
Der morgige Donnerstag, 24. September 2026, bringt vor allem in Cuxhaven sowie rund um Rostock kräftigen Wind. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes zieht ein Tief weiter Richtung Ostsee. Seine Kaltfront überquert in der Nacht zum Donnerstag weite Teile des nördlichen Bundesgebiets. Dahinter strömt kühlere Meeresluft ein und der Wind dreht auf Nordwest. Für Cuxhaven werden Sturmböen erwartet, während der DWD für Rostock Windböen und an der mecklenburgischen Ostseeküste zeitweise auch stürmische Böen prognostiziert.
Der Sturm in Cuxhaven und Rostock fällt dabei unterschiedlich stark aus. Im Kreis Cuxhaven gilt bereits ab Mittwochabend eine amtliche Warnung vor Sturmböen. Im Raum Rostock liegt der Schwerpunkt nach der aktuellen DWD-Prognose in der zweiten Hälfte der Nacht und am Donnerstagvormittag. Gegen Mittag soll der Wind dort wieder schwächer werden.
Für den Kreis Cuxhaven hat der Deutsche Wetterdienst eine markante Wetterwarnung vor Sturmböen ausgegeben. Sie gilt von Mittwoch, 23. September, 21 Uhr, bis Donnerstag, 24. September, 13 Uhr. Erwartet werden Sturmböen um 65 Kilometer pro Stunde aus nordwestlicher Richtung. In Schauernähe und an besonders exponierten Stellen sind Böen um 80 Kilometer pro Stunde möglich. Das entspricht Windstärke 9 auf der Beaufortskala.
Von Donnerstag 13 Uhr bis 19 Uhr schließt sich für den Kreis Cuxhaven nach aktuellem Stand eine Wetterwarnung vor Windböen an. Dann rechnet der DWD mit Böen um 55 Kilometer pro Stunde. In Schauernähe und exponierten Bereichen können weiterhin stürmische Böen um 65 Kilometer pro Stunde auftreten.
Die Warnungen betreffen neben dem Kreis Cuxhaven unter anderem auch Bremerhaven sowie Abschnitte der Kreise Aurich, Friesland, Wesermarsch und Wittmund. Für den Kreis Ostholstein mit Fehmarn besteht für Donnerstag von 2 Uhr bis 15 Uhr ebenfalls eine markante Wetterwarnung vor Sturmböen um 65 Kilometer pro Stunde.
Für Rostock und die angrenzenden Bereiche Mecklenburg-Vorpommerns beschreibt der DWD eine etwas schwächere Windentwicklung. Ab der zweiten Hälfte der Nacht zum Donnerstag werden Windböen bis 60 Kilometer pro Stunde erwartet. Zeitweise können stürmische Böen bis etwa 70 Kilometer pro Stunde auftreten. Der Wind kommt aus West bis Nordwest. Gegen Mittag soll er nachlassen.
Eine konkrete DWD-Warnung für die Hansestadt Rostock oder den Landkreis Rostock mit eindeutig verifizierbarem Warnzeitraum lag am Mittwochabend zunächst nicht vor. Damit ist zwischen der prognostizierten Warnlage und einer bereits ausgegebenen amtlichen Warnung zu unterscheiden.
Auch Regen gehört zum Wetterwechsel. In der aktuellen DWD-Stationsvorhersage wird für Rostock am Donnerstag leichter Regen bei einem Tageshöchstwert von etwa 16 Grad angegeben. Cuxhaven erreicht demnach rund 17 Grad, ebenfalls bei leichtem Regen.
Auch Bremen bekommt den Durchzug der Kaltfront zu spüren. Für die Station am Flughafen erwartet der DWD am Donnerstag etwa 17 Grad, leichten Regen und Windböen. Im Warnlagebericht für Niedersachsen und Bremen nennt der Wetterdienst für das Binnenland vorübergehend Böen um 55 Kilometer pro Stunde. Im Laufe des Donnerstags soll der Wind wieder nachlassen.
Für Hamburg werden etwa 16 Grad und leichter Regen prognostiziert. In der DWD-Stationsvorhersage ist für Hamburg am Donnerstag derzeit keine eigene Kategorie mit Sturmböen ausgewiesen. Kiel erreicht ebenfalls ungefähr 16 Grad. Dort zeigt die Stationsvorhersage bewölktes Wetter, aber keine gesondert ausgewiesenen Sturmböen. Anders sieht es auf Fehmarn im Kreis Ostholstein aus. Dort führt der DWD für Donnerstag Sturmböen auf.
Auf Helgoland, Sylt bei List, Norderney und in Cuxhaven enthält die DWD-Vorhersage ebenfalls ausdrücklich Sturmböen. Damit liegt der Schwerpunkt der kräftigsten Böen zunächst an den unmittelbar am Meer gelegenen Orten.
Für Reisende gibt es bereits konkrete Auswirkungen. Der Schiffsverkehr von und nach Helgoland wird am Donnerstag wegen der erwarteten hohen Wellen eingestellt. Nach Angaben des NDR betrifft das unter anderem die Verbindungen mit der MS Helgoland und dem Katamaran Nordlicht ab Cuxhaven. Auch weitere Verbindungen nach Helgoland finden nicht statt. Bei entsprechender Wetterentwicklung soll der Betrieb am Freitag wieder aufgenommen werden.
In Rostock fallen am Donnerstag ebenfalls einzelne Fahrten der Warnowfähre zwischen Gehlsdorf und Kabutzenhof aus. Diese Ausfälle haben allerdings ausdrücklich keinen Wettergrund. Nach Angaben der Rostocker Straßenbahn AG sind Testfahrten eines Forschungsprojekts die Ursache.
Für den Bahnverkehr in Cuxhaven, Rostock, Bremen, Kiel oder Hamburg waren am Mittwochabend keine allgemeinen wetterbedingten Betriebseinstellungen für Donnerstag bestätigt. Die Deutsche Bahn verweist bei Störungen auf ihre aktuellen Verbindungsmeldungen und die Reiseauskunft.
Mit der Warnung für den Kreis Cuxhaven weist der DWD auf mögliche herabfallende Äste und umherfliegende Gegenstände hin. Der Wetterdienst empfiehlt, frei stehende Gegenstände zu sichern, Zelte und Abdeckungen zu befestigen und im Freien auf herabfallende Gegenstände zu achten. Für die anschließende Warnung vor Windböen lautet die Empfehlung ebenfalls, lose Gegenstände sowie Zelte und Abdeckungen zu sichern.
Für Veranstaltungen im Freien sind damit insbesondere die vom DWD genannten Hinweise zu Zelten, Abdeckungen und frei stehenden Gegenständen relevant. Gesonderte amtliche Absagen von Veranstaltungen in Cuxhaven oder Rostock waren am Mittwochabend zunächst nicht bestätigt.
Die Wetterlage ist für die zweite Septemberhälfte nicht außergewöhnlich. Kräftige Tiefdruckgebiete und erste herbstliche Sturmlagen können zu dieser Jahreszeit bereits auftreten. Der DWD hatte beispielsweise auch Mitte September 2025 einen ersten kleineren Herbststurm beschrieben. Im September 2025 wurden in Niedersachsen zeitweise sogar Böen von mehr als 100 Kilometern pro Stunde registriert.
Die aktuelle Lage erreicht nach der derzeitigen DWD-Prognose deutlich geringere Spitzenwerte. Außerdem ist sie vergleichsweise kurz. Schon im Laufe des Donnerstags soll der Wind in Cuxhaven, Rostock und den weiteren betroffenen Orten nachlassen.
Am Freitag beruhigt sich das Wetter nach der DWD-Stationsvorhersage deutlich. Für Cuxhaven werden etwa 18 Grad und heiteres Wetter erwartet, Rostock erreicht rund 17 Grad bei mehr Wolken. Kiel kommt auf etwa 18 Grad, Bremen auf rund 19 Grad und Hamburg ebenfalls auf etwa 18 Grad. Für diese Stationen weist die DWD-Tabelle am Freitag keine Sturmböen mehr aus. Auch am Samstag zeigt sich die Lage nach dem derzeitigen Vorhersagestand ruhiger.
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