Stellantis-Rückruf: Softwarefehler betrifft die Notbremswarnung mehrerer Automodelle

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

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Der Autokonzern Stellantis ruft in Deutschland mindestens 21.317 Fahrzeuge wegen eines Softwarefehlers zurück. Betroffen sind Modelle von Opel, Peugeot und Citroën. Hinzu kommt der DS 4, für den bislang keine gesonderte Fahrzeugzahl veröffentlicht wurde. Bei den betroffenen Autos kann eine Warnleuchte ausbleiben, wenn die Frontkamera des automatischen Notbremsassistenten verschmutzt oder blockiert ist. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat die Rückrufaktionen am 27. Oktober 2026 veröffentlicht. Ein Softwareupdate soll den Fehler beheben.

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Opel Astra macht größten Teil des Rückrufs aus

Den größten Anteil der in Deutschland betroffenen Fahrzeuge stellt der Opel Astra. Nach Angaben des KBA umfasst die Aktion 17.432 Autos in Deutschland und insgesamt 32.923 Fahrzeuge weltweit. Betroffen sind Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum vom 4. Januar 2023 bis zum 10. April 2025. Der Rückruf wird unter der KBA-Referenznummer 16449R und dem Herstellercode KVT geführt.

Bei Peugeot betrifft die Maßnahme die Modellreihen 3008, 308, 408 und 5008. Insgesamt sind 2.967 Fahrzeuge in Deutschland und 40.862 weltweit erfasst. Der angegebene Produktionszeitraum reicht vom 28. September 2023 bis zum 12. Juli 2024. Die Rückrufnummer lautet 16446R, der Herstellercode M3T.

Hinzu kommen 918 Citroën C5 X in Deutschland, weltweit sind 5.586 Fahrzeuge erfasst. Hier reicht der Produktionszeitraum vom 24. April 2023 bis zum 18. November 2024. Auch der DS 4 ist von einer entsprechenden Aktion betroffen. Für dieses Modell nennt die Rückrufdatenbank allerdings keine gesonderte Stückzahl. Damit kann die Gesamtzahl der betroffenen Fahrzeuge über den bisher ausgewiesenen 21.317 Autos liegen.

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Softwarefehler verhindert Warnung bei eingeschränkter Notbremsfunktion

Der Rückruf bei Stellantis betrifft die Anzeige des automatischen Notbremsassistenten, auch Automatic Emergency Braking (AEB) genannt. Das System soll drohende Kollisionen erkennen und gegebenenfalls automatisch einen Bremsvorgang einleiten.

Ist die Frontkamera verschmutzt oder verdeckt, kann die Funktion des Assistenzsystems eingeschränkt sein. Bei den betroffenen Fahrzeugen erscheint die dafür vorgesehene Warnleuchte jedoch möglicherweise nicht. Fahrer erhalten dadurch nicht die vorgesehene optische Information über die Einschränkung.

Der gemeldete Mangel bedeutet nicht, dass die reguläre Bremsanlage ausfällt. Auch ein vollständiger Funktionsverlust des Notbremsassistenten wird in den Rückrufbeschreibungen nicht als genereller Defekt genannt. Für den Opel Astra waren dem KBA nach den veröffentlichten Angaben zunächst keine Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden bekannt.

Softwareupdate soll den Fehler beheben

Zur Behebung des Problems ist eine Aktualisierung der Software der Fahrzeugsystemverwaltung vorgesehen. Diese wird als Vehicle Supervision Module (VSM) bezeichnet. Die Arbeiten erfolgen im Rahmen der Rückrufaktion kostenlos.

Fahrzeughalter können bei einer Vertragswerkstatt oder über die Rückrufprüfung der jeweiligen Automarke feststellen lassen, ob ihr Auto betroffen ist. Dafür wird die 17-stellige Fahrzeugidentifikationsnummer benötigt, die in der Zulassungsbescheinigung Teil I eingetragen ist.

Allein die Zugehörigkeit zu einer genannten Modellreihe oder einem Produktionszeitraum bedeutet nicht automatisch, dass ein bestimmtes Fahrzeug zurückgerufen wird. Die verbindliche Zuordnung erfolgt anhand der Fahrzeugidentifikationsnummer.

Rückruf betrifft auch Fahrzeuge außerhalb Deutschlands

Die Rückrufaktionen sind nicht auf den deutschen Markt beschränkt. Für Opel, Peugeot und Citroën ergeben die veröffentlichten Herstellerzahlen zusammen 79.371 potenziell betroffene Fahrzeuge weltweit. Die nicht gesondert bezifferten DS-Fahrzeuge sind dabei nicht berücksichtigt.

Auch außerhalb Deutschlands wurde der Fehler bereits zum Gegenstand behördlicher Rückrufverfahren. Die australische Fahrzeugbehörde veröffentlichte beispielsweise im September 2026 eine entsprechende Maßnahme für bestimmte Peugeot-Modelle. Dort ist ebenfalls vorgesehen, den Softwarefehler kostenlos zu beheben.

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