerem Unfall in Bünde
Symbolfoto

Teilen:

Die kanadische Rock- und Bluessängerin Sass Jordan ist tot. Die in England geborene und in Montreal aufgewachsene Musikerin starb am Freitag, 2. Oktober 2026, im Alter von 63 Jahren. Bekanntgegeben wurde ihr Tod am Samstag über ihre offiziellen Social-Media-Kanäle. Dort hieß es, Jordan sei im Kreis ihrer Familie gestorben. Ein Todesort wurde nicht genannt. Auch eine Todesursache wurde zunächst nicht veröffentlicht. Angaben, die über diese Mitteilung hinausgehen, sind bislang nicht offiziell bestätigt.

Todesmeldung über Sass Jordans eigene Social-Media-Seite

Die Nachricht über Jordans Tod wurde am 3. Oktober auf ihren Social-Media-Seiten veröffentlicht und anschließend von der kanadischen Nachrichtenagentur Canadian Press verbreitet. In der Mitteilung wurde die Sängerin als eine nicht zu ersetzende Quelle von Freude und als außergewöhnliche Persönlichkeit gewürdigt. Canadian Press bestätigte unter Berufung auf den Beitrag den 2. Oktober als Todestag.

Eine offizielle Angabe zur Todesursache gab es zunächst nicht. Auch der genaue Sterbeort wurde nicht veröffentlicht. Im Internet kursierende Angaben über eine bestimmte Erkrankung sind daher nicht als bestätigte Todesursache anzusehen.

Von Birmingham über Montreal in die kanadische Rockszene

Jordan wurde 1962 im englischen Birmingham geboren und wuchs in Montreal in der kanadischen Provinz Quebec auf. Ihre offizielle Biografie beschreibt die dortige Musikszene der 1970er-Jahre als entscheidendes Umfeld für ihre musikalische Entwicklung. Als Einflüsse nannte sie unter anderem Rock, Soul und Blues.

Ihr erstes Soloalbum „Tell Somebody“ erschien nach Angaben ihrer offiziellen Diskografie am 18. November 1988. Der Titelsong entwickelte sich zu einem ihrer frühen Erfolge. In den kanadischen RPM-Charts erreichte „Tell Somebody“ Platz elf. Mit ihrer kraftvollen, deutlich vom Blues geprägten Stimme etablierte Jordan sich anschließend als eine der markanten Rocksängerinnen Kanadas.

Juno Award und der internationale Durchbruch mit „Racine“

1989 gewann Jordan bei den Juno Awards die Auszeichnung als „Most Promising Female Vocalist of the Year“. Die Datenbank der kanadischen Musikpreise führt sie später außerdem als Nominierte in der Kategorie „Female Vocalist of the Year“ für 1990, 1993 und 1995. Damit blieb sie auch nach ihrem ersten Juno-Erfolg über mehrere Jahre bei Kanadas wichtigstem Musikpreis präsent.

Den entscheidenden Karriereschub brachte das Album „Racine“ von 1992. Jordans offizielle Diskografie nennt als Veröffentlichungstag den 31. Mai 1992. Darauf erschienen unter anderem „Make You a Believer“, „You Don’t Have to Remind Me“, „I Want to Believe“ und „Goin‘ Back Again“.

„Make You a Believer“ erreichte in Kanada Platz zwölf und in den amerikanischen Billboard Mainstream Rock Charts Platz elf. „You Don’t Have to Remind Me“ kam in Kanada bis auf Platz 15 und ebenfalls in die amerikanischen Rockcharts. Ein Billboard-Heft aus dem Mai 1992 dokumentiert „Make You a Believer“ während seines Aufstiegs in dieser US-Rangliste.

„Rats“ brachte Sass Jordan in die Billboard Hot 100

1994 folgte das deutlich härter ausgerichtete Album „Rats“. Die offizielle Diskografie nennt den 1. März 1994 als Erscheinungsdatum. Zu den bekanntesten Titeln gehörten „High Road Easy“ und „Sun’s Gonna Rise“.

„High Road Easy“ erreichte Platz neun der kanadischen RPM-Singlecharts und Platz sechs der Billboard Mainstream Rock Charts. Mit „Sun’s Gonna Rise“ gelang Jordan zudem ihr Einzug in die Billboard Hot 100. Der Titel erreichte dort Platz 86 und in Kanada Platz sieben. Eine erhaltene Billboard-Ausgabe vom Dezember 1994 führt den Song in der Hot 100.

Jordan arbeitete in dieser Phase auch mit Musikern zusammen, die später selbst international bekannt wurden. Taylor Hawkins spielte in den 1990er-Jahren Schlagzeug in ihrer Tourband, bevor er zunächst mit Alanis Morissette und anschließend mit den Foo Fighters weltbekannt wurde.

Von Rock zu Blues und zurück ins Fernsehen

Jordan blieb auch nach der kommerziell stärksten Phase der frühen 1990er-Jahre musikalisch aktiv. Es folgten unter anderem „Present“ von 1997, „Hot Gossip“ von 2000, „Get What You Give“ von 2006 und „From Dusk ‚til Dawn“ von 2009. 2017 nahm sie ihr Erfolgsalbum von 1992 als „Racine Revisited“ neu auf.

Einem größeren kanadischen Fernsehpublikum wurde Jordan zugleich als Jurorin von „Canadian Idol“ bekannt. Sie gehörte von der ersten Staffel 2003 bis zur sechsten und letzten Staffel 2008 durchgehend zur Jury der CTV-Castingshow. Damit war ihre öffentliche Karriere längst nicht mehr nur auf Konzertbühnen und Tonstudios beschränkt.

Auch auf der Theaterbühne war sie aktiv. 2001 übernahm sie in einer Off-Broadway-Produktion von „Love, Janis“ die Rolle von Janis Joplin und trat zudem in Produktionen der „Vagina Monologues“ auf.

Späte Alben brachten Jordan zurück zu ihren Blues-Wurzeln

In den letzten Jahren ihrer Plattenkarriere rückte der Blues stärker in den Mittelpunkt. Das Album „Rebel Moon Blues“ erschien am 13. März 2020 und erreichte Platz fünf der Billboard Blues Albums Charts. Die offizielle Diskografie führt acht Stücke auf dem Album.

Am 3. Juni 2022 folgte „Bitches Blues“, ebenfalls mit acht Titeln. Das Album erreichte Platz 15 der amerikanischen Billboard Blues Albums Charts. 2023 erschien außerdem „Live in New York Ninety-Four“, ein Konzertmitschnitt aus der Phase, in der Taylor Hawkins zu Jordans Band gehörte.

Mit Sass Jordan verliert die kanadische Rockszene eine Sängerin, deren Karriere fast vier Jahrzehnte umfasste und Rock, Hardrock und Blues miteinander verband. Der Juno-Erfolg von 1989, ihre Hits der frühen 1990er-Jahre sowie ihre langjährige Rolle bei „Canadian Idol“ machten sie weit über die klassische Rockszene hinaus bekannt.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu