
Bei einem Straßenbahnunfall in Gelsenkirchen sind am Donnerstagmittag knapp 25 Menschen verletzt worden. Sieben von ihnen erlitten nach Angaben der Polizei schwere Verletzungen. Bei drei weiteren Betroffenen konnte eine Lebensgefahr zunächst nicht ausgeschlossen werden. Auf der Kurt-Schumacher-Straße in Beckhausen war eine mit Fahrgästen besetzte Straßenbahn auf eine zuvor zum Stillstand gekommene Fahrschulbahn aufgefahren. Die Ursache des Zusammenstoßes ist bislang ungeklärt. Rettungskräfte versorgten die Verletzten vor Ort und brachten mehrere von ihnen in umliegende Krankenhäuser.
Der Unfall der Linie 302 in Gelsenkirchen ereignete sich gegen 12.30 Uhr zwischen den Haltestellen Veltins-Arena und Willy-Brandt-Allee. Die Fahrschul-Straßenbahn fuhr auf der Kurt-Schumacher-Straße in Richtung Stadtsüden und kam einige Hundert Meter vor der Haltestelle Willy-Brandt-Allee zum Stehen.
Eine nachfolgende Straßenbahn, in der sich Fahrgäste befanden, fuhr auf das stehende Fahrzeug auf. Weshalb die Fahrschulbahn stoppte und warum die zweite Bahn nicht rechtzeitig zum Stillstand kam, ist Gegenstand der Ermittlungen. Bestätigte Hinweise auf einen technischen Defekt oder einen Fahrfehler liegen bislang nicht vor.
Nach dem Zusammenstoß wurden knapp 25 Menschen medizinisch versorgt. Sieben Personen gelten nach dem bisherigen Stand als schwer verletzt. Bei drei weiteren Verletzten konnte die Polizei am Nachmittag eine Lebensgefahr nicht ausschließen. Mehrere Rettungswagen brachten Betroffene zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser.
Zur Rekonstruktion der Straßenbahnkollision in Beckhausen forderte die Polizei ein spezialisiertes Verkehrsunfallaufnahmeteam aus Bochum an. Die Fachleute dokumentieren unter anderem Spuren, Schäden und die Positionen der beiden Bahnen. Aussagen zur genauen Unfallursache machte die Polizei zunächst nicht. Auch zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen noch keine belastbaren Angaben vor.
Für die Unfallaufnahme und die Bergung der Straßenbahnen wurde die Kurt-Schumacher-Straße zwischen der Emil-Zimmermann-Allee und der Willy-Brandt-Allee in beiden Richtungen gesperrt. Die Fahrbahn in Richtung Buer konnte gegen 16.10 Uhr wieder freigegeben werden. In Richtung Innenstadt blieb die Sperrung zunächst bestehen.
Auch der öffentliche Nahverkehr war erheblich beeinträchtigt. Die BOGESTRA trennte die Linie 302 zwischen Buer Rathaus und Ernst-Kuzorra-Platz und setzte ab dort Ersatzbusse ein. Laut der am Nachmittag veröffentlichten Verkehrsmeldung sollte die Einschränkung voraussichtlich bis 0.10 Uhr dauern. Die Ermittlungen zum Straßenbahnunfall in Gelsenkirchen laufen weiter.
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