
Ein 14-Jähriger soll beim Stromschlag Marxen am Mittwochabend schwerste Verletzungen erlitten haben und schwebt seitdem in Lebensgefahr. Der Jugendliche soll nach bisherigen Erkenntnissen auf einen Oberleitungsmast an einer Bahnstrecke im Landkreis Harburg geklettert sein. Von der Hochspannungsleitung soll ein Lichtbogen ausgegangen sein, der ihn ins Gleisbett riss. Laut Berichten soll ein Rettungshubschrauber den Schwerstverletzten noch am Abend in eine Spezialklinik nach Hannover geflogen haben.
Der Vorfall soll sich laut Bundespolizei am Mittwochabend, dem 7. Mai 2026, gegen 18 Uhr in Marxen in der Gemeinde Hanstedt im Landkreis Harburg (Niedersachsen) ereignet haben. Der 14-Jährige soll gemeinsam mit mindestens einem 15-jährigen Begleiter unterwegs gewesen sein — laut Bundespolizei sollen insgesamt vier Personen an dem Vorfall beteiligt gewesen sein. Der Jugendliche soll auf einen Mast der Güterzugstrecke zwischen Buchholz in der Nordheide und dem Rangierbahnhof Maschen geklettert sein. Warum er das tat, ist bislang unklar.
Von der mit 15.000 Volt betriebenen Leitung soll ein Lichtbogen ausgegangen sein — der 14-Jährige stürzte daraufhin laut Berichten in das Gleisbett. Laut Feuerwehr und Rettungsdienst aus der Samtgemeinde Hanstedt versorgten Einsatzkräfte den Schwerverletzten noch im Gleisbereich. Immer wieder kommt es in Deutschland zu dramatischen Unfällen an Bahnanlagen. So starb etwa am Bahnübergang Geisenhausen ein 17-Jähriger.
Ein Rettungshubschrauber soll den 14-Jährigen noch in den Abendstunden in eine auf Schwerverbrennungen spezialisierte Klinik nach Hannover geflogen haben. Laut Berichten liegt er dort seitdem im künstlichen Koma und kämpft ums Überleben. Sein Zustand war zum Zeitpunkt der ersten Berichte weiterhin kritisch. Der 15-jährige Begleiter soll den Vorfall als Zeuge miterlebt haben und blieb nach aktuellen Angaben unverletzt.
Laut Bundespolizei ermittelt die Behörde zu dem Vorfall und behandelt ihn derzeit als Unfall — eine Strafanzeige gegen den 14-Jährigen soll zunächst nicht gestellt worden sein. Die Ermittlungen dauern an. Ähnliche Fälle zeigen, wie gefährlich Bahngelände für Jugendliche sein können: In Greven wurde ein Jugendlicher am Bahnübergang von einem Schotterstein getroffen.
Bahnstrom führt 15.000 Volt — das ist 65-mal mehr als an einer normalen Haushaltssteckdose anliegt. Besonders gefährlich: Man muss die Oberleitung nicht einmal berühren, damit es zu einem tödlichen Stromüberschlag kommt. Der Strom kann als Lichtbogen durch die Luft überspringen — und das aus einem Abstand, den viele unterschätzen. Laut Bundespolizei sei der menschliche Körper zu zwei Dritteln aus Wasser und werde dadurch in der Nähe einer Hochspannungsleitung selbst zum Leiter.
Die Bundespolizei appelliert eindringlich: Bahnanlagen dürfen nicht betreten werden, Oberleitungsmasten dürfen niemals erklommen werden. Selbst wer nur in der Nähe steht, kann durch einen Lichtbogen lebensgefährlich verletzt werden. Warnhinweise an Masten und Gleisanlagen weisen ausdrücklich auf diese Gefahr hin — sie werden jedoch häufig ignoriert.
Unfälle an Bahnanlagen ereignen sich in Deutschland immer wieder und betreffen überproportional häufig junge Menschen. Laut Bundespolizei wird der Vorfall in Marxen derzeit als Unglücksfall behandelt — weitergehende Erkenntnisse lagen zunächst nicht vor. Ob der 14-Jährige die Gefahr kannte oder unterschätzte, ist nicht bekannt.
Der Stromschlag Marxen zeigt einmal mehr, welche tödliche Gefahr von Bahnanlagen ausgeht. Die Bundespolizei hat nach eigenen Angaben Ermittlungen eingeleitet und wird den genauen Hergang weiter aufklären. Eltern und Schulen sind aufgerufen, Kinder und Jugendliche regelmäßig über die Gefahren an Bahnstrecken und Hochspannungsanlagen aufzuklären.
Quellen: NDR, t-online Hamburg, harburg-aktuell.de, seevetal-aktuell.de, gn-online, Bundespolizei
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu