Stefan Kretzschmar: Was macht der Handball-Punk heute?

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
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Stefan Kretzschmar zählt zu den bekanntesten deutschen Handball-Persönlichkeiten überhaupt. Der gebürtige Leipziger, der als Handball-Punk in die Geschichte des deutschen Sports einging, steht nach seinem Abschied von den Füchsen Berlin vor einem Neuanfang. Was macht Stefan Kretzschmar heute, und wohin führt sein Weg?

Stefan Kretzschmar: Der Handball-Punk aus Leipzig

Am 17. Februar 1973 in Leipzig geboren, wuchs Stefan Kretzschmar in einer Handball-Familie auf. Sein Vater Peter Kretzschmar war selbst eine Legende des DDR-Handballs. Doch der Sohn setzte andere Akzente: Tattoos, Piercings und ein unverwechselbarer Stil machten ihn zum bekanntesten Rebell des deutschen Handballs. Der Spitzname Handball-Punk wurde zum Markenzeichen einer Karriere, die ihresgleichen sucht. Als Kreisläufer des Jahres wurde Kretzschmar 1994 und 1995 ausgezeichnet — zweimal in Folge Spieler des Jahres in Deutschland. Mit der Nationalmannschaft gewann er Olympia-Silber 2004 in Athen und nahm insgesamt dreimal an Olympischen Spielen teil. Seine sportliche Klasse ist seit 2023 auch offiziell verewigt: Die EHF nahm ihn in die Handball Hall of Fame auf.

Stefan Kretzschmar als Sportdirektor und sein Abschied von den Füchsen Berlin

Nach seiner aktiven Karriere als Spieler stieg Kretzschmar in die Vereinsarbeit ein. Von 2020 bis 2025 war er Sportdirektor bei den Füchsen Berlin, einem der traditionsreichsten Handball-Klubs Deutschlands. Doch das Kapitel endete abrupt: Kretzschmar verließ den Verein nach einem öffentlich gewordenen Machtkampf mit Bob Hanning, dem langjährigen Geschäftsführer und prägenden Gesicht der Füchse. Die Trennung sorgte in der Handball-Welt für Aufsehen — zwei starke Persönlichkeiten, die unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft des Klubs hatten. Seit seinem Abgang ist Kretzschmar ohne feste Klub-Anbindung. Der Handball-Punk ist zurzeit vereinslos, verfolgt aber das Geschehen im deutschen und europäischen Handball weiterhin intensiv. Parallel dazu treibt ihn das Thema Handball auch medial um: 2024 erschien die Dokumentation Kretzsche – The Handball Punk, die seinen Lebensweg eindrucksvoll beleuchtet. Bereits zuvor hatte er mit seinem Buch Hölleluja! Warum Handball der absolute Wahnsinn ist bewiesen, dass er nicht nur auf dem Spielfeld für Furore sorgen kann. Dass Handball auch familiär bleibt, zeigt seine Tochter Lucie-Marie Kretzschmar, die heute für die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen aufläuft — wie auch andere Sportler kennt sie dabei Höhen und Tiefen.

Kretzschmar bei Dyn Media — eine neue Bühne als Experte

Seit August 2023 hat Stefan Kretzschmar eine neue Plattform gefunden: Als Handball-Experte bei Dyn Media kommentiert und analysiert er das Geschehen in der Handball-Bundesliga und bei internationalen Turnieren. Der Streaming-Dienst Dyn hat sich als Heimat des deutschen Handballs etabliert, und Kretzschmar ist dort eine der markantesten Stimmen. Seine direkte Art, seine Expertise und sein Wiedererkennungswert machen ihn zu einem wertvollen Gesicht für den Handball-Sender. Ob diese Expertentätigkeit ein dauerhaftes Kapitel wird oder nur eine Übergangsstation, bleibt offen. Kretzschmar selbst hat immer wieder betont, dass seine Leidenschaft dem Handball gehört — und dass er sich eine Rückkehr in operative Vereinsaufgaben grundsätzlich vorstellen kann. In der Handball-Szene kursieren Gerüchte, er soll mit MT Melsungen in Kontakt stehen — ein offiziell bestätigter Kontakt liegt jedoch nicht vor. Prominente, die nach langen Karrieren neue Wege finden, sind in der deutschen Öffentlichkeit ein wiederkehrendes Thema.

Wohin führt der Weg des Handball-Punks?

Stefan Kretzschmar steht mit 53 Jahren an einem Scheideweg. Die Trennung von den Füchsen Berlin, die Arbeit als TV-Experte bei Dyn und das anhaltende Interesse an einer Rückkehr in die Vereinsarbeit zeichnen das Bild eines Mannes, der noch lange nicht fertig ist mit dem Handball. Als einer der prägendsten Persönlichkeiten des deutschen Sports — als Spieler, als Funktionär, als Medien-Experte — bleibt Stefan Kretzschmar eine Stimme, die gehört wird. Der Handball-Punk ist längst eine Institution.

Quellen: Dyn Media, Füchse Berlin, EHF, Sportschau

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