
Nach Schüssen auf einem Fabrikgelände in Hamburg-St. Pauli sind zwei Männer gestorben. Die Polizei rückte am Dienstagabend, 1. September 2026, mit zahlreichen Einsatzkräften zu dem Gelände an der Lagerstraße aus. Dort fanden die Beamten zwei schwer verletzte Männer mit Schusswunden. Beide erlagen noch am Einsatzort ihren Verletzungen. Die Mordkommission und die Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen übernommen.
Die Hintergründe der tödlichen Schüsse waren am frühen Mittwochmorgen weiterhin nicht geklärt. Nach Angaben des polizeilichen Lagezentrums hatten Zeugen zuvor Schussgeräusche wahrgenommen und den Notruf gewählt. Daraufhin wurden mehrere Streifenwagen zu dem Gelände geschickt. Eine umfangreiche Fahndung wurde eingeleitet.
Der Einsatzort liegt an der Lagerstraße unweit der Hamburger Messe und der S-Bahn-Station Sternschanze. Das Gelände gehört zum Areal des früheren Schlachthofs und umfasst mehrere gewerblich genutzte Gebäude. Nach den Schüssen wurde der Bereich von der Polizei abgesperrt.
Mehr als zwei Dutzend Streifenwagenbesatzungen waren nach Polizeiangaben an der anschließenden Fahndung beteiligt. Auch eine Drohne wurde über dem Gelände eingesetzt. Bis zum frühen Mittwochmorgen war nach Angaben des NDR noch niemand im Zusammenhang mit den Schüssen gefasst worden. Einsatzkräfte und Kriminaltechniker sicherten während der Nacht Spuren.
Die starke Polizeipräsenz war auch eine Vorsichtsmaßnahme, weil zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch bewaffnete Personen auf oder in der Nähe des Geländes aufhielten. Rettungskräfte konnten deshalb nach Angaben des NDR zunächst nicht unmittelbar in das betroffene Gebäude gelangen. Polizeibeamte leisteten den beiden Schwerverletzten zunächst Erste Hilfe. Später übernahmen Notärzte und Rettungsdienst die Versorgung.
Für beide Männer kam die Hilfe zu spät. Einer der Schwerverletzten starb nach Angaben des NDR noch in dem Gebäude. Der zweite Mann wurde in einen Rettungswagen gebracht, erlag aber ebenfalls vor Ort seinen Verletzungen. Nähere Angaben zu ihrer Identität lagen zunächst nicht vor.
Zu möglichen weiteren Verletzten gab es am Morgen keine gesicherten behördlichen Angaben. Einzelne frühe Veröffentlichungen hatten entsprechende Angaben verbreitet. Eine unabhängige Bestätigung dafür lag zunächst nicht vor. Offiziell bestätigt waren zwei getötete Männer.
Auch über die genaue Zahl der an den Schüssen beteiligten Personen gab es zunächst keine verlässlichen Angaben. Ebenso blieben die Art der verwendeten Waffe oder Waffen und der genaue Ablauf offen.
Der Kriminaldauerdienst nahm zunächst die Ermittlungen auf. Anschließend wurde die Mordkommission eingeschaltet. Auch die Staatsanwaltschaft ist mit dem Fall befasst. Die Ermittler konzentrierten sich in der Nacht auf die Spurensicherung am Tatort und die Suche nach Personen, die mit dem Geschehen in Verbindung stehen könnten.
Nach Angaben des Lagezentrums geht die Polizei derzeit davon aus, dass zwischen den Beteiligten bereits vor dem Geschehen eine Verbindung bestanden haben könnte. Daraus lässt sich bislang kein gesicherter Schluss auf Anlass oder Motiv der Schüsse ziehen. Die genauen Hintergründe blieben zunächst offen.
Eine konkrete Gefahr für Menschen in der Umgebung bestand nach Angaben des Lagezentrums in der Nacht nicht. Diese Einschätzung wurde bereits während des laufenden Einsatzes mitgeteilt. Gleichzeitig setzte die Polizei die Fahndungsmaßnahmen fort.
Die Lagerstraße liegt zwischen dem Schanzenviertel, dem Hamburger Messegelände und dem Karolinenviertel. Wegen des Einsatzes wurde der Bereich zeitweise abgesperrt. Polizei, Rettungsdienst und weitere Einsatzkräfte waren mit zahlreichen Fahrzeugen vor Ort.
Noch in den frühen Morgenstunden arbeiteten Kriminaltechniker auf dem Gelände. Die Ermittlungen sollen klären, wer die Schüsse abgegeben hat, wie es zu dem Geschehen kam und welche Verbindung zwischen den beteiligten Personen bestand. Gesicherte Angaben zu einem Motiv lagen zunächst nicht vor.
Auch Berichte, die einzelne auf dem Gewerbegelände ansässige Unternehmen oder Einrichtungen ausdrücklich mit dem Geschehen in Verbindung bringen, gehen bislang über die bestätigten Angaben zum Einsatzort hinaus. Fest steht, dass sich der Tatort auf dem gewerblich genutzten Gelände an der Lagerstraße befindet. Zu den näheren Umständen gab es zunächst keine gesicherten Angaben.
Damit konzentrieren sich die Ermittlungen am Mittwochmorgen weiterhin auf die Rekonstruktion des Geschehens und die Fahndung. Wann die Polizei weitere Einzelheiten zu den Getöteten oder zum möglichen Ablauf veröffentlichen kann, war zunächst nicht bekannt.
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