Smartphones werden teurer und immer mehr Käufer warten auf Rabatte

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Grzegorz Walczak

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Neue Smartphones kosten zunehmend mehr Geld. Das verändert das Kaufverhalten weltweit. Eine internationale Untersuchung zeigt, dass viele Verbraucher höhere Preise bemerken und Anschaffungen gezielt auf Rabattaktionen verschieben. Gleichzeitig steht der Smartphone-Markt wegen steigender Kosten für Speicherchips unter erheblichem Druck.

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63 Prozent der Kaufinteressenten bemerken höhere Preise

Die Smartphone-Preise steigen und das bleibt den Verbrauchern nicht verborgen. Nach einer am 8. Oktober veröffentlichten Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Counterpoint Research haben 63 Prozent der befragten Kaufinteressenten Preissteigerungen festgestellt.

Für die Studie wurden mehr als 5.000 Menschen in Deutschland, China, Indien, den USA und Großbritannien befragt. Alle Teilnehmer planten, innerhalb der kommenden sechs Monate ein Smartphone zu kaufen.

Besonders ausgeprägt ist die Wahrnehmung steigender Preise in China. Dort bemerkten 81 Prozent der Befragten einen Anstieg. In Deutschland waren es 70 Prozent, in Indien 66 Prozent. In den USA und Großbritannien lag der Anteil jeweils bei 50 Prozent.

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Viele Verbraucher verschieben den Smartphone-Kauf

Die gestiegenen Preise beeinflussen auch den Zeitpunkt der Anschaffung. Weltweit plant die Hälfte der Befragten, das nächste Smartphone während saisonaler Verkaufsaktionen oder besonderer Rabattphasen zu kaufen.

In Deutschland wollen 57 Prozent ihren Kauf auf entsprechende Aktionen abstimmen. Jeweils 35 Prozent orientieren sich dabei unter anderem am Black Friday und am Amazon Prime Day.

Nicht jeder Verbraucher möchte allerdings länger warten. Laut Counterpoint wären 44 Prozent bereit, ihr Budget für das bevorzugte Smartphone zu erhöhen, falls die Angebote nicht ausreichen. Weitere 37 Prozent würden die Anschaffung verschieben, während 35 Prozent nach Alternativen innerhalb ihres Budgets suchen würden.

Speicherchips treiben die Smartphone-Preise nach oben

Hinter den höheren Verkaufspreisen stehen insbesondere steigende Kosten für Speicherchips. Die Nachfrage nach leistungsfähigen Komponenten für Rechenzentren und Anwendungen mit künstlicher Intelligenz beansprucht große Teile der verfügbaren Produktionskapazitäten.

Hersteller von Speicherchips konzentrieren sich verstärkt auf besonders gefragte Produkte für Server. Dadurch wird die Versorgung mit bestimmten Speicherbausteinen für Smartphones schwieriger.

Der Kostendruck zeigt sich bereits im Handel. Nach einer Counterpoint-Auswertung vom September sind die Verkaufspreise bestehender Smartphone-Modelle weltweit im bisherigen Jahresverlauf durchschnittlich um 15 Prozent gestiegen. Neu eingeführte Geräte waren im Jahresvergleich durchschnittlich 25 Prozent teurer als ihre jeweiligen Vorgängermodelle.

Besonders betroffen sind günstigere Smartphones. Bei diesen Geräten schlagen steigende Bauteilkosten stärker auf die Kalkulation durch. Hersteller hochwertiger Modelle können zusätzliche Kosten dagegen häufig besser auffangen.

Weltweit werden deutlich weniger Smartphones ausgeliefert

Die Entwicklung belastet inzwischen den gesamten Smartphone-Markt. Im zweiten Quartal 2026 gingen die weltweiten Smartphone-Liefermengen laut Counterpoint gegenüber dem Vorjahreszeitraum um elf Prozent zurück.

Auch in Europa zeigt sich der Rückgang. Dort wurden im zweiten Quartal acht Prozent weniger Smartphones verkauft als ein Jahr zuvor.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Counterpoint einen weltweiten Rückgang der Smartphone-Liefermengen um 13,9 Prozent auf rund 1,08 Milliarden Geräte. Sollte diese Prognose eintreten, wäre das die niedrigste Jahresmenge seit 2013.

Damit steht die Branche vor einer schwierigen Entwicklung: Während die Produktionskosten steigen, reagieren viele Verbraucher mit späteren Neuanschaffungen oder der Suche nach günstigeren Angeboten. Besonders für Hersteller preiswerter Smartphones wird es dadurch schwieriger, ihre bisherigen Preisklassen aufrechtzuerhalten.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu