Tesla und SpaceX vor möglichem Zusammenschluss

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Die beiden von Elon Musk geführten US-Unternehmen Tesla und SpaceX prüfen eine mögliche Fusion. Nach Angaben des Unternehmers wurden dafür auf Wunsch von Aktionären unabhängige Sonderausschüsse eingerichtet. Musk bestätigte die Gespräche am Dienstag, 20. Oktober 2026, während einer Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen des Raumfahrtkonzerns. Eine verbindliche Entscheidung über einen Zusammenschluss gibt es bislang nicht.

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Unabhängige Ausschüsse sollen Möglichkeiten prüfen

Musk erklärte, dass die Sonderausschüsse aus unabhängigen Mitgliedern der jeweiligen Verwaltungsräte bestehen. Er selbst nehme an den Gesprächen nicht teil, weil er als Chef und bedeutender Anteilseigner beider Unternehmen von einem möglichen Zusammenschluss unmittelbar betroffen wäre.

Grundsätzlich befürwortet Musk eine Verbindung von Tesla und SpaceX. Zugleich machte er deutlich, dass die Ausschüsse zunächst eigenständig über die Möglichkeiten einer Fusion beraten müssten. Bislang seien keine Transaktionsbedingungen vereinbart worden. Auch sei keineswegs sicher, dass sich die Unternehmen auf einen Zusammenschluss verständigen könnten.

Eine entscheidende Hürde liegt bei den Tesla-Aktionären. Nach Musks Angaben müsste eine Fusion von den Eigentümern von mindestens 50 Prozent aller ausstehenden Tesla-Aktien gebilligt werden. Seine eigenen Anteile reichen dafür nicht aus.

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Fusion von Tesla und SpaceX hätte gewaltige Dimensionen

Eine Fusion von Tesla und SpaceX könnte einen der wertvollsten Konzerne der Welt hervorbringen. Nach den am 21. Oktober 2026 genannten Börsenbewertungen kommen beide Unternehmen zusammen auf einen Marktwert von rund 3,5 Billionen US-Dollar. Dabei handelt es sich um eine rechnerische Größenordnung, nicht um einen vereinbarten Kaufpreis.

Tesla ist vor allem als Elektroautohersteller bekannt, investiert inzwischen aber auch umfangreich in autonomes Fahren, Robotaxis, künstliche Intelligenz und humanoide Roboter. SpaceX betreibt neben seiner Raumfahrtsparte das Satelliteninternet Starlink und baut sein Geschäft mit KI-Infrastruktur aus.

Beide Unternehmen arbeiten bereits in mehreren Bereichen zusammen. Dazu gehören die Entwicklung fortschrittlicher Halbleiter und das gemeinsame Chipprojekt Terafab. Musk sieht insbesondere bei künstlicher Intelligenz, Robotik und Datenverarbeitung Möglichkeiten für eine engere Verbindung.

Tesla ist bereits an SpaceX beteiligt

Die geschäftlichen Verbindungen gehen schon jetzt über einzelne Technologieprojekte hinaus. Aus einer am 19. Oktober veröffentlichten Tesla-Unterlage für die US-Börsenaufsicht SEC geht hervor, dass Tesla im März 2026 für rund zwei Milliarden Dollar Aktien von SpaceX erworben hat.

Diese Beteiligung entstand im Zusammenhang mit der Übernahme von xAI durch SpaceX im Februar 2026. Zuvor hatte Tesla eine entsprechende Investition in xAI vereinbart. Mit der Übernahme wurde daraus ein Anspruch auf SpaceX-Aktien.

Darüber hinaus bestehen zwischen Tesla und SpaceX bereits kommerzielle Vereinbarungen. Ein vollständiger Zusammenschluss würde die bisher getrennten Unternehmensstrukturen allerdings deutlich stärker verändern.

SpaceX meldet kräftiges Umsatzwachstum

Die Aussagen zur möglichen Fusion fielen mit der Veröffentlichung der SpaceX-Zahlen für das dritte Quartal 2026 zusammen. Der Konzern steigerte seinen Umsatz nach den von Reuters veröffentlichten Ergebnissen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 161 Prozent auf 14,58 Milliarden Dollar.

Unter dem Strich erzielte SpaceX einen Quartalsgewinn von rund 4,4 Milliarden Dollar. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Verlust ausgewiesen. Besonders stark entwickelte sich das Geschäft mit KI-Rechenkapazitäten, das einen Umsatz von rund 7,56 Milliarden Dollar erreichte.

Die SpaceX-Aktie legte nach den Zahlen und Musks Äußerungen im nachbörslichen US-Handel am 20. Oktober zeitweise um rund acht Prozent zu. Die Tesla-Aktie gewann nach Reuters-Angaben nachbörslich rund 1,8 Prozent. Diese Werte beschreiben die damalige Marktreaktion und keinen aktuellen Börsenkurs.

Aktionäre und Behörden könnten über Fusion entscheiden

Neben der Zustimmung der Anteilseigner würde ein Zusammenschluss weitere Prüfungen erforderlich machen. Dazu gehören mögliche kartellrechtliche Fragen und regulatorische Anforderungen im Zusammenhang mit dem Raumfahrtgeschäft von SpaceX. Das Unternehmen ist auch für US-Regierungsbehörden tätig, während Tesla international produziert und verkauft.

Offen sind außerdem die konkrete Struktur einer möglichen Fusion, die Bewertung der jeweiligen Unternehmensanteile und ein möglicher Zeitplan.

Für Tesla steht zunächst ein anderer Termin bevor. Der Elektroautohersteller will seine Finanzzahlen für das dritte Quartal 2026 am Mittwoch, 21. Oktober, nach dem regulären US-Börsenhandel veröffentlichen. Die nächste ordentliche Hauptversammlung ist für den 3. Dezember 2026 angesetzt. In den bereits veröffentlichten Abstimmungsunterlagen ist eine Fusion mit SpaceX nicht als Beschlussgegenstand vorgesehen.

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