Bahn sperrt Schnellfahrstrecke zwischen Nürnberg und Ingolstadt für sechs Wochen

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Symbolfoto

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Auf einer der wichtigsten Bahnverbindungen Süddeutschlands stehen umfangreiche Bauarbeiten bevor. Die Deutsche Bahn sperrt die Schnellfahrstrecke zwischen Nürnberg und Ingolstadt ab Freitag, 30. Oktober 2026, um 22 Uhr vollständig. Bis einschließlich 12. Dezember können dort keine regulären Züge fahren. Betroffen sind sowohl ICE-Verbindungen als auch Regionalzüge und die S-Bahn. Für Reisende bedeutet die Sperrung Nürnberg Ingolstadt längere Fahrzeiten, Umleitungen und teilweise den Umstieg auf Ersatzbusse.

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Die Einschränkungen betreffen nicht nur Fahrgäste innerhalb Bayerns. Auch auf wichtigen Fernverkehrsverbindungen von München nach Berlin, Hamburg und Frankfurt ändern sich die Fahrpläne. Während einige ICE-Züge auf andere Strecken ausweichen, beginnen oder enden andere Verbindungen vorübergehend in Nürnberg.

Sperrung beginnt am 30. Oktober um 22 Uhr

Die Bauarbeiten erstrecken sich über mehr als sechs Wochen. Nach Angaben der für das Schienennetz zuständigen DB InfraGO wird die Schnellfahrstrecke zwischen Nürnberg und Ingolstadt ab dem 30. Oktober um 22 Uhr vollständig für den regulären Zugverkehr gesperrt.

Die Arbeiten konzentrieren sich auf den Bereich zwischen Allersberg, Kinding und Ingolstadt Nord. Dort sollen mehr als 160 Kilometer Schienenmaterial erneuert werden. Dabei müssen nach Angaben der Deutschen Bahn rund 10.000 Tonnen Material bewegt werden.

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Die Sperrung ist bis einschließlich Samstag, 12. Dezember 2026, angekündigt. Innerhalb dieses Zeitraums gibt es nach der veröffentlichten Planung keine regulären Fahrmöglichkeiten über die Schnellfahrstrecke. Der Zugverkehr zwischen Nürnberg und Ingolstadt bleibt über alternative Bahnstrecken grundsätzlich möglich.

Regionalverkehr: RE 1 und S5 von Ausfällen betroffen

Besonders deutlich werden die Einschränkungen für Fahrgäste im Regionalverkehr. Der Regionalexpress RE 1, der normalerweise zwischen München, Ingolstadt und Nürnberg über die Schnellfahrstrecke verkehrt, kann seine gewohnte Route während der Bauarbeiten nicht nutzen.

Die Deutsche Bahn leitet entsprechende Regionalzugverbindungen stattdessen über Treuchtlingen beziehungsweise Augsburg um. Dabei ändern sich die Fahrzeiten und teilweise die üblichen Fahrtmöglichkeiten.

Auch die S-Bahn-Linie S5 zwischen Nürnberg und Allersberg ist betroffen. Für die ausfallenden Verbindungen richtet die Bahn Ersatzverkehr mit Bussen ein.

Zwischen Nürnberg und Ingolstadt werden während der Sperrung Ersatzbusse eingesetzt. Diese bedienen unter anderem Allersberg sowie zusätzliche Haltepunkte im Bereich der Johannisbrücke. In Kinding sind Halte am Bahnhof und am Marktplatz vorgesehen. Auch Ingolstadt Nord wird angefahren.

Für Fahrgäste der S5 sind insbesondere die Ersatzverbindungen zwischen Nürnberg und Allersberg relevant. Reisende des RE 1 können die Busverbindungen über Kinding bis Ingolstadt nutzen.

Ersatzbusse benötigen deutlich mehr Zeit

Wer normalerweise mit dem Regionalexpress zwischen Nürnberg und Ingolstadt unterwegs ist, muss für die Fahrt erheblich mehr Zeit einplanen.

Für den Ersatzverkehr zwischen den beiden Städten ist eine Fahrzeit von rund zwei Stunden vorgesehen. Das entspricht ungefähr dem Doppelten der üblichen Fahrzeit des Regionalexpresses auf der Schnellfahrstrecke.

In Nürnberg befinden sich die Ersatzbushaltestellen am Hauptbahnhof im Bereich des Südausgangs am Nelson-Mandela-Platz. In Ingolstadt ist der Nordbahnhof West als Haltepunkt vorgesehen.

Die Deutsche Bahn hat angekündigt, die Busverbindungen auf die Fahrpläne der Züge abzustimmen. Damit sollen insbesondere in Nürnberg und Ingolstadt Anschlüsse an weiterführende Verbindungen ermöglicht werden.

Für Pendler, die regelmäßig zwischen Nürnberg, Allersberg, Kinding und Ingolstadt unterwegs sind, ergeben sich dadurch Änderungen im täglichen Reiseablauf. Das gilt auch für Fahrgäste, die den Regionalverkehr mit dem Deutschlandticket nutzen.

ICE zwischen München und Berlin brauchen 45 Minuten länger

Auch im Fernverkehr hat die Sperrung erhebliche Auswirkungen. Besonders betroffen ist die Verbindung zwischen München und Berlin, auf der die Schnellfahrstrecke eine wichtige Rolle spielt.

Während der Bauarbeiten sollen nach Angaben der Deutschen Bahn weiterhin mindestens stündlich direkte ICE-Verbindungen zwischen beiden Städten angeboten werden. Die Züge müssen allerdings über alternative Strecken fahren.

Die Umleitung erfolgt über Augsburg und Donauwörth. Dadurch verlängert sich die Reisezeit zwischen München und Berlin um ungefähr 45 Minuten.

Reisende, die erst in Nürnberg in Richtung Berlin zusteigen, müssen dagegen nach der veröffentlichten Planung keine Einschränkungen auf diesem Streckenabschnitt berücksichtigen. Zwischen Nürnberg und Berlin sollen die Fernzüge unverändert verkehren.

Die längere Reisezeit betrifft damit insbesondere den südlichen Teil der Fernverkehrsverbindung.

Weniger ICE-Verbindungen nach Hamburg und Frankfurt

Neben Berlin sind weitere wichtige Fernverkehrsziele von den Änderungen betroffen.

Auf der Verbindung zwischen München und Hamburg über Kassel reduziert sich das Angebot. Die entsprechenden ICE-Züge fahren während der Sperrung nur noch alle zwei Stunden statt wie bisher stündlich durchgehend zwischen beiden Städten.

In den dazwischenliegenden Stunden beginnen beziehungsweise enden die betreffenden Verbindungen bereits in Nürnberg. Reisende aus München müssen ihre Fahrten deshalb entsprechend planen und gegebenenfalls eine andere Verbindung wählen.

Auch zwischen München und Frankfurt verändert sich das Angebot deutlich. Die bisherigen direkten Fernverkehrsverbindungen über Nürnberg entfallen während der Bauarbeiten.

Als Alternative empfiehlt die Deutsche Bahn die ICE-Verbindungen über Ulm und Stuttgart. Über diese Strecke bleiben direkte Fahrmöglichkeiten zwischen München und Frankfurt erhalten.

Damit wirkt sich die Sperrung auf mehrere überregionale Verkehrsachsen aus, obwohl die eigentlichen Bauarbeiten auf einen Streckenabschnitt in Bayern begrenzt sind.

Mehr als 160 Kilometer neue Schienen geplant

Hintergrund der Vollsperrung ist die umfassende Erneuerung der Infrastruktur. Die Schnellfahrstrecke zwischen Nürnberg und Ingolstadt wurde 2006 eröffnet und wird seitdem intensiv vom Fern- und Regionalverkehr genutzt.

Nach Angaben der Deutschen Bahn verkehren auf der Strecke täglich etwa 170 Züge. Hochgeschwindigkeitszüge erreichen dort stellenweise bis zu 300 Kilometer pro Stunde.

Die hohe Beanspruchung macht nach rund 20 Betriebsjahren einen Austausch größerer Teile der Schienen erforderlich.

Die Bahn nutzt die Sperrung außerdem für weitere Arbeiten. Neben der Schienenerneuerung sollen mehrere Weichen ausgetauscht und neue Kabel verlegt werden. Vorgesehen sind außerdem Inspektionen in den Tunneln sowie die Reinigung von Entwässerungsanlagen.

Die Maßnahmen sollen verschiedene Teile der Bahninfrastruktur gleichzeitig modernisieren. Dafür wird die Schnellfahrstrecke über den gesamten angekündigten Bauzeitraum dem regulären Verkehr entzogen.

Bahnreisende sollten Verbindungen vorab überprüfen

Die Deutsche Bahn empfiehlt allen betroffenen Fahrgästen, sich vor Reiseantritt über ihre Verbindung zu informieren. Die geänderten Fahrpläne werden über die Online-Reiseauskunft auf bahn.de sowie über die App DB Navigator bereitgestellt.

Dort können Reisende prüfen, ob ihr geplanter Zug fährt, über welche Strecke er umgeleitet wird und ob ein Umstieg auf einen Ersatzbus erforderlich ist.

Besonders wichtig ist eine erneute Überprüfung für Fahrten mit Anschlusszügen. Durch die Umleitungen im ICE-Verkehr und die längeren Fahrzeiten der Ersatzbusse können sich bisher gewohnte Reiseverbindungen verändern.

Die vollständige Sperrung der Schnellfahrstrecke Nürnberg-Ingolstadt ist bis einschließlich 12. Dezember 2026 vorgesehen. Bis dahin müssen Bahnreisende auf dieser wichtigen Nord-Süd-Verbindung mit den angekündigten Einschränkungen rechnen.

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