Toter und fünf Verletzte nach Schüssen bei Techno-Rave in Aarau

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Bei einem Techno-Festival in der Schweizer Stadt Aarau sind in der Nacht zum Sonntag Schüsse gefallen. Nach ersten Erkenntnissen der Kantonspolizei Aargau kam dabei ein Mensch ums Leben. Fünf weitere Personen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste rückten mit einem Großaufgebot zum Veranstaltungsgelände im Aarauer Schachen aus. Die Hintergründe der Tat waren am Sonntagmorgen noch ungeklärt.

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Schüsse auf dem Gelände der Pferderennbahn

Der Vorfall ereignete sich bei der Pferderennbahn im Schachen westlich des Aarauer Stadtzentrums. Dort fand am Samstagabend und in der Nacht die Veranstaltung Aarau Rave VOL. 7 statt. Das elektronische Musikfestival war für den 29. August auf der Pferderennbahn angekündigt worden und sollte bis in die Nacht dauern. Veranstaltungsangaben nennen als reguläre Festivalzeit den Zeitraum vom Nachmittag bis etwa 2 Uhr.

Nach Angaben der Polizei gegenüber dem Schweizer Rundfunk SRF wurden bei der Pferderennbahn Schüsse in eine Menschenmenge abgegeben. Der Großeinsatz begann demnach gegen 3 Uhr in der Nacht. Die Kantonspolizei forderte die Bevölkerung auf, das Gebiet zu meiden.

Am Morgen konkretisierte die Polizei die Folgen des Vorfalls. Eine Person sei nach ersten Erkenntnissen getötet worden, fünf weitere Menschen seien zum Teil schwer verletzt worden. Nähere Angaben zu Alter, Geschlecht oder Identität der Betroffenen lagen zunächst nicht vor.

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Großräumige Absperrungen und umfangreicher Rettungseinsatz

Das Gelände rund um die Pferderennbahn wurde großräumig abgesperrt. Neben der Kantonspolizei und der Feuerwehr waren mehrere Rettungsdienste im Einsatz. Auch das Kantonale Katastrophen Einsatzelement des Kantons Aargau wurde aufgeboten. Diese Einheit unterstützt die Behörden bei außergewöhnlichen Ereignissen und komplexen Einsatzlagen.

Nach Beobachtungen eines SRF-Reporters war zudem ein Super-Puma-Helikopter der Schweizer Armee über dem Gebiet im Einsatz. Welche konkrete Aufgabe der Hubschrauber übernahm, war zunächst nicht bekannt. Auch das Schwimmbad Aarau blieb wegen des Polizeieinsatzes bis auf Weiteres geschlossen.

Die Schüsse bei einem Rave in Aarau lösten zudem eine umfangreiche Fahndung aus. Die Polizei bat Menschen, die während des Vorfalls Fotos oder Videos aufgenommen hatten, das Material für die Ermittlungen zur Verfügung zu stellen.

Täterschaft und Motiv zunächst ungeklärt

Wer die Schüsse abgegeben hat, war am frühen Sonntagmorgen nicht bekannt. Auch zur Zahl möglicher Täter gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Offiziell bestätigt war zunächst ebenso wenig, ob bereits Personen festgenommen wurden.

Die genauen Hintergründe blieben offen. Insbesondere gab es zunächst keine gesicherten Angaben dazu, ob den Schüssen ein Streit vorausging oder welches Motiv hinter der Tat stehen könnte. Entsprechende Spekulationen lassen sich derzeit nicht belegen.

Die Ermittlungen konzentrieren sich deshalb zunächst auf die Rekonstruktion des Geschehens auf dem weitläufigen Veranstaltungsgelände. Videoaufnahmen von Besuchern könnten dabei eine wichtige Rolle spielen. Die Polizei befand sich am Sonntagmorgen weiterhin im Fahndungsmodus.

Aarau Rave war für mehrere Stunden angesetzt

Der Aarau Rave VOL. 7 war als elektronische Musikveranstaltung auf der Pferderennbahn Schachen angekündigt. Als Veranstalter wurde die Urban Agency Events AG genannt. Auf dem Programm standen mehrere DJs. Der Zutritt war laut Veranstaltungsankündigung auf Erwachsene ab 18 Jahren beschränkt.

Die Pferderennbahn liegt im Schachen, einem Freizeit- und Veranstaltungsgebiet in Aarau. Die Stadt ist Hauptstadt des Kantons Aargau und liegt rund 40 Kilometer westlich von Zürich.

Wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt der Schüsse tatsächlich auf dem Festivalgelände befanden, war zunächst nicht offiziell bestätigt. Einzelne Berichte nannten Besucherzahlen im vierstelligen Bereich, eine belastbare behördliche Angabe dazu lag am frühen Sonntagmorgen jedoch nicht vor.

Polizei setzt Ermittlungen am Sonntag fort

Für die Einsatzkräfte dürfte sich die Arbeit am Tatort über den Sonntag hinziehen. Neben der Suche nach der Täterschaft müssen Spuren gesichert, Zeugenaussagen ausgewertet und der genaue Ablauf rekonstruiert werden.

Auch der Gesundheitszustand der verletzten Menschen war zunächst nur teilweise bekannt. Die Polizei sprach von fünf Verletzten, darunter teilweise Schwerverletzte. Ob für einzelne Betroffene Lebensgefahr besteht, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Damit konzentriert sich die Lage am Sonntagmorgen auf drei zentrale offene Punkte: die Identifizierung der verantwortlichen Person oder Personen, das Motiv und die Rekonstruktion des Schusswaffeneinsatzes. Bis dazu gesicherte Ergebnisse vorliegen, bleiben weitergehende Angaben zum Hintergrund offen.

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