Steam Frame startet: Das kostet Valves neues VR-Headset

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Grzegorz Walczak

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Valve bringt sein neues VR-System Steam Frame auf den Markt und hat am Montag, 14. September 2026, erstmals konkrete Preise und das Verfahren für den Verkaufsstart bekanntgegeben. Das kabellose Headset soll nicht nur klassische VR-Spiele darstellen, sondern auch gewöhnliche Steam-Titel ausführen und Spiele von einem leistungsfähigen PC streamen können. In Europa kostet die Version mit 256 Gigabyte Speicher 1.049 Euro, für das Modell mit einem Terabyte verlangt Valve 1.279 Euro.

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Damit steht auch fest, dass das Valve Steam Frame VR-Headset deutlich im hochpreisigen Bereich des Endkundenmarktes positioniert wird. Interessenten können sich zunächst für den Kauf registrieren. Die erste Vergabe erfolgt nicht nach dem Zeitpunkt der Anmeldung, sondern über ein Zufallsverfahren. Erste ausgewählte Kunden sollen ab dem 18. September die Möglichkeit erhalten, das Gerät tatsächlich zu bestellen.

Valve setzt beim Verkaufsstart auf ein Losverfahren

Die Registrierung für die erste Runde läuft bis zum 17. September um 10 Uhr pazifischer Zeit. Anschließend will Valve die Reihenfolge der Interessenten einmalig zufällig bestimmen. Nutzer werden danach entweder einer Reservierungsliste oder einer Warteliste zugeteilt. Wer einen Kaufplatz erhält, soll ab dem 18. September eine entsprechende Einladung bekommen. Für den Abschluss der Bestellung stehen anschließend 72 Stunden zur Verfügung.

Valve nutzt damit ein ähnliches Modell wie bei seiner jüngsten Steam-Hardware. Nach Angaben des Unternehmens soll dieses Verfahren unter anderem verhindern, dass Wiederverkäufer große Mengen der Geräte unmittelbar zum Verkaufsstart aufkaufen.

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Zum Lieferumfang gehören das Headset und die zugehörigen Controller. Ein USB-C-Netzteil ist dagegen nicht enthalten. Valve bietet ein Ladegerät separat an. Daneben gibt es ein Ergonomiepaket mit zusätzlichem Kopfband, erweitertem Lichtschutz und Handschlaufen für die Controller sowie ein Paket mit austauschbaren Polstern und weiteren Ersatzteilen.

Steam Frame funktioniert eigenständig und mit Gaming-PC

Technisch unterscheidet sich Steam Frame deutlich von Valves 2019 eingeführtem Index-System. Während die Valve Index auf einen angeschlossenen PC angewiesen ist, besitzt das neue Headset eigene Rechenleistung und läuft mit SteamOS. Im Inneren arbeitet ein Snapdragon 8 Gen 3 auf ARM-Basis zusammen mit 16 Gigabyte LPDDR5X-Arbeitsspeicher.

Die beiden LCD-Bildschirme lösen mit jeweils 2.160 mal 2.160 Pixeln pro Auge auf. Das System unterstützt Eye-Tracking und mehrere Kameras zur Positionsbestimmung. Für die Funkverbindung stehen unter anderem Wi-Fi 7 und Bluetooth zur Verfügung. Der Speicher lässt sich zusätzlich über eine microSD-Karte erweitern.

Eine Besonderheit ist die Kombination verschiedener Betriebsarten. Spiele können direkt auf dem Headset ausgeführt werden. Gleichzeitig kann Steam Frame Inhalte von einem Gaming-PC übertragen. Dafür liefert Valve einen eigenen Funkadapter mit. Bei dieser Verbindung nutzt das Unternehmen unter anderem sogenanntes Foveated Streaming. Dabei wird anhand der Blickrichtung ermittelt, auf welchen Bereich des Bildes der Nutzer gerade schaut. Dort kann die höchste Bildqualität übertragen werden, während weniger relevante Bereiche mit geringerer Detailstufe auskommen.

Damit versucht Valve, seine große bestehende Steam-Bibliothek stärker mit einem eigenständigen VR-System zu verbinden. Steam Frame ist deshalb nicht ausschließlich für klassische Virtual-Reality-Spiele ausgelegt. Auch herkömmliche PC-Spiele können auf virtuellen Bildflächen innerhalb des Headsets dargestellt werden.

Half-Life: Alyx läuft erstmals direkt auf dem Headset

Eine wichtige Neuerung betrifft Half-Life: Alyx. Valves 2020 veröffentlichtes VR-Spiel gehörte bislang zu den technisch anspruchsvolleren PC-VR-Titeln und setzte einen entsprechend leistungsfähigen Rechner voraus. Valve hat das Spiel nun für die ARM-Plattform des Steam Frame angepasst. Dadurch kann Half-Life: Alyx auch direkt auf dem Headset ausgeführt werden.

Eine Version des Spiels gehört zu jedem Steam Frame. Daneben kann der Titel weiterhin von einem PC gestreamt werden. Valve verbindet den Hardwarestart damit mit seinem bekanntesten eigenen VR-Spiel, ohne für den Verkaufsstart einen vollständig neuen Titel ankündigen zu müssen.

Für weitere Spiele führt das Unternehmen ein Kompatibilitätsprogramm nach einem ähnlichen Prinzip wie beim Steam Deck. Über die Kennzeichnung Great on Frame werden Spiele hervorgehoben, die bestimmte Anforderungen für den Betrieb auf dem Gerät erfüllen. Bereits vor der Bekanntgabe von Preis und Reservierungsverfahren waren mehr als 100 Titel entsprechend gekennzeichnet. Darunter befinden sich allerdings nicht ausschließlich VR-Spiele, sondern auch herkömmliche Spiele für eine virtuelle Bildschirmdarstellung.

Valve kehrt mit neuem Konzept in den VR-Markt zurück

Steam Frame ist Valves erstes neues eigenes VR-Headset seit der Valve Index aus dem Jahr 2019. Das Unternehmen hatte das neue System bereits im November 2025 vorgestellt. Der Verkaufsstart verschob sich anschließend gegenüber den ursprünglichen Planungen. Valve verwies dabei unter anderem auf die angespannte Versorgung und höhere Kosten bei Speicherkomponenten.

Mit einem Einstiegspreis von 1.049 Euro richtet sich Steam Frame nicht an das günstigste Segment des VR-Marktes. Dafür kombiniert Valve mehrere Nutzungsmöglichkeiten in einem Gerät. Das Headset kann eigenständig arbeiten, klassische Spiele anzeigen und zugleich als kabelloses PC-VR-System eingesetzt werden.

Unklar blieb zunächst, wie schnell Valve nach der ersten Vergaberunde größere Stückzahlen bereitstellen kann. Die Aufnahme in die Warteliste garantiert keinen kurzfristigen Kauf. Das Unternehmen will weitere Einladungen verschicken, sobald zusätzliche Geräte verfügbar sind. Einen allgemein gültigen Termin, ab dem jeder Interessent Steam Frame ohne Reservierungsverfahren unmittelbar bestellen kann, nannte Valve zunächst nicht.

Auch für weiteres angekündigtes Zubehör stehen teilweise noch keine Termine fest. Fest steht dagegen, dass Valve mit Steam Frame nach mehreren Jahren wieder eigene VR-Hardware anbietet und dabei sein Steam-Ökosystem stärker mit einem eigenständig arbeitenden Headset verknüpft.

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