
Der Duftstoff- und Aromenhersteller Symrise hat sein Wachstum im dritten Quartal 2026 deutlich gesteigert. Der Umsatz erreichte 1,31 Milliarden Euro, das organische Wachstum lag bei 5,3 Prozent. Damit entwickelte sich das Geschäft besser als von Analysten erwartet. Für das Gesamtjahr bestätigt der DAX-Konzern seine Prognose, rechnet im Schlussquartal allerdings mit einer geringeren Wachstumsdynamik.
Die am Mittwoch, 28. Oktober 2026, veröffentlichten Symrise Quartalszahlen 2026 zeigen eine Beschleunigung des Geschäfts zwischen Juli und September. Der Konzernumsatz lag bei 1,310 Milliarden Euro, nach 1,222 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahresquartal. Das entspricht einem berichteten Anstieg von rund 7,2 Prozent.
Organisch, also bereinigt um Wechselkurseffekte und Veränderungen im Unternehmensportfolio, wuchs Symrise um 5,3 Prozent. Im zweiten Quartal hatte das organische Plus noch bei 4,5 Prozent gelegen.
Für die ersten neun Monate des Jahres meldete das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 3,85 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 3,776 Milliarden Euro gewesen. Das organische Wachstum der ersten neun Monate lag bei 3,0 Prozent.
Das dritte Quartal entwickelte sich damit stärker als der bisherige Jahresdurchschnitt. Nach Angaben des Unternehmens trugen insbesondere höhere Absatzmengen und eine solide Nachfrage zum Wachstum bei. Hinzu kamen günstigere Vergleichswerte aus dem Vorjahr.
Das Wachstum verteilte sich auf die beiden großen Geschäftssegmente von Symrise.
Der Bereich Taste, Nutrition & Health, der unter anderem Zutaten für Lebensmittel, Getränke und Heimtiernahrung produziert, erreichte einen Quartalsumsatz von 790 Millionen Euro. Das organische Wachstum lag bei 5,2 Prozent.
Auch das Geschäft mit Inhaltsstoffen für Heimtiernahrung kehrte zu positivem organischem Wachstum zurück. Innerhalb der Lebensmittelaktivitäten entwickelten sich insbesondere natürliche Zutaten sowie Anwendungen für süße und herzhafte Produkte positiv.
Im Segment Scent & Care, das Duftstoffe, kosmetische Inhaltsstoffe und Aromamoleküle umfasst, stieg der Umsatz auf 520 Millionen Euro. Das organische Wachstum lag bei 5,6 Prozent.
Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft mit Aromamolekülen. Symrise verwies dabei unter anderem auf eine zweistellige organische Wachstumsrate bei Menthol. Dagegen verzeichnete das Geschäft mit UV-Filtern weiterhin rückläufige Umsätze.
Regional entwickelte sich das Geschäft unterschiedlich. Den stärksten Zuwachs erzielte Symrise im asiatisch-pazifischen Raum mit einem zweistelligen organischen Umsatzwachstum.
Auch Lateinamerika entwickelte sich deutlich positiv. In Nordamerika verzeichnete das Unternehmen solides Wachstum, während Europa, Afrika und der Nahe Osten moderater zulegten.
Die regionale Entwicklung unterstreicht die internationale Ausrichtung des Konzerns. Symrise beliefert unter anderem Hersteller von Lebensmitteln, Getränken, Kosmetika und Parfüms. Hinzu kommen Unternehmen aus der Pharmaindustrie sowie Produzenten von Nahrungsergänzungsmitteln und Heimtiernahrung.
Mit einem Jahresumsatz von rund 4,9 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025 gehört Symrise zu den weltweit bedeutenden Anbietern seiner Branche.
Trotz der verbesserten Geschäftsentwicklung im dritten Quartal erhöht Symrise seine Jahresprognose nicht.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 erwartet der Konzern weiterhin ein organisches Umsatzwachstum zwischen 2 und 4 Prozent. Nach aktueller Einschätzung des Managements dürfte der Wert in der Nähe der Mitte dieser Spanne liegen.
Gleichzeitig rechnet Symrise im vierten Quartal mit einer Abschwächung gegenüber dem dritten Quartal. Das Unternehmen begründet diese Erwartung mit höheren Vergleichswerten aus dem Vorjahreszeitraum.
Bei der Profitabilität bleibt die Prognosespanne ebenfalls unverändert. Symrise erwartet weiterhin eine bereinigte EBITDA-Marge zwischen 21,5 und 22,5 Prozent.
Allerdings geht der Konzern inzwischen davon aus, dass die Marge in der unteren Hälfte dieses Korridors liegen wird. Als Hintergrund nennt das Unternehmen Investitionen in IT, Innovation und Beschäftigte.
Die bereinigte Business-Free-Cashflow-Marge soll weiterhin über 14 Prozent liegen. Dabei handelt es sich um Unternehmensprognosen und nicht um bereits erzielte Jahresergebnisse.
Neben dem operativen Geschäft setzt Symrise seine strategische Neuaufstellung fort. Im Rahmen des Transformationsprogramms ONE SYM sollen Prozesse vereinheitlicht, die Digitalisierung vorangetrieben und die Effizienz verbessert werden.
Zudem hat das Unternehmen sein Portfolio verändert. Der Verkauf des Terpengeschäfts und die Übernahme von Floral Concept wurden abgeschlossen. Damit konzentriert sich Symrise stärker auf ausgewählte Geschäftsfelder und natürliche Inhaltsstoffe.
Auch das laufende Aktienrückkaufprogramm wurde fortgesetzt. Bis Ende September hatte der Konzern nach eigenen Angaben rund 4,3 Millionen eigene Aktien zurückgekauft. Das Programm soll voraussichtlich am 30. Oktober 2026 enden.
Für das Schlussquartal steht damit eine unterschiedliche Entwicklung im Raum: Während Symrise nach neun Monaten eine deutliche Verbesserung des organischen Wachstums meldet, erwartet die Unternehmensführung zum Jahresende ein geringeres Wachstumstempo. Die Jahresziele bleiben dennoch bestehen.
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